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Die Erhard-Family aus Üchtelhausen schreibt archäologische Geschichte


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ÜCHTELHAUSEN / BEHRUNGEN / WEIMAR – Die Üchtelhäuser Familie Elke, Andreas und Manuel Erhard entwickelt neue Bodendenkmalsparte mit innerdeutschem Grenzbezug

In den letzten Tagen wurden wiederum mehrere bauliche Zeugnisse der deutschen Teilungsgeschichte bei Behrungen und Mendhausen als Archäologische Bodendenkmale unter besonderen staatlichen Schutz gestellt.


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Wie das Thüringer Landesamt für Archäologie feststellt, handelt es sich bei den unter staatlichen Schutz gestellten Objekten  u.a. um Erdstellungen der DDR Grenztruppen. Diese Beobachtungs- oder Verteidigungsstellungen wurden bis in die 1980er Jahre genutzt. Auch Stellungen von DDR Grenzaufklärern sowie eine umfängliche Feldwache der 1960er Jahre wurden in die Denkmalliste des Landes Thüringen aufgenommen.


Hinzu kommen Aufklärungsstellungen sowie Wallanlagen mit Laufgräben, diese dienten den DDR Soldaten zur Überwachung der deutsch- deutschen Trennlinie.

Das archäologische Bodendenkmale mit innerdeutschen Grenzbezug unter staatlichen Schutz gestellt werden ist der Üchtehäuser Familie Erhard zu verdanken. Diese ist bereits seit dem 22. Dezember 1989 in den neuen Bundesländern tätig.

Ihr bürgerschaftliches Engagement um die Deutsche Einheit hat seither viele Facetten. Im Sommer 1999 kamen die Erhards auch in die Grabfeldregion. Die dem Verfall überlassene Grenzanlage bei Behrungen wurde gekauft und nach der ca. einjährigen eigenverantwortlichen Renovierung der Denkmalpflege zugeführt.  Heute ist die Gesamtanlage das Deutsch- deutsche Freilandmuseum.

Das Freilandmuseum zählt bereits als überregionale Landmarke, Gedenkstätte und Tourismusmagnet.
Die ehemalige innerdeutsche Grenze war zur Teilungszeit sehr umfänglich strukturiert, diese militärischen Vorgaben und Handlungsweisen drohten in der Zukunft unwiderruflich unterzugehen. Familie Erhards Vision stand schnell fest, der Grenzabschnitt 44 sollte umfänglich erforscht werden.

Neben zahlreichen Zeitzeugenbefragungen konnten Kartenmaterialien gesichtet werden und selbst Luftbilder kamen durch die Erhards zur Auswertung. Die Kerntätigkeit erstreckte sich jedoch auf die zahlreichen Feldforschungen im einstigen deutsch-deutschen Grenzverlauf.

Der Schulterschluss zwischen Baudenkmalpflege (oberirdische Anlagen) und Bodendenkmalschutz (unterirdische Relikte) stand hierbei außer Frage.

Nach langjähriger Überzeugungsarbeit und der Sensibilisierung der archäologischen Denkmalfachbehörde in Weimar durch Familie Erhard, erfolgte im Jahr 2003 die erste Ausweisung eines KFZ Sperrgrabens als Archäologisches Bodendenkmal.
In den weiteren Jahren kamen zahlreiche Schutzstellungen im gesamten Südthüringer Raum dazu.
Schutzstellungen von Archäologische Bodendenkmalen mit innerdeutschen Grenzbezug erfolgen seither nur im Bundesland Thüringen.  Die Ausweisungen durch die Landesfachbehörde für Archäologie erfolgen ausschließlich in Verbindung mit den Forschungen und Entdeckungen den Erhards.

Mit den neuesten Forschungsergebnissen konnte der ehemalige Grenzabschnitt 44 umfänglich nachvollzogen und die historischen baulichen Zeugnisse benannt  werden. Im Jahr 2014 werden die Forschungsergebnisse in Buchform von Familie Erhard veröffentlicht.


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