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Bündnis „SWADS“ öffnet sich: „Nur unsere Politiker in ihrem Elfenbeinturm sind nicht von Einschränkungen betroffen!“


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SCHWEINFURT – Das Bündnis „SWADS – Schweinfurt auf die Straße“, das Ende März einen Demonstrationszug veranstaltete und letzten Samstag eine Kundgebung auf dem Schweinfurter Volksfestplatz mit zusammen allemal mindestens 2000 Leuten, steht in der Kritik, weil man weitestgehend anonym agiere. Nun aber spricht mit Björn Schmidt einer der Initiatoren exklusiv mit SW1.News.

Herr Schmidt, warum nun Ihre Entscheidung, auch für ein Interview zur Verfügung zu stehen?
Björn Schmidt: Ich wollte das Ganze in den ersten Wochen noch anonym halten, da wir frisch gegründet waren und erst einmal sehen wollten, wie sich das alles entwickelt. Nachdem die Presse und Öffentlichkeit uns nun vermehrt wahr nimmt, habe ich mich nun dazu entschlossen. Wir haben auch nichts zu verbergen.


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Sie wollten sich an sich zurückhalten in der Öffentlichkeit, weil….?
Björn Schmidt: Ich beziehungsweise wir niemals mit so einer Dynamik gerechnet haben.


Eine Nähe zur AfD: Würde alleine die Vermutung Sie zur Zurückhaltung animieren?
Björn Schmidt: Vermutungen gibt es immer. Es war von Anfang klar, dass wir keine parteipolitische Devise ausgeben und auch keine möchten. Das soll in Zukunft auch so bleiben.

Haben Sie das Gefühl, mit den ersten beiden Veranstaltungen irgendetwas erreicht zu haben?
Björn Schmidt: Definitiv ja. Alleine schon das Interesse in unserer Facebook-Gruppe zeigt auf, dass sehr viele Mitbürger mit den immer extremeren Maßnahmen unzufrieden sind. Bei unserem 1. Demozug im März waren es sicherlich an die 2000 Menschen, die wir auf die Straße gebracht haben. Am 10. April waren es auch um die 1000 Teilnehmer. Also ja, wir haben etwas erreicht: Das Jung und Alt zusammen friedlich demonstrieren.

Gibt´s Ihrerseits Vorwürfe an die Medien, die ja nicht unbedingt alle neutral berichtet haben?
Björn Schmidt: Zu Anfangs wurde leider etwas unbefriedigend berichtet, was sich zuletzt aber wieder in Neutralität gewandelt hat.

Gab´s wirklich Angriffe auf einen Reporter beim ersten Demozug? Und irgendwelche Leute mit verfassungsfeindlichen Masken?
Björn Schmidt: Wir haben keinen direkten Angriff erkennen können. Es gab wohl eine Meinungsverschiedenheit zwischen einem Reporter, der so als Reporter nicht zu erkennen war, und einer weiteren Person. Bevor es aber zu weiteren Streitigkeiten kam, konnten die uns unterstützenden Polizeibeamten zwischen den beiden schlichten. Uns liegen ca. 6 Videos vom kompletten Demozug vor, wo kein Teilnehmer mit einer verfassungsfeindlichen Maske zu sehen war. Dass sich bei geschätzten 2000 Teilnehmern ein paar ganz wenige einschleusen, ist so gut wie unmöglich zu vermeiden. Hätte ich sowas als Veranstalter oder einer unserer Ordner gesehen, hätten wir natürlich reagiert und das Gespräch mit dieser Person gesucht, so wie wir es am 10. April auf der stationären Versammlung auch gemacht haben.

