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Die JU Schweinfurt präsentiert ein Positionspapier zum Thema „ÖPNV“


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Schweinfurt – Die Junge Union Schweinfurt beschäftigte sich in den vergangenen Wochen innerhalb einer Arbeitsgruppe mit dem Thema Nahverkehr und präsentiert nun ein Papier mit dem Titel „Ein moderner ÖPNV für Schweinfurt“.

„Für uns ist ein moderner Nahverkehr nicht nur aus Sicht der Jugend ein unerlässlicher Baustein für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung unserer Stadt“ schreibt die Junge Union in einer Presseerklärung. „Aus diesem Grund haben wir eine Arbeitsgruppe „ÖPNV“ ins Leben gerufen und zusammen mit Vertretern des RCDS an der Hochschule Schweinfurt verschiedenen Ideen und Anregungen rund um den Stadtbus in Schweinfurt ins Leben gerufen.“ Neben der internen Diskussion wurden auch Gespräche mit externen Fachleuten geführt deren Erfahrungen in das Positionspapier mit einfließen konnten. Als Ergebnis dieser Arbeitsgruppe konnte nun das Positionspapier „Ein moderner ÖPNV für Schweinfurt“ vom Vorstand der JU verabschiedet werden.


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Das Positionspapier ist bereits Herrn Thomas Stepputat als Geschäftsführer sowie Herrn Oberbürgermeister Sebastian Remele als Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke Schweinfurt GmbH und den Aufsichtsräten der CSU-Stadtratsfraktion zugegangen. Hier der Inhalt:


Ein moderner ÖPNV für Schweinfurt:
Die Stadtwerke Schweinfurt halten für die Bevölkerung aus Stadt und Landkreis Schweinfurt einen leistungsstarken Öffentlichen Personennahverkehr bereit. Auf über 30 Linien werden jährlich rund 10 Mio. Menschen transportiert. Dabei gilt die Taktung größtenteils als vorbildlich, die Tarife sind bayernweit mit am günstigsten. Dennoch nutzen in Schweinfurt prozentual vergleichsweise wenige Menschen die Angebote des ÖPNV. Die Junge Union Schweinfurt hat in einem Arbeitskreis ÖPNV verschiedene Vorschläge und Ideen entwickelt. Diese sollen dazu beitragen den Personennahverkehr in Schweinfurt attraktiver zu gestalten und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto in den Bus zu animieren.

Für uns junge Generation ist es dabei wichtig, dass jede Maßnahme unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vertretbar sein muss. Denn die Schulden der Stadtwerke von heute sind für uns die Fesseln des ÖPNV morgen.

1. Verkehrsverbund Mainfranken
Ein möglicher Beitritt zu einem Verkehrsverbund darf keine negativen Auswirkungen auf Angebot und Preisstruktur des ÖPNV in Stadt und Landkreis Schweinfurt haben. Der VVM (Verkehrsverbund Mainfranken) zählt bereits jetzt zu den teuersten Verkehrsverbünden in Deutschland, dieser Einfluss darf nicht auf die Schweinfurter Buspreise umgreifen. Aus Sicht der Jungen Union darf deshalb weder die Tarifhoheit, noch die Frage der Linienführung und der Taktung aus der Hand der Kommunalpolitik gegeben werden.

2. Optimierung der Buszeiten
Es ist nicht Aufgabe der Stadtwerke die Kunden zu erziehen, wann sie die Angebote des ÖPNV nutzen sollen. Vielmehr muss sich das Angebot der Nachfrage unterwerfen. Das Weggehverhalten aller Generationen hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Dieser Entwicklung sollte das Angebot der Fahrtzeiten in den Abendstunden an den Wochenenden Rechnung tragen. Auch zu speziellen Anlässen könnte ein Sonderlinienbetrieb den Fahrgästen den Umstieg vom Auto auf den Bus erleichtern.

· Zu Veranstaltungen mit großem Zuspruch aus der Bevölkerung sollte der Linienbetrieb im Stadtgebiet bis mindestens 1 Uhr aufrechterhalten werden. Hier denken wir an die lange Einkaufsnacht „Schweinfurt@night“, das Honky-Tonk oder auch das neue Stadtfest. Begleitet mit entsprechenden Marketingmaßnahmen im Vorfeld könnte diese Angebotserweiterung kostendeckend eingeführt werden.

