Home / Lokales / „Die Flächenanforderungen der Shopbetreiber haben sich in den letzten 10 Jahren geändert!“: Das ist der Grund für den Leerstand in der Stadtgalerie

„Die Flächenanforderungen der Shopbetreiber haben sich in den letzten 10 Jahren geändert!“: Das ist der Grund für den Leerstand in der Stadtgalerie


SKD

SCHWEINFURT – Ein Samstag in der Stadtgalerie, kurz vor Pfingsten. Draußen sind´s 25 Grad, drinnen gezählte 16 (!) Leerstände. Im Erd- und im Obergeschoss haben die Verantwortlichen in Schweinfurts Einkaufstempel die verschiedenen geschlossenen Läden mit bunten Dekorationen versehen, damit sie freundlicher erscheinen.

sw1.news stellte Centermanagerin Anica Helbing einige Frage – und sie hat sich gerne Zeit genommen und ausführlich geantwortet.


Anwälte Niggl, Lamprecht & Kollegen

* Haben wir richtig gezählt: Derzeit sind 16 Läden geschlossen?
Anica Helbig: Ja, es werden zur Zeit 16 Shops nicht betrieben. Jedoch sind diese 16 Shops nicht alle „Leerstände“. Die einzelnen Flächen sind unterschiedlich zu betrachten.
Teilweise haben wir unterschriebene Mietverträge auf den Flächen. Die zukünftigen Betreiber möchten nur noch nicht kommunizieren, dass sie einen Shop eröffnen. Dies ist dem geschuldet, dass die Umbauten erst im Hochsommer stattfinden. Die ersten Eröffnungen sind dann im Herbst diesen Jahres.
Es sind Flächen geschlossen, auf denen derzeit gebaut wird oder gebaut werden soll. Die Flächenanforderungen (z.B. Größe, Zuschnitt oder Lage) der Shopbetreiber haben sich in den letzten 10 Jahren geändert. Einige möchten größer werden, andere kleiner. Somit müssen wir erst optimale Flächen schaffen, dass die Shops bauen und eröffnen können.
Und dann gibt es tatsächlich Flächen, bei denen wir Gespräche führen, jedoch noch keine Unterschriften auf den Verträgen haben.

* Welche Ursachen stecken hinter den Schließungen?
Anica Helbig: Die Ursachen sind, dass die Stadtgalerie 10 Jahre alt ist. In der Regel laufen die Mietverträge 10 Jahre. Der Großteil der auslaufenden Mietverträge wurde bereits verlängert. Dies sind die Shops, die jetzt nach und nach für eine gewisse Zeit schließen und modernisieren Zum Beispiel Olymp, Vero Moda, Jack & Jones, Orsay.
Dann gibt es Shops, die Ihre Flächenanforderungen anpassen möchten. Zum Beispiel Apollo: Die letzte Fläche war einfach zu groß. Es wurde eine passende Fläche frei, also sind sie innerhalb des Centers umgezogen.
Und dann gibt es wiederum Shops, welche die Stadtgalerie verlassen möchten. Dies hat diverse Gründe: Der Personaleinsatz aufgrund der Öffnungszeiten, Änderungen im Kundenverhalten oder andere attraktive Flächen in der Innenstadt. Diese freiwerdenden Flächen versuchen wir dann wiederum mit Konzepten zu besetzen, die gut in das Center passen.


* Welche Shops erwartet die Besucher künftig an diesen Orten?
Anica Helbig: Das wird noch nicht verraten (lacht).

* Auffällig ist, dass der große tegut als einer der Ankerläden an den beiden Enden geschlossen hat. Wird es dort bald wieder Lebensmittel zu kaufen geben?
Anica Helbig: Über laufende Verhandlungen dürfen wir leider nicht sprechen. Wir werden es veröffentlichen, sobald Verträge unterschrieben sind. Nur so viel: Wir prüfen mehrere Optionen.

* Täuscht der Eindruck, dass die Zahl der Gastronomie-anbieter nochmals zugenommen hat?
Anica Helbig: Nein, die Anzahl der Gastronomiebetreiber ist leider gesunken. Uns haben zwei Bäckereien, Ditsch, Oliva und O’Briens verlassen. Dafür hinzugekommen ist nur Milok Burger.
In der heutigen Zeit unterscheidet man sich vom starken Online-Handel nur über echte Erlebnisse, die man für Besucher schafft. Das sind Events, tolle Dekorationen, Services und gastronomische Einrichtungen. Wir sind sehr stolz, auf die Auswahl und Abwechslung, die wir unseren Besuchern bieten können. Wir versuchen natürlich, die fehlenden gastronomischen Konzepte schnellst möglich auszugleichen.

* Kann man die Zahl der Besucher (täglich, monatlich, seit Eröffnung) beziffern und gibt es diesbezüglich eine Tendenz?
Anica Helbig: Über Frequenzzahlen sprechen wir grundsätzlich nicht. Ich kann Ihnen nur so viel sagen, dass die Frequenzen der letzten Jahre stabil sind. Natürlich gibt es immer wieder gute und nicht so gute Monate. Aufgrund der extremen Temperaturen im vergangenen Jahr, hatten wir 2018 kein so gutes Jahr. Seit November letzten Jahres haben wir jedoch stetig steigende Frequenzen. Das zeigt ganz deutlich, dass die Veränderungen im Haus neugierig machen und gerade die Umbauten der Shops sehr gut angenommen werden.

* Wie beurteilen Sie nach nun über zehn Jahren den Erfolg der Stadtgalerie Schweinfurt?
Anica Helbig: Die Stadtgalerie Schweinfurt ist ein schönes und nach wie vor modernes Center. Die aktuelle Zeit ist eine spannende Phase im Zyklus eines Shoppingcenters. Wir haben in den letzten Jahren erkannt, was sich unsere Kunden wünschen und haben nun die Möglichkeit, dies umzusetzen. Natürlich ist nicht immer alles perfekt (und das wird es nie sein), aber unsere Kundenbefragungen zeigen positive Feedback und eine steigende Zahl an regelmäßig wiederkehrenden Kunden. Unsere Aufgabe ist es nun, die Shops und das Center in die nächsten 10 erfolgreichen Jahre zu führen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!



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