Sind Sie selbst persönlich von den Einschränkungen der Corona-Pandemie betroffen?
Björn Schmidt: Ich denke es gibt in Deutschland, ausgenommen mal von unseren Politikern in ihrem Elfenbeinturm, keine Person, die nicht von den Einschränkungen betroffen ist. Jeder Mensch ist da natürlich auch unterschiedlich betroffen. Beispiel: Ein Rentner muss sich keine Gedanken machen, ob er für sein Kind eine Notbetreuung hat, die alleinerziehende Mutter dagegen schon. Der Rentner sorgt sich aber vielleicht um seinen Partner, welcher in einer Pflegeeinrichtung liegt und darf diesen nicht besuchen. Jeder hat hier sein Päckchen zu tragen. Manche mehr, die anderen weniger und jeder geht damit natürlich auch anders um.

Große Dinge werfen anscheinend Ihre Schatten voraus. Blicken wir zunächst auf den 8. Mai. Deutschland trifft sich in Unterfranken, für den Volksfestplatz ist eine Großdemo verschiedener Aktionsbündnisse angemeldet. SWADS gehört dazu zwar nicht, aber Sie können sicherlich ein bisschen aufskizieren, was da auf Schweinfurt zukommen könnte?
Björn Schmidt: Hier wird das organisatorische Können eine große Rolle spielen. Wenn ich mir das Rahmenprogramm ansehe, könnte das ein sehr interessante Veranstaltung werden. Ich drücke den Initiatoren auf jeden Fall alle Daumen, dass es friedlich und erfolgreich abläuft.

Schon für den 1. Mai hat „Schweinfurt auf die Straße“ eine dritte Veranstaltung angemeldet. Was ist geplant an diesem traditionsreichen Demonstrationstag?
Björn Schmidt: Stand heute (Donnerstag, der 15.04.21, Anm.d.Red.) werden wir die Veranstaltung mit einem Demozug durch die Schweinfurter Stadtteile „Gartenstadt“, „Eselshöhe“ sowie durch die Innenstadt starten. Nach Rückkehr zum Festplatz werden wir wieder ein „Open Mic“ anbieten. Zwei feste Redner haben bis jetzt zugesagt. Unter anderem der Spiegel-Bestseller-Autor Gerd Reuther und eine Pflegefachfrau aus Schweinfurt. Mit weiteren Rednern stehen wir in Kontakt. Musikalisch werden wir wieder von Schorsch „G-REX“ unterstützt, der zuletzt für eine super Stimmung gesorgt hatte. Es sind noch kleinere Aktionen am Festplatz geplant, die aber noch nicht spruchreif sind.

Sie haben sechs Stunden angesetzt, von 12 bis 18 Uhr. Nicht ein bisschen lang?
Björn Schmidt: Ich gehe davon aus, dass gerade am 01.05. viele Teilnehmer dabei sind. Großer Demozug bedeutet automatisch auch eventuelle Engpässe in gewissen Straßen. Da wir uns an die Infektionsschutz-Auflagen der Stadt und Polizei Schweinfurt halten müssen, kann es vorkommen, dass der Zug auch mal gestoppt werden muss, sollten zum Beispiel die Abstände nicht eingehalten werden. Grob gerechnet sind wir wahrscheinlich zwie bis drei Stunden auf der Straße. Danach haben wir dann noch drei bis vier Stunden am Festplatz für die Redner und die Unterhaltung. Wenn das Wetter passt, ist das doch ein schöner Ausflug am 1. Mai.

Glauben Sie, dass Aktionsbündniss noch länger aktiv werden müssen – oder sehen Sie Lösungen in Sachen der Probleme durch die Corona-Pandemie?
Björn Schmidt: Ich befürchte, dass die Bündnisse und Aktivisten sicherlich noch mindestens bis zur Bundestagswahl aktiv bleiben müssen. Sollte es wirklich soweit kommen, dass der Föderalismus abgeschafft wird, könnte es noch Jahre dauern.

Söder oder Laschet als künftiger Bundeskanzler: Was wäre Ihr Wunsch?
Björn Schmidt: Keiner von beiden….

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Björn Schmidt: Vielen Dank für das Interview und die neutrale Berichterstattung bisher auf SW1.News.



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