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Der Hausbock ärgert Hausens Kindergarten: Billiglösung, Generalsanierung oder Neubau?


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HAUSEN – Gleich aus zwei Gründen ist die Unterstützung von Innenstaatssekretär Gerhard Eck beim Caritis-Kindergarten St. Josef in Hausen bei Schonungen gefragt. Zum einen kennt sich der Politiker aus seinem früheren Beruf und einer eigenen Baufirma mit Schäden an Gebäuden aus. Zum anderen hat er als Abgeordneter natürlich beste Kontakte nach München zu eventuellen Fördergeldern des Freistaates. Pfarrer Thomas Amrehn und Gemeinderat Georg Brückner informierten Eck vor Ort über das Problem.

Das 1947 erreichtete Gebäude wurde nämlich quasi über Nacht zu einem Problemfall. Ein Holzwurm, der sogenannte Hausbock, hat das Gebälk befallen und sorgt als Schädling dafür, dass an dem Dach unbedingt etwas gemacht werden muss. Die momentan 27 Kindergartenkinder (ab September werden es sogar noch etwas mehr) wollen gerne ohne Schädling und ohne Schaden in dem 1988 teils sanierten Gebäude leben.


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Um die 150.000 Euro würde die billigste Lösung kosten. Mit einem so genannten „Begasen“ hat Gerhard Eck früher zwar die besten Erfahrungen gemacht. „Das funktioniert. Aber alleine der Name schreckt die Eltern natürlich ab“, gibt der Politiker zu. Zudem wäre das Gebäude danach noch immer alt, nicht energetisch saniert und wäre kein Platz für eine notwendige Kindertagesstätte („U3“), die möglichst angegliedert werden soll. Etwa 800.000 Euro sind veranschlagt, informiert Pfarrer Amrehn, wenn das Gebäude generalsaniert wird. Alleine: Auch dann ist es noch nicht größer, müsste zudem quasi zum Rohbau zurückgebaut werden. „Da sind die Kosten zu hoch, das man über einen Neubau nachdenken sollte“, sagt der Pfarrer, der nach 14 Jahren in der Gemeinde Schonungen bald nach Spiesheim wechselt.


Variante drei: Ein Neubau für rund 1,2 Millionen Euro. Die Diozöse signalisierte bereits die Bereitschaft, ein Drittel der Kosten zu übernehmen. Ein weiteres Drittel müsste dann die Kommune tragen, was bei der bekannten Finanzlage der Gemeinde Schonungen schwer vorstellbar ist. Das letzte Drittel könnte die Lebenshilfe Schweinfurt übernehmen. Denn mit der zusammen läuft im Kindergarten in Hausen ein Modellprojekt „Integration durch Kooperation“. Kinder mit und ohne Behinderung besuchen gemeinsam den Kindergarten.

Die Befürchtung der Häusinger momentan: Die Kindergarten muss wegen des Hausbocks geschlossen werden – und es gibt keinen Neubau. „Der jetzige Standort ist nicht der glücklichste“, weiß Gerhard Eck um die Lage auf dem Berg. Unten im Dorf gibt es bereits ein geeignetes Grundstück für einen ebenerdigen Kindergarten. Der Bedarf ist dank zahlreicher Kinder die nächsten Jahre groß – und durch das gut laufende Integrationsprojekt ohnehin. 325 Kindergartenplätze hat die Gemeinde Schonungen insgesamt. 277 davon sind zwar nur belegt – doch eine Verlagerung der Kinder von Hausen ins Oberland nach Reichmannshausen oder Löffelsterz, wo im Gegensatz zu Mainberg oder Forst noch Plätze frei sind, ist keine Alternative. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, weiß der CSU-Orstvorsitzende Roland Frühwacht. Gerhard Eck wird versuchen, den Häusingern zu helfen.

Unser Bild vor dem Gebäude zeigt Innenstaatssekretär Gerhard Eck (rechts) zusammen mit Pfarrer Thomas Amrehn (Bildmitte) und CSU-Bezirksgeschäftsführer Georg Brückner (links), der gleichzeitig in Hausen wohnender Gemeinderat ist.


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