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Brauhaus-Freibier zur Einweihung: Stadtlauringens einstiges Ackerbürgerhaus ist nun das Ristorante La Piazza


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Stadtlauringen – Wer stets nur per Hauptstraße durch Stadtlauringen fährt, wird den Reiz der Marktgemeinde im Norden des Landkreises Schweinfurt freilich nicht entdecken können. Angefangen mit der Amtskellerei zu Beginn des neuen Jahrtausends putzt sich der Ort so langsam aber nach und nach immer weiter heraus. Das Fachwerkensemble mit Rathaus rund um den mittelalterlichen Marktplatz – ebenso abseits der Durchfahrtsstraßen – erfuhr nun eine neuerliche Aufwertung durch die Fertigstellung der Renovierung des Anwesens Marktplatz 13. Aus dem ehemaligen Ackerbürgerhaus wurde das Ristorante La Piazza mit Außengastronomie.

Wenn eingeweiht wird, dann verstehen es die Stadtlauringer zu feiern. Italienische Häppchen gab es, aber auf Wunsch von Bürgermeister Friedel Heckenlauer auch Bratwürste mit Kraut. Traditionelles eben, was daran erinern sollte, dass das einstige Bauernhaus mit Stallungen dahinter auf eine schon 450 Jahre alte Geschichte verweisen kann. An den Jahresringen der Holzbalken war das zu errechnen. Wenn ein Haus wohl 1665 gebaut wurde, dann nagen die Jahre. Von einem „desolaten Zustand“ sprach Architekt Jürgen Bergmann, der 2007 den Auftrag bekam, ein Nutzungskonzept zu erstellen. Das Fachwerk war verfault, das Haus vom Einsturz bedroht und eigentlich abrissreif. Doch es fanden sich genügend Gründe zur Rettung. Die Stallungen wurden abgerissen, hinter dem Haus befindet sich nun eine Parkscheune mit Raum für Autos, die früher am Marktplatz parkten, als dort noch der Verkehr – welch unselige Zeit! – durchrauschte. Im Neuanbau befinden sich Küche, Lager, Technik und Toiletten, im „neuen“ Ackerbürgerhaus der Gastraum. Mit Petra Moser fand sich eine Pizzeria-erfahrene Betreiberin des Restaurants, auf das Stadtlauringen irgendwie gewartet hat. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen auch für Gastronomie anstelle für eine Wohn- oder Büronutzung.


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Partner und Pächter ist das Brauhaus Schweinfurt. Dessen Geschäftsführer Heinrich Weck spendierte nach den Reden und der Segnung von Pfarrer Monsignore Dr. Benno von Bundschuh Freibier zum Essen. Paradiesische Zustände also auf dem Stadtlauringer Marktplatz. 566.000 Euro kostete die Baumaßnahme, 300.000 Euro aber übernahmen davon das Landesamt für Denkmalpflege (110.000), die Regierung von Unterfranken (168.000) und die Bayerische Landesstiftung (22.000). Das Haus stand zuvor lange leer, weil der einstige Eigentümer aussiedelte und es verkaufte. Später wurde es nochmal als Nähstübchen genutzt und zuletzt noch ein Mal im Jahr als Weihnachtshaus. Gäste, die größer als 1,75 Meter sind, sollten allerdings besser gesenkten Hauptes durch die niedrigen Räume gehen.


Auf seine Modellkommune ist Bürgermeister Heckenlauer natürlich stolz. Nachdem beim aktuellen Projekt schon drei Stadtlauringer Firmen beteiligt waren, wartet künftig sicher noch mehr Arbeit. Denn die Marktgemeinde will weiter städtebaulich sanieren. Aus dem Fachwerkensemble sticht unweit der La Piazza noch Hausnummer 17 heraus, die einstige Sparkasse, die dringend auf neues Leben wartet. Vitale Ortskerne sind wichtig angesichts des anstehenden demografischen Wandels.

Das Bild bei der Schlüsselübergabe zeigt von links: Architekt Jürgen Bergmann, Bürgermeister Friedel Heckenlauer, Betreiberin Petra Moser und Brauhaus-Geschäftsführer Heinrich Weck.


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