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Der Höhenflug des FC Schweinfurt 05: Warum Havelse trotzdem noch kein Thema ist – MIT VIELEN FOTOS UND VIDEO!


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ASCHAFFENBURG / SCHWEINFURT – Seit Samstagnachmittag wissen die Schnüdel, dass sie kommende Fußball-Saison nicht auf den FC Bayern München treffen wollen und das auch nicht müssen. Also: Auf die kleinen Bayern, die wie Unterhaching in die Regionalliga Bayern abgestiegen sind. Wenn alles so weiter läuft wie zuletzt, dann kann der FC 05 bis Mitte Juni diese Spielklasse verlassen.

Der 2:0-Sieg in Aschaffenburg beeindruckte auf eine andere Art als das 2:1 gegen Bayreuth vier Tage zuvor. Weil die Partie eine komplett andere war. Vor den Augen des momentan mächtigsten Mannes im Deutschen Fußball, Dr. Rainer Koch, der mit dem DFB-Dienstwagen vorfuhr, „hat heute eine Mannschaft sehr wenig für das Spiel getan“, fand Schweinfurts Coach Tobias Strobl. „Aschaffenburg hatte fünf Innenverteidiger in der Anfangself und stand tief“, setzte auf Standards, vor allem gefährliche Einwürfe.


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Und der FC 05 musste geduldig spielen, tat das auch, traf nach einer halben Stunde durch den eiskalten Martin Thomann auf Vorarbeit von Amar Suljic, ließ ganz wenig bis nichts zu. Hinter verteidigte Philipp Maier statt Nico Rinderknecht, zehn Mann in der Startelf blieben unverändert. Und nach dem Wechseln bedeutete ausgerechnet ein Standard die Entscheidung, als Daniel Adlungs Eckball den eingewechselten Lukas Ramser traf.


Dazwischen visierte Martin Thomann auch mal mal die Latte an. Soll heißen: So richtig gefährdet war der Sieg nie. „Schweinfurt war die bessere Mannschaft. Wir haben alles versucht, deshalb sind wir auch nicht ganz so traurig“, so Viktoria-Coach Jochen Seitz, „wenn wir die schlagen, dann müssen wir schon auf Top-Niveau sein. Wir haben es defensiv gut gemacht, aber ab der 65. Minute haben die Körner nachgelassen. Und das hat der Gegner ausgenutzt“, weiß Seitz.

„Wir haben uns wieder zu wenig mit Toren belohnt. Aber das ist nach zwei Spielen das einzige Manko. Ansonsten haben wir sehr, sehr viel richtig gemacht“, lobt Strobl. Was er weiß: „Ich habe keine Angst, dass die Jungs feiern. Wir freuen uns, wissen aber, dass wir noch nicht durch sind“. „Der nächste Schritt ist gemacht“, ergänzt Vorstand und Geschäftsführer Markus Wolf, „aber wir werden nun den Teufel tun und in Euphorie zu verfallen. Auch wenn wir die ersten zwei Hausaufgaben souverän gelöst haben.“

Schaut man schon auf Havelse als Gegner in den Aufstiegsspielen? „Die Trainer nicht, denn wir sind ja nicht überheblich. Ich und Robert Hettich kucken natürlich schon“, zieht Wolf den sportlichen Leiter mit ein bei den Blicken auf den Nord-Vertreter. „Für Havelse haben wir nach dem 1. Juni noch tagtäglich Zeit bis 12. Juni“, weiß Strobl. Nun aber werfen die Schnüdel erstmal ein Auge auf die Partie Bayreuth gegen Aschaffenburg am Dienstag. Und wünschen sich – am liebsten wohl ein Remis.

Ein Aschaffenburger Sieg bei den Oberfranken würde über kommendes Wochenende den Ausgang offen halten. Bei einem Unentschieden hätte der FC 05 beide Füße bis auf einen kleinen Zeh in den Aufstiegsspielen. Gewinnen freilich die Bayreuther, dann spitzt sich die Lage nochmals gewaltig zu, dann würde der Altstadt vier Tage später schon ein 1:0 reichen, um gleichzuziehen und den direkten Vergleich mit Schweinfurt zu gewinnen. Dann hinge alles davon ab, wie die beiden restlichen Partien beider Teams gegen und in Aschaffenburg ausgehen. Doch soweit muss es ja nicht kommen.

