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Das Jahr 2012 aus der Sicht der Agentur für Arbeit Schweinfurt: Der Arbeitsmarkt blieb trotz konjunktureller Abkühlung robust


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SCHWEINFURT – Im Jahr 2012 ging auch auf dem Arbeitsmarkt der Region Main-Rhön der rasante Aufschwung mit stetig sinkenden Arbeitslosenzahlen zu Ende. Es gab aber auch keinen Einbruch, die von manchen befürchtete Krise auf dem Arbeitsmarkt blieb im Jahr 2012 im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt wie auch in Gesamtdeutschland aus. Im Jahresdurchschnitt wurde genau der Wert des Vorjahres mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent gehalten. Nach der Sommerpause lag die Arbeitslosigkeit allerdings in jedem Monat etwas höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres, Schweinfurt liegt im bayerischen Durchschnitt, im Freistaat betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote ebenfalls 3,7 Prozent.

Die aktuellen Werte bei der Arbeitslosigkeit lassen sich nur richtig einordnen, wenn man einige Jahre zurück blickt. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank in den letzten sieben Jahren von 7,4 auf 3,7 Prozent, wobei die letzten beiden Jahre auf gleichem Niveau lagen. 2006 waren es jahresdurchschnittlich 17.182 Arbeitslose, 2012 nur noch 8.723. Selbst die Krise in den Jahren 2008 und 2009 hatte sich relativ moderat auf unseren Arbeitsmarkt ausgewirkt, auch dank des Instruments der Kurzarbeit. Die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr verlief im Bezirk der Agentur für Arbeit Schweinfurt in den einzelnen Landkreisen und in der Stadt Schweinfurt unterschiedlich.





Bei den Jobcentern ging die Arbeitslosigkeit im Jahr 2012 deutlich zurück: Unter anderem haben die vergangenen Jahre mit der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften auch vielen Kunden der Jobcenter eine Beschäftigung ermöglicht, in der sie eine neue Anwartschaftszeit auf ALG I erwerben konnten, so dass sie bei erneuter Arbeitslosigkeit in die Betreuung durch die Arbeitsagentur wechselten. Eine Erhöhung der Zugänge in die Arbeitslosigkeit durch wirtschaftliche Abschwächung führt generell zuerst zu einer Erhöhung der Anzahl der Kunden im Bereich der Arbeitslosenversicherung (ALG I), da die meisten Arbeitnehmer aus einem Beschäftigungsverhältnis einen Anspruch auf ALG I haben.


Deutlicher wurde die Konjunkturdelle bei der Entwicklung der Nachfrage nach Arbeitskräften. Im letzten Quartal ging die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften merklich zurück und auch der bis dahin stetig gewachsene Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen wurde wieder kleiner.

Allerdings war es für die Agentur für Arbeit trotz des leichten Nachfragerückgangs nach wie vor schwer, den Betrieben zeitnah geeigneten Fachkräfte zu vermitteln, in vielen Bereichen vor allem des Handwerks war der Markt geradezu leergefegt. Auch bei den Gesundheitsberufen und im Hotel- und Gaststättenbereich hatten viele Arbeitgeber große Probleme, geeignete Fachkräfte zu finden. Hier kamen zu dem schon rein zahlenmäßig zu geringen Angebot an Fachkräften auch noch die Schwierigkeiten mit den in diesen Berufen notwendigen Arbeitszeiten im Schichtdienst und an Wochenenden hinzu. Die Abstimmung zwischen diesen Arbeitszeiten und den familiären Pflichten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellte häufig ein nur schwer zu überwindendes Hindernis dar.

Ganz anders war die Situation bei den Büroberufen. Hier überstieg auch im Jahr 2012 die Nachfrage deutlich das Angebot an freien Arbeitsstellen, insbesondere, wenn die Bewerberinnen und Bewerber nicht über spezielle Fachkenntnisse z.B. in der Buchhaltung verfügten.

Insgesamt nahm im Jahr 2012 der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 9.244 neue Stellenangebote entgegen, gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 1.397 neue Stellen (- 13,1 Prozent). Der jahresdurchschnittliche Bestand an der Agentur für Arbeit und den Jobcentern gemeldeten offenen Stellen nahm im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent zu und lag bei 2.221.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Vergleich jeweils Monat März) in der Region Main-Rhön hatte seit 2006 (März 2006: 143.393) kontinuierlich zugenommen, lediglich im Jahr 2009 war die Anzahl der hier sozialversicherungspflichtig arbeitenden Menschen vorübergehend leicht gesunken. Im März 2011 waren es bereits 154.601, bis zum März 2012 (Neuere Werte liegen aktuell auf Agenturebene noch nicht vor) stieg die Zahl auf 157.986.


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