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Die Üchtelhäuser Familie Erhard hat sich um das historische Erbe Deutschlands und Europas verdient gemacht


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ÜCHTELHAUSEN – Die Üchtelhäuser Familie Elke, Andreas und Manuel Erhard ist seit über drei Jahrzehnten um die Gestaltung der Einheit Deutschlands bürgerschaftlich tätig. Eine Fülle an gemeinnützigen und bundesweit einmaligen Projekten und Initiativen sind im Laufe der Jahre entstanden.

Es war der 22. Dezember 1989, ein eher trüber Donnerstag, als die Erhards den Weg in die noch DDR antraten. Zahlreiche Glücksritter und Visionäre aus der Alt-bundesrepublik nutzten damalig die Gunst der Stunde. Wie einst die Goldgräber und Neusiedler in den 1800 Jahren so beabsichtigten viele ihr finanzielles und persönliches Glück im neuen Deutschland zu finden. Für die Familie Erhard stand bereits zu diesem Zeitpunkt fest, man wolle an der sich abzeichnenden Einheit Deutschlands mitwirken. Staatliche Gelder sollten hierfür jedoch keine in Anspruch genommen werden.


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Genaue Vorstellungen, welche Projekte und Initiativen umgesetzt werden konnten, hatten die Erhards zu diesem Zeitpunkt, Anfang der 1990er Jahre noch nicht.


In diesen Jahren wurden nach politischen Willen sehr hohe Summen an Steuergelder für den sogenannten Aufbau Ost bereitgestellt. Bürgerschaftliches Engagement ohne Bezug von staatlichen Geldleistungen stand seinerzeit nicht ausdrücklich auf der Agenda zum Aufbau der neuen Bundesländer. Diese Situation änderte sich noch bis zur Jahrtausendwende und die bürgerschaftlichen Initiativen der Familie Erhard wurden auf einmal gefragt. Es waren die Reste der ehemaligen Grenzsperranlagen der DDR, welche ab 1999 in den Fokus der gemeinnützigen Aktivitäten gerückt wurden.

Die Grenzanlagen bei Behrungen/Thüringen sind heute das Deutsch-deutsche Freilandmuseum mit Mahn- und Gedenkstätte. Auch das Grenzdenkmal bei Gompertshausen, Berkach und Bad Colberg, alle in Thüringen gelegen, konnten in den Folgejahren erworben werden. Nach gründlicher Sanierung und zahlreicher Erhaltungsmaßnahmen durch die Erhards stehen alle Baulichkeiten der früheren DDR-Grenze unter staatlichen Denkmalschutz und sind unschätzbare Zeugnisse des historischen Erbes Deutschlands und Europas.

Innerhalb der Grenzturmruine bei Bad Colberg kommt der Naturschutzgedanke der Erhards voll zum Tragen. Es konnte innerhalb mehrjähriger Tätigkeiten ein Artenschutz-, Forschungs- und Fledermauszentrum realisiert werden. Immer wieder ist es das Engagement um die Umsetzung der Einheit des Landes.

Diesbezüglich erarbeitete und realisierte die Familie Erhard die Erlebnisstraße der deutschen Einheit. Innerhalb dieser touristischen Streckenführung werden auf ca. 2000 Straßenkilometer Grenzdenkmale, Erinnerungsstätten und Grenzlandmuseen erlebbar gemacht.

Aber auch ganz praktische Initiativen für jedermann wurden auf den Weg gebracht. So konnte eine „Rose der deutschen Einheit“ ausgesucht und gewidmet werden. Diese zweifarbige rot/weiße Beetrose soll an die Einheit Deutschlands erinnern, sie steht bereits in zahlreichen Gärten und Anlagen.

Heute sind 30 Jahre bürgerschaftliches Engagement um die Deutsche Einheit in das Land gegangen, Familie Erhard ist nicht müde geworden, ihre Visionen und Vorstellungen der 1990er Jahre umzusetzen. Eine unschätzbare Fülle an Wissen über die Zeit der Deutschen Teilung als auch der Denkmalpflege und dem Naturschutz entlang der früheren DDR-Grenze finden bundesweites Interesse.

Umfängliche Feldforschungen am deutsch-deutschen Grenzverlauf ermöglichten in den vergangenen Jahrzehnten tiefe Einblicke in den Aufbau der DDR-Sperranlagen.

Neben den zahlreichen Führungen und Exkursionen an den eigenen geschützten Grenzdenkmalen werden seit Jahren Seminare zur Thematik in Verbindung zu Bildungsstiftungen angeboten. Nicht zuletzt zählt das themenübergreifende publizieren von Buchdokumentationen zum Handlungsradius dieser unterfränkischen Ausnahmefamilie.

Auf dem Bild: Elke Erhard, Andreas Erhard, Manuel Erhard am Streckenverlauf der Erlebnisstraße der deutschen Einheit.
Bildautor: Deutsches Kuratorium e.V.

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