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Das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft veranstaltet eine Mahnwache zum 26. Jahrestag von Tschernobyl


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Schweinfurt – Für viele Menschen, die die Zeit nach der atomaren Katastrophe von Tschernobyl bewusst miterlebt haben, sind die Erinnerungen lebendig: die Ungewissheit über den Grad der Bedrohung und der Auswirkungen der radioaktiven Strahlung; das teils hilflose, teils unverantwortliche Handeln von Behörden und Politikern, die Gefühle der Ohnmacht und der Angst. Die Erkenntnis, dass radioaktive Strahlung nicht an Landesgrenzen halt macht, wurde messbar.

Für die Menschen in der atomar verseuchten Region dauert die Katastrophe an – sie ernähren sich weiterhin von kontaminierten Lebensmitteln, sind bereits erkrankt oder haben ein hohes Risiko für Krebserkrankungen, wegen der Erbgut schädigenden Wirkung der radioaktiven Stoffe wurden bereits viele Kinder mit spezifischen Behinderungen und Erkrankungen geboren. Die Hülle um den strahlenden Sarkophag des Atommeilers ist rissig und droht einzustürzen – eine neue aufwändige Umhüllung muss gebaut werden. Tschernobyl steht für eine ungeahnte volkswirtschaftliche, Gesundheits- und Umweltkatastrophe, es steht für die psychische und physische Belastung der direkt betroffenen Menschen, es steht für Leid und zerstörte Biographien.


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Mit der atomaren Katastrophe von Fukushima, die am 11.März 2011 begonnen hat und weiterhin andauert, wurde erneut deutlich, wie unvorstellbar gefährlich der Betrieb von Atomkraftwerken ist – wie hilflos die Menschen im Katastrophenfall sind. Es wurde wieder deutlich, dass die Bevölkerung nicht adäquat vor der radioaktiven Strahlung und deren Auswirkungen  geschützt werden kann. Im Gegenteil – durch Erhöhung der Grenzwerte für radioaktive Strahlung wurden die Menschen in Japan von der dortigen Regierung und ihren Behörden vorsätzlich gefährdet. Die Betreiberfirma der havarierten Reaktoren ist pleite – die Rechnung zahlt wie immer die Bevölkerung.

Mit der Mahnwache „Tschernobyl mahnt – 26. Jahrestag: 26. April 2012“ will das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft den Opfern der Katastrophe gedenken und deutlich machen, dass die Gefährlichkeit der Atomenergie den zügigen Ausstieg aus dieser Art der Energiegewinnung unbedingt erforderlich macht – weltweit! Durch diesen Irrweg  sind bereits immense Schäden entstanden, das Problem des Atommülls, der mit jedem Tag, an dem AKWs weiter betrieben werden, zunimmt, wird auch die Nachfolgegenerationen belasten und gefährden. 26 Jahre nach Tschernobyl ist Forderung nach dem endgültigen Aus für Atomkraft aktueller denn je.


Das Aktionsbündnis gegen Atomkraft lädt die Bevölkerung sehr herzlich zur Teilnahme an der Mahnwache am Donnerstag, 26. April 2012 ein. Die Mahnwache wird ab 18.00 Uhr am Georg Wichtermann Platz in  Schweinfurt stattfinden. Der Infotisch mit Materialien zum Thema Atomausstieg / Energiewende / Energiesparen wird sich ab 16.00 Uhr an  der Ecke Wichtermann Platz / Deichmann befinden. Dort wird auch ein Dokumentarfilm von Christoph Kirchner über die große Anti-Atom-Demo zum 25. Jahrestag der Tschernobyl – Katastrophe gezeigt. Rund 15000 Menschen hatten sich im Vorjahr in Bergrheinfeld versammelt, um den Ausstieg aus der Atomenergie einzufordern.

Zum Programm:
Redebeitrag:  Erich Waldherr, Energiereferent der Kreisgruppe des BN Schweinfurt
Nachdenkliche Texte: Babs Günther, Sprecherin des SW Aktionsbündnis gegen Atomkraft
Musik: Daniel Knoche, Leo Schabe und Paul Petersen von  „Die klassische Alternative“
Vorstellung von Messgeräten für radioaktive Strahlung durch Mitglieder der Bürgeraktion Müll und Umwelt



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