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Der Kommentar zum FC 05: „Lasst doch mal den Markus machen!“


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Der vergangene Dienstagabend hat es gezeigt: Es ist einiges möglich beim FC 05. Nun gut, Pokal ist nicht alle Tage und um die 5000 Frankfurter Fans kommen auch nicht immer. Doch wenn man die abzieht, so waren es doch gut und gerne 10.000 Sympathisanten der Schnüdel, die im Stadion ein zumindest eine Stunde lang offenes Fußballspiel gegen einen Bundesligisten sahen und die vor allem von dieser einmaligen Atmosphäre im Willy-Sachs-Stadion schwärmten.

Wenn es denn mal richtig voll ist, dann erzeugt das – gerade unter Flutlicht – einfach Gänsehaut. Und ja: Es soll künftig wieder öfters mal voll werden. Am 7. April 2018 dürfte das erneut hinhauen. Egal, ob es im Regionalliga-Rückspiel gegen den TSV 1860 München um noch etwas geht oder die Löwen bis dahin schon fast Meister sind, so werden alleine tausende Anhänger aus der Landeshauptstadt den Gästebereich wieder füllen. Vielleicht kommt der Rivale ja auch noch mal im Pokal nach Schweinfurt, vielleicht bestreiten die 05er ein Landespokal-Finale in Schweinfurt. Auch da wäre sicher gut was los.





Welche Folgen ein Aufstieg in die 3. Liga haben könnte, sah und sieht man am Beispiel des ungeliebten Nachbarn in Würzburg. Um die 5000 Fans und mehr würden dann wohl immer kommen. Gegner aus dem Osten wie Rostock, Zwickau, Chemnitz, Jena, Erfurt, künftig vielleicht Cottbus anstatt Magdeburg, Karlsruhe, Münster, vielleicht Offenbach oder Uerdingen von unten, Fürth oder Kaiserslautern von oben, würden die Massen anlocken. Erst recht dann, wenn der FC 05 eine gute Rolle spielen könnte.


Es gibt ja schon Dauer-Optimsten, die voraussagen, dass nach den Würzburger Kickers und Jahn Regensburg diese Saison Unterhaching von der Regionalliga in die 2. Bundesliga durchmarschiert und dass dies nächste Saison den Münchner Löwen gelingt. Und danach dann den Schnüdeln. Sportlich machbar ist sowas also. St. Pauli, Dresden, der Nürnberger Club, Darmstadt oder gar Bremen, Köln oder Hamburg als Punktspiel-Gegner im Willy-Sachs-Stadion: Träumen darf man ja mal!

Bis dahin wäre es ein noch ganz weiter Weg. Aber es ist einer, den man sich vorstellen kann. Und er gehört in den Bereich der Visionen, wie Markus Wolf sie hat. Es ist an der Zeit, auch an dieser Stelle mal eine Lanze zu brechen für den Vorsitzenden und Hauptsponsor der Schnüdel. Wenn Schweinfurt dauerhaft Profifußball bieten soll und vielleicht sogar noch die ein oder andere Liga höher als momentan, so sollten sich jetzt alle dem Macher des FC 05 anschließen und ihn unterstützen. Auch wenn Wolf an seiner bisweilen fragwürdigen Außendarstellung noch ein bisschen arbeiten sollte. Was er aber gewiss tut.

Im Forum der Schnüdel wird gerade diskutiert. Ob denn die Stadt Schweinfurt nicht besser wieder mehr auf die Unterstützung des Sports setzen solle, anstelle teure und zu wenig besuchte Museen zu subventionieren. Wenn an einem kühlen Dienstagabend Ende Oktober 15.000 Menschen zu einer Freiluftveranstaltung zu pilgern bereit sind, dann spricht das ja dafür, dass die Region heiß ist auf Spitzenfußball. Ein bisschen mehr Hilfe aus dem Rathaus käme da gut. Nicht unbedingt zwingend finanziell. Aber beim Image der Stadt auch darauf zu setzen, Schweinfurt und den Fußball herauszustellen, der zweifelsfrei zu Ruhm in der Vergangenheit führte, wäre doch schon mal ein Ansatz.

Und ja: Das Willy-Sachs-Stadion ist nicht mehr zu 100 Prozent tauglich für Profifußball. Es hat aber ein dringend aufrechtzuerhaltendes Alleinstellungsmerkmal mit seinen Bäumen und dem Charme der früheren Jahre. Nur sah man am Dienstagabend, dass 15.000 Besucher die absolute Grenze sind. Ob man die historische Tribüne vergrößern kann und darf, ob an der Beschaffenheit der Stehränge etwas geändert werden könnte, das sollte geprüft werden. Ob man Plätze für VIPs schaffen kann, die halt nun mal etwas mehr Komfort verlangen. Immerhin denkt die Stadt ja anscheinend darüber nach, rund 200.000 Euro bereitzustellen für eine neue Anzeigetafel.

Kleinigkeiten aber sind sicher auf die Schnelle änderbar. Längst bot Markus Wolf (auf dem Bild neben Oberbürgermeister Sebastian Remelé) an, die Sitzplatzschalen der Tribüne auszutauschen. Auf eigene Kosten. Momentan sind sie alt, mit seltsamen Farben versehen. Es wäre ein Leichtes, grüne Plätze zu intallieren mit einem Schriftzug „FC SW 05“ in der Mitte der sechs Blöcke. Bislang lehnt die Stadt das ab, weil das Stadion eben ein städtisches ist und nicht die Arena der Schnüdel.

Doch genau in so einem Fall zeigt sich künftig, inwieweit Schweinfurt bereit ist für Veränderungen. Ein Signal nur an den Verein, und die Führungsspitze ist sicherlich bereit zum nächsten Schritt. „Lasst doch mal den Markus machen!“, das möchte man an dieser Stelle raten. Dann gibt´s vielleicht bald öfters mal solche Feiertage wie letzten Dienstagabend…

Michael Horling
redaktion@inundumsw.de


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