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Auf dem Bild der neue Vorstand - hinten von links: Detlev Reusch, Beisitzer - Erich Rößner, stellvertretender Vorsitzender - Edo Günther, 1. Vorsitzender; vorne von links: Claudia Gräf-Ott, Beisitzerin - Kornelia Rößner, Delegierte - Mica Steinbach, Schriftführerin - Margit Hettrich, Schatzmeisterin - Ute Höfner, stellvertretende Schatzmeisterin Nicht auf dem Bild: Babs Günther, stellvertretende Delegierte, Manfred Deppert Kassenprüfer

Das wahre „Grüne Gewissen“: BUND Naturschutz Kreisgruppe Schweinfurt wählte die Vorstandschaft neu


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KREIS SCHWEINFURT – Nach mehreren Corona-bedingten Absagen und Verschiebungen konnte die Kreisgruppe Schweinfurt des BUND Naturschutz (BN) Mitte Juli wieder eine Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen abhalten.

Im Rahmen der Versammlung referierte Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN, wie man die Klimakrise bewältigen und mit erneuerbaren Energien sicher in die Zukunft gelangen kann.


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Hierzu ist ein massiver Zubau von Windkraft und Photovoltaikanlagen (PV) notwendig. Für die Windkraft sind alle bereits planerisch festgesetzten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete zu nutzen unter Wegfall der 10-H-Regelung. Bei den PV-Anlagen muß die Devise lauten: Soviel Dachanlagen wie möglich und so viel Freiflächen-PV-Anlagen wie nötig“.


In allen Fällen sind die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen. Landwirtschaftliche Flächen dürfen nicht über Gebühr in Anspruch genommen werden. Eine vom BN favorisierte Lösung sind die sogenannten Agri-PV-Anlagen. Die Fläche unter den Modulen wird dabei weiterhin landwirtschaftlich genutzt. Eine Beschattung durch die Module hat zur Folge, daß die Böden darunter weniger schnell austrocknen. Ertragseinbußen durch die Unterkonstruktion dieser Anlagen werden somit mehr als ausgeglichen.

Geilhufe ging mit Windkraftgegnern hart ins Gericht, welche mit falschen Behauptungen zum Thema Vogelschlag immer wieder Stimmung gegen Windräder erzeugen. Aktuelle Forschungsergebnisse belegen eindeutig: Vogelverluste sind artspezifisch zu betrachten und haben vielfältige Ursachen. Nach neueren Zahlen betragen die jährlichen Verluste durch Glasflächen an Gebäuden mit 100 Mio. – 115 Mio. Vögel mehr als das 300-fache gegenüber Windkraftanlagen (100 – 300.000 Exemplare bei annähernd 30.000 Windkraftanlagen)!

An Stromleitungen verenden jährlich ca. 7,5 Mio. Vögel. Je nach Quelle werden die Verluste durch den Verkehr zwischen 10 Mio. und 70 Mio. beziffert. Noch gravierender als die Verluste durch diese technischen Strukturen stellen sich andere Faktoren dar. Zu nennen sind Freßfeinde und die Vernichtung sowie Belastung von Lebensräumen.

Als vollkommen untauglich und am Problem vorbeigehend bezeichnete der alte und neue Kreisgruppenvorsitzende Edo Günther die Diskussion um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke. Besonders scharf kritisierte er Politikerinnen und Politiker, welche in den letzten Jahren und Jahrzehnten den Ausbau der erneuerbaren Energien blockiert haben und nun nach Atomkraft schreien. Gerade durch deren Verhalten ging nicht nur wertvolle Zeit im Kampf gegen den Klimawandel verloren sondern auch über 150.000 Arbeitsplätze auf dem Sektor der erneuerbaren Energie. Fachkräfte, Know-how und Kapazitäten, welche uns in Deutschland nun fehlen.

In seinem Bericht über die Tätigkeiten der Kreis und Ortsgruppen ließ Günther keinen Zweifel aufkommen, wer das wahre „Grüne Gewissen“ ist, ein Begriff, mit dem sich manche Politikerinnen und Politiker nur allzu gerne zu schmücken versuchen. Er dankte zudem den zahlreichen Helferinnen und Helfern, welche in unermüdlichem Einsatz Amphibien sicher zu deren Laichplatz getragen haben, die sich am Tagfaltermonitoring auf dem Brönnhof oder an einem der Pflegeeinsätze der Kreis- und Ortsgruppen beteiligten, um nur einige zu nennen. Als nicht hinnehmbar bezeichnete er den Flächenverbrauch, wie er gerade in vielen Gemeinden im Landkreis Schweinfurt erfolgt oder geplant ist, z.B. Norma in Gerolzhofen.

In den Ruhestand verabschiedet wurde Mica Steinbach, welche 32 Jahre hauptamtlich in der BN-Geschäftsstelle beschäftigt war. Nachfolger mit einer höheren Anzahl an Arbeitsstunden ist seit Mitte Oktober Richard Lindner.

Im Amt bestätigt wurden: Edo Günther, 1. Vorsitzender; Erich Rößner, stellvertretender Vorsitzender und Delegierter; Margit Hettrich, Schatzmeisterin und Mica Steinbach, Schriftführerin. Neu im Kreisgruppenvorstand sind: Kornelia Rößner, Delegierte; Claudia Gräf-Ott, Beisitzerin; Detlev Reusch, Beisitzer und stellvertretende Delegierter; Ute Höfner, stellvertretende Schatzmeisterin/ Delegierte; Babs Günther stellvertretende Delegierte. Nicht mehr zur Wahl stellten sich Manfred Dippert, Richard Lindner, Gerhard Röthlein und Erich Waldherr.

Auf dem Bild der neue Vorstand – hinten von links: Detlev Reusch, Beisitzer – Erich Rößner, stellvertretender Vorsitzender – Edo Günther, 1. Vorsitzender; vorne von links: Claudia Gräf-Ott, Beisitzerin – Kornelia Rößner, Delegierte – Mica Steinbach, Schriftführerin – Margit Hettrich, Schatzmeisterin – Ute Höfner, stellvertretende Schatzmeisterin
Nicht auf dem Bild: Babs Günther, stellvertretende Delegierte, Manfred Deppert Kassenprüfer

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