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BUND Naturschutz Schweinfurt kritisiert die Einleitung radioaktiver Abwässer in den Main


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GRAFENRHEINFELD – PreussenElektra stellte Mitte 2019 für das AKW Grafenrheinfeld den Antrag auf eine neue wasserrechtliche Genehmigung. Die beantragten Ableitungen für „unbekannte Gemische“ und Tritium lagen in Höhe der Werte aus dem Leistungsbetrieb, obwohl sie da – nach Aussage von PreussenElektra – deutlich unterschritten wurden.

Der BUND Naturschutz hat dagegen Widerspruch eingelegt, da die Strahlenbelastung beim Rückbau deutlich reduziert werden könnte. Über eine mögliche Antragsänderung durch PreussenElektra ist bisher noch keine Entscheidung bekannt geworden.


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Für das AKW Brunsbüttel hatte der dortige Betreiberkonzern Vattenfall ebenfalls die radioaktiven Abwasserwerte wie im Leistungsbetrieb beantragt – der Widerstand dagegen war erfolgreich und die Abgabewerte wurden deutlich reduziert. Aktuell wurde bekannt, dass sich auch beim AKW Krümmel der Betreiber (Vattenfall) mit Umweltverbänden und Anliegern auf eine signifikante Senkung auf 10% des atomrechtlich genehmigten und für die Stilllegung und den Rückbau beantragten Ableitungswertes in die Elbe verständigt hat.


Der BN hat nun die Hoffnung, dass auch PreussenElektra die beantragten Erlaubniswerte für die Einleitung radioaktiven Abwassers aus dem AKW Grafenrheinfeld in den Main deutlich reduzieren wird.

Ein Festhalten an den zunächst eingeforderten hohen Ableitungswerten würde aus Sicht des BN bedeuten, dass PreussenElektra das Strahlenminimierungsgebot missachtet.

Der BUND Naturschutz Schweinfurt lehnt es zudem ab, dass radioaktiv belastete Stoffe aus dem AKW-Rückbau in Grafenrheinfeld  – nach erfolgter „Freimessung“ und „Freigabe“ aus der atomrechtlichen Aufsicht – entlassen werden. Es steht im Widerspruch zum Minimierungsgebot, wenn diese Stoffe der Verbrennung (im Müllheizkraftwerk Schwandorf) und der Deponierung auf normalen Bauschuttdeponien (Landkreisdeponie Rothmühle) zugeführt werden.

Damit einher geht die Verbreitung von künstlich erzeugter radioaktiver Strahlung – dies bedeutet eine inakzeptable Gefährdung und Belastung für Mensch und Umwelt. Es gibt nachweislich keine Grenze unterhalb der radioaktive Strahlung nicht schädlich sein könnte.

Der BUND Naturschutz fordert, dass für alle Materialien aus dem AKW Grafenrheinfeld die Stoffstromkontrolle mit dem Prinzip von Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit gilt. Rückbaumaterialien, die radioaktiv kontaminiert sind, dürfen nicht als Gewerbemüll betrachtet werden – es bedarf eines Lagerungskonzeptes, mit dem gewährleistet ist, dass die radioaktive Strahlung sicher vor der Umwelt abgeschirmt wird.

An vielen Orten in Deutschland wehrt sich die Bevölkerung gegen die Verteilung von radioaktiv belastetem Material, das mit der gängigen AKW-Rückbau-Praxis einhergeht. In Harrislee (Schleswig-Holstein) hat es kürzlich eine Demonstration von 1500 Menschen gegeben, die sich gegen die mögliche Einlagerung von AKW-Bauschutt auf der dortigen Deponie stellen. In Schwandorf fordert ein Bündnis aus Umweltaktivisten, Verbänden und Parteien, die dortige Praxis der Verbrennung von „ spezifisch freigemessenem“ AKW-Rückbau-Materialien von Isar 1, Isar 2 und Grafenrheinfeld zu beenden, und ruft zu einer Demonstration auf. Der BUND Naturschutz gehört zu den Unterstützern.

Der BN Schweinfurt fordert alle Personen in verantwortlicher Position auf, sich für ein Ende der oben genannten Verbrennung und Deponierung einzusetzen, um die Bevölkerung vor gesundheitlicher und genetischer Schädigung zu schützen, so Edo Günther, 1. Vorsitzender  BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN), Kreisgruppe Schweinfurt.



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