Theoretisch bis fast praktisch könnte also mit einem Sieg in Bayreuth kommenden Samstag bereits die Meisterschaft gefeiert werden. „Wenn wir aber gegen Aschaffenburg danach zuhause alles klar machen könnten, dann würden da normaler Weise 10.000 Zuschauer kommen“, ärgern Markus Wolf die hohen Inzidenzwerte in Schweinfurt. Bei 146 liegen sie aktuell diesen Sonntag, damit ist man noch weit davon entfernt, auf Fans im Stadion hoffen zu dürfen. 250 durften ins Viktoria-Stadion hinein. Die Atmosphäre war so richtig gut. „Da war Leben drin. Verrückt, dass auch unsere Anhänger Stimmung gemacht haben. Das hat uns Rückenwind gegeben und getragen“, zeigte sich Tobias Strobl begeistert von der paar Handvoll Schlachtenbummlern hinter der einen Tortribüne.

„Auswärtssieg“, skandierten sie, während im Stadion nach Abpfiff Reinhard Fendrichs „Es lebe der Sport“ lief. „Er ist gesund und macht uns hart!“ Logisch, dass die gesamte FC 05-Delegation den Weg suchte zu den von der Polizei bestens bewachten Unterstützenden und man zusammen wenigstens ein bisschen feierte – auch wenn ein Tor mit Gittern beide Seiten trennte.

Ach ja: Ein Spiel gegen Bayern München wäre dem FC 05 nächste Saison freilich recht. Drei Siege noch im Ligapokal – und auf dem schnellsten Weg wäre die erste Hauptrunde im DFB-Pokal erreichbar. Verbunden mit der Hoffnung auf das größtmögliche Los und das Gastspiel des 41 Tore-Mannes Robert Lewandowski. Vielleicht sogar vor zahlreichen Fans Ende Mitte/August.

Die Schnüdel müssen erstmal „nur“ am Dienstagabend im Viertelfinale in Eichstätt siegen, hätten danach im Halbfinale gegen den Gewinner aus Burghausen – Buchbach genauso Heimrecht wie im Finale gegen den Sieger der bereits feststehenden Halbfinalpartie Bayreuth – Illertissen, die am 1. Juni stattfindet.

„Der ein oder andere wird mehr rotieren im Vergleich zu Dienstag auf Samstag“, kündigt Tobias Strobl an, „denn wir haben ja so viel Qualität im Kader. Der Fokus liegt nun komplett auf Eichstätt. Es sind nur drei Partien bis zum DFB-Pokal. Wir wollen dort gewinnen und treten auf keinen Fall mit einer Rumpfelf an“. Die Bedeutung ist auch Markus Wolf bewusst: „Klar ist das am Dienstag wichtig!“ Klar aber auch, dass „14 Spiele alle drei Tage für die Truppe“ schon ein bemerkenswerter Aufwand wären. Im besten Fall endet die Saison nach neun Partien, noch deren sieben, mit Aufstieg und Pokalsieg, wobei der Einzug in Hauptrunde eins notfalls auch danach noch über den BFV-Pokal möglich wäre.

Fußball, Meisterschaftsspiel der Regionalliga Bayern:
Viktoria Aschaffenburg – 1. FC Schweinfurt 05: 0:2 (0:1)
Schweinfurt: Zwick – Maier, Billick, Haas (79. Scheithauer), Grözinger, Fery (79. Ramser), Böhnlein, Adlung, Suljic (62. Pieper), Thomann (88. Laverty), Jabiri (88. Marinkovic); Trainer: Strobl.
Tore: 0:1 Martin Thomann (29.), 0:2 Lukas Ramser (88.).
Zuschauer: 250.

Text, Fotos und Video aus Aschaffenburg: Michael Horling und Petra Moritz


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