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Dem Auto Platz wegnehmen und „Umparken im Kopf“: Holger Laschka fordert eine fahrradoptimierte Stadt Schweinfurt


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SCHWEINFURT – Holger Laschka, Stadtrat vom Bündnis 90/Die Grünen, wird mit einem Debattenbeitrag zur Beratung des Schweinfurter Radverkehrskonzepts im Bau- und Umweltausschuss am Donnerstag, 9. Juli 2020, eine fahrradoptimierte Stadt Schweinfurt fordern.

Laschkas Antrag / Beitrag:


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Jedes dritte in Deutschland verkaufte Fahrrad ist ein E-Bike. Fahrrad-Leasing und Jobräder sind im Trend, Arbeitgeber geben Dienstradzuschüsse. Immer mehr Menschen pendeln mit dem E-Bike zur Arbeit und genießen das entspannte und nahezu anstrengungsfreie Fortkommen. Die Verkehrswende kommt auf zwei Rädern rasant voran, auch Schweinfurter Unternehmen profitieren davon.


Die schöne neue Zweiradwelt hat nur einen Haken: In Schweinfurt ist dieser stetig wachsende Kreis neuer, flotter und umweltbewusster Verkehrsteilnehmer nicht willkommen. Die traditionell autooptimierte Stadt ist für Fahrradfahrer nicht gebaut. Es wird verzweifelt und mit meist bescheidenem Erfolg versucht, den Radlern Teile von Gehwegen abzutrennen, sie auf der Straße in einem schmalen Streifen zwischen (Auto-) Fahrspur und Entwässerungsrinne zu führen oder sie zwischen Fahrbahn und kombinierten Geh- und Radwegen hin und her pendeln zu lassen.

Zahllose Gefahrenstellen säumen den Weg des Radfahrers in Schweinfurt: abrupte Fahrradwegenden, Baustellen ohne Fahrradumführung, Hindernisse im kombinierten Geh- und Radweg, zu hohe Kanten beim Wechsel von der Straße auf den Fahrradweg, Hof- und Unternehmensausfahrten über Rad-/Gehwege, fehlende Fahrradwegabschnitte auf verkehrsreichen Straßen, im Radweg parkende Autos…. Menschen ohne Knautschzone, die mit heutigen E-Bikes spielend mit 25 Stundenkilometern unterwegs sind, werden hier beträchtlichen Gefahren ausgesetzt.

Solange wir bei der Verkehrsplanung in Schweinfurt weiter vom Auto her denken und Fahrradfahrer nur als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse mitplanen, werden wir die fahrradfreundliche Stadt nicht hinbekommen. Wir brauchen eine planerische Disruption im Straßenraum; dieser muss entsprechend den neuen verkehrlichen Gegebenheiten und alten Bedürfnissen der Fahrrad-Community neu aufgeteilt werden. Deutlicher: Wir müssen dem Auto Platz wegnehmen und dem Fahrrad Platz geben.

Durchgängige Radwege im Straßenraum sind auf den Hauptverkehrsadern durch unsere Stadt schlicht Pflicht und können in Kombination mit einer Pedelec-optimierten Ampelschaltung den Rad- und Automobilverkehrsfluss verbessern. Die Sicherheit der Radfahrer muss Vorrang haben vor dem Tempobedürfnis der Autofahrer; wo dies nicht gewährleistet ist, müssen Tempobeschränkungen eingeführt werden. Und: Radfahrer brauchen auch eine eigene und sichere Einstell-, Lade- und Serviceinfrastruktur in der Stadt.

Das bisherige Radverkehrskonzept – wenngleich mit bestem Willen der städtischen Verwaltung und der Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger entwickelt – wird dieser Vision von einer fahrradfreundlichen, am liebsten von einer „auch fahrradoptimierten“ Stadt, noch nicht gerecht. Es braucht noch etwas Schubkraft zur Antriebsunterstützung, etwas mehr Fahrrad-Goodwill bei unseren Verkehrsplanern und letztlich bei allen ein „Umparken im Kopf“, wie es ausgerechnet der Automobilhersteller Opel vor sechs Jahren in einer preisgekrönten Werbekampagne gefordert hat und wie es jetzt hervorragend für die Zukunft des Radverkehrs in Schweinfurt passt.



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