· Darüber hinaus schlagen wir die Einführung von Nachtbuslinien vor, die von Donnerstag bis Samstag sowie an Abenden vor gesetzlichen Feiertagen im Anschluss an den regulären Fahrplan über drei bis fünf Linien die Stadtteile mit der Innenstadt verbinden und zwischen 22 und 2 Uhr maximal im Stundentakt fahren. Wie in anderen Städten auch wäre hier ein Nachtzuschlag denkbar. So könnten 2 Euro für die einmalige Fahrt und ein „Nachtschwärmer-Ticket“ zu 3,50 Euro für Hin- und Rückfahrt angeboten werden.

3. Optimierung des Fahrtkartensystems
Das Fahrkartensystem in Schweinfurt ist nicht mehr zeitgemäß und sollte durch ein modernes Fahrtkartensystem mit Automaten an den Haltestellen und den bekannten Vorverkaufsstellen ersetzt werden. Dadurch kann die Einstiegszeit an den Haltestellen verkürzt werden, Fahrgäste könnten vorne und hinten einsteigen und gefährliche Situationen für ältere Fahrgäste beim Anfahren des Busses vermieden werden. Gleichzeitig müssen die Angeboten der Bahn (Bayernticket, Schönes-Wochenende-Ticket) an den Automaten angeboten werden, damit die Akzeptanz der Vernetzung von Bus und Bahn in Schweinfurt weiter steigt.

4. Imagemaßnahmen
Wir sind der festen Überzeugung, dass die mangelnde Akzeptanz des ÖPNV auch im falschen Image zu suchen ist. Der Bus in Schweinfurt wird verbreitet als Transportmittel für Schüler und Senioren wahrgenommen. Andere Städte wissen um dieses Problem und begegnen diesem durch imagefördernde Maßnahmen in Kooperation mit Partnern. Folgende Ideen wären denkbar:
· Die Ansagen im Bus von Schweinfurter Kindern besprechen lassen.
· In Kooperation mit Kulturträgern (Disharmonie, Kulturamt, Kulturpackt) zu Veranstaltungen Lesungen oder Musikdarbietungen im Linienverkehr ermöglichen.
· Zu besonderen Anlässen mit Sonderpreisaktionen neue Kunden gewinnen. Beispielsweise an den Adventssamstagen den Einzelfahrschein als Tagesticket gelten lassen.
· Kostenlose Stadtpläne oder Imageprospekte der Stadt Schweinfurt im Bus auslegen.
· Kooperationspartner im Handel oder der Gastronomie gewinnen um den Bustickets (Nachtticket) einen Mehrwert zu ermöglichen (Rabatt auf Einkauf, Speisen oder Getränke).

5. Stadtbusse und die Hochschule
Schweinfurt ist eine der wenigen Städte Bayerns mit einer Hochschule aber ohne ein Semesterticket. Die allgemein bekannte Parkraumnot rund um die Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die angrenzenden weiterführenden Schulen in Kombination mit einem Semesterticket könnte den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV beschleunigen. Wir bitten daher die Stadtwerke Schweinfurt mit der Hochschulleitung und dem Studentenwerk in Kontakt zu treten um im Rahmen eines Pr-jektseminars den Bedarf eines Semestertickets wissenschaftlich zu untersuchen. Gleichzeitig sollte abgefragt werden, ob die Akzeptanz eines Semestertickets in Kombination mit Sondertarifen im Sport– und Freizeitbad Silvana gefördert werden kann. Parallel bitten wir die Stadtwerke zu überprüfen, ob die Busanbindung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und des neuen Campus II zu verbessern ist. Hier haben wir zwei konkrete Vorschläge:
· eine Direktbusverbindung vom Hauptbahnhof über das Schulzentrum West, die FH und die angrenzenden weiterführende Schulen bis zum neuen Campus II in den Hauptzeiten.
· eine Änderung der Linienführung der Linien 22, 23, 24 und 29 stadteinwärts nach der Haltestelle „Ignatz-Schön-Straße“ über den Campus II. Die Haltestelle „Friedrich-Ebert-Straße“ sollte durch eine neue Haltestelle am Campus II ersetzt werden. Die Linienführung würde dann über die Wilhelmstraße führen und bei der nächsten regulären Haltestelle „Kunsthalle“ wieder ihren ursprünglichen Verlauf nehmen.


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