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Das Weihnachtshaus in Weinbergslage: Sigrid Loomis und Reinhold Henneberger haben ihre Leidenschaft in den USA entdeckt


Frankens Saalestück

SCHWEINFURT – Wenn man von Schweinfurt aus über die B 26 Richtung Schonungen fährt, dann sticht in den dunklen Stunden vor und nach dem Fest ein Haus heraus, das ganz besonders toll geschmückt ist und leuchtet. Sigrid Loomis und Reinhold Henneberger haben ein Weihnachtshaus mit tollem Schmuck und außergewöhnlicher Beleuchtung. Schon Ende Oktober startet stets die Zeit des Dekorierens.

Die Leidenschaft erwachte durch die Vereinigten Staaten. „Ich war lange mit einem Amerikaner verheiratet. Später war ich mit meinem Lebensgefährten zu Besuch in den USA. Und da haben wir an Weihnachten die Lichter gesehen“, erzählt Sigrid Loomis, wie es denn dazu kam, dass ihr Heim nun als echtes Weihnachtshaus bestaunt werden kann. Mit ihrem Partner Reinhold Henneberger besuchte sie drüben ihre Töchter. „So möchte ich mein Häuschen auch haben“, sagte Henneberger damals. Über 20 Jahre ist das nun schon her. Seitdem starten im Oktober bereits die weihnachtlichen Vorbereitungen vor allem für den 65-Jährigen. „Mittlerweile brauche ich rund dreieinhalb Wochen dafür“, sagt Henneberger. So früh geht´s vor allem deshalb los, damit er bei eventuellen Problemen mit der Elektrik noch reagieren und reparieren kann. Der Aufbau der Figuren ist eher Routine.





An Muttertag oder zu den Geburtstagen gibt´s meistens Post aus den USA mit neuem Lichterschmuck. Denn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten liebt man es, wenn es im Winter glitzert und leuchtet. „Seit ein paar Jahren kaufen wir auch in Deutschland“, erzählt Sigrid Loomis. Doch die meisten der vielen Figuren sind aus Amerika. Der Schneemann, das Rentier, die Kerzen, das Motorrad mit dem Nikolaus – auf 50 bis 60 Motive bzw. Lichterketten haben sich die Anschaffungen summiert. Jeweils sind es bis zu 120 Lichter pro Figur. Einen neuen Schlitten schickte die Tochter per Schiff nach Schweinfurt. Mittlerweile denken diesbezüglich auch die Enkel an ihre Oma. Eine Krippe kaufte sich das Paar in Deutschland, sie alleine kostete rund 700 Euro. „Dafür raucht und trinkt mein Mann nicht“, lacht die 70 Jahre alte Loomis.


Früher sind beide gerne in der Schweinfurter Wohnsiedlung für Amerikaner herumgefahren, was mittlerweile aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich ist. „Doch die Amis machen auch gar nicht mehr so viel“, weiß Henneberger von Firmen in den USA zu berichten, die es mittlerweile gar nicht mehr gibt. „Und deshalb bekommen sie auch nicht mehr das, was sie gerne hätten.“ Das betrifft auch das Paar an der B 26. Die Stieftochter wollte an sich einen Schlitten schicken mit sechs Rentieren. Drei davon sind schon da, die anderen drei wären auch nicht das Problem. „Doch der Schlitten steht momentan nicht zur Verfügung. Dabei wäre das mein Traum, wenn er schräg auf dem Dach Richtung Himmel steht…“, schwärmt der 65-Jährige von seinen weiteren Vorhaben. Das will er noch realisieren, „wenn ich dann noch auf das Dach komme“, lacht der Weihnachtsfan, der sich extra eine neue Leiter zum Aufstellen gekauft hat. Mit der alten zum Anlehnen war´s dann doch ein bisschen gefährlich.

300 bis 400 Euro mussten beide früher schon mal an Stromkosten nachzahlen für das Jahr. „Jetzt aber haben wir alle Lampen gewechselt und energiesparende eingesetzt“, berichten sie. Nun sind es nur noch um die 150 Euro an Mehrkosten zwischen dem ersten Advent und dem Drekönigstag. So lange leuchtet das Haus auf alle Fälle. Loomis und Henneberger achten bewusst darauf, dass man es von der Straße bestens sehen kann. Deshalb sorgt die Zeitschaltuhr auch dafür, dass die Lichter nicht nur vom Einbruch der Dämmerung bis kurz nach Mitternacht leuchten, sondern auch zwei Stunden frühmorgens von 5 bis 7 Uhr. Wer dann auf die Arbeit fährt, darf staunen. Seine Thuja-Hecken hat Henneberger entfernt und an der Stützmauer nach unten einen Plattenweg verlegt. „Damit die Figuren besser zur Geltung kommen“, erklärt er.

Einst wohnten beide in Wildflecken. „Doch mein Lebensgefährte arbeitete damals in Würzburg, das war von dort zu weit. Dann hat er das leer stehende Häuschen gesehen“, sagt Sigrid Loomis. Seitdem wohnen beide unterhalb der Weinberge. Ludwigsbrunnen 999 lautete die damalige Adresse, die es so nun eigentlich nicht mehr gibt. Der Briefträger wagt sich nicht mehr so gerne an die viel befahrene Straße, weshalb das Paar ein Postfach hat. Die andere Post wird seitdem an die „Mainberger Straße 999“ gesendet. Dort sind ab Advent die Zäune und eigentlich die ganze Hausfront sowie Bäume und gar der Flieder mit bunten Eiszapfen in grün, blau oder rot geschmückt. Auch zu der Zeit, wenn Sigrid Loomis und Reinhold Henneberger ganz traditionell fränkisch das Weihnachtsfest feiern. Meistens zu zweit, weil die Kinder ja weit verstreut sind. Dann gibt´s auch schon mal einen Truthahn, den die Amerikaner an sich zu Thanksgiving, also zum amerikanischen Erntedankfest im Oktober verspeisen.


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