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Die Vorfreude auf „Stundenglas“ und Tarantinos Klopapier: Laurenz Films eröffnete ein Büro in der Innenstadt


Pressebeck

SCHWEINFURT – Die Stadt Schweinfurt und Filme – in diesem Zusammenhang fiel bislang eigentlich fast immer nur der Name Max Kidd, von dem man aber schon länger nichts mehr hörte. Nun aber das: Laurenz Films eröffnete in der Innenstadt in der Krummen Gasse sogar ein eigenes Büro. Und damit ein junges und ambitioniertes Filmteam aus Schweinfurt.

Patrick Melber ist der Geschäftsführer und Regisseur, Max Oppmann ist Cutter und vertont die Filme, Nicolas Lommatzsch kümmert sich als Buchhalter um die Finanzen. Nebenbei, da er in der Bank arbeitet. So wie auch Melber noch einen Teilzeit-Hauptjob hat. Einzig Oppmann soll die Sache demnächst möglichst hauptberuflich ausüben. Dazu kommt eine Crew bestehend aus einem Kamerateam, Licht- und Tontechnikern, Make Up Artists und Setdesignern. Unter anderen kümmert sich auch noch Christina Laible, die auf dem Bild zwischen Melber (mit Hut) und Oppmann zu sehen ist, um das Marketing und die Pressearbeit.


Hartmann




Ende Juli wurde die Laurenz Films GmbH offiziell gegründet. Doch schon vorher fielen Melber und sein Team auf. „The Curse“ hieß ihr erster abendfüllender Film, den sie sogar ins Kino brachten. Annährend 300 Leute sahen im Weltbio die Premiere des Streifens, den es danach auch noch auf DVD gab. „Für unseren ersten Film war der gut“, sagt Melber heute, weiß aber, dass er inzwischen viel dazu gelernt hat. Auch wenn das filmische Equipment mit rund 15.000 Euro an Wert sicherlich durchaus an unteren Grenzen liegt, was zu haben ist in der Branche. „Wir stehen aber auch erst am Anfang“, sagt der kreative Part des Unternehmens.

Ein Aftermovie des Stadtfestes Schweinfurt 2016, der Werbefilm für das Kosmetikstudio Cinderella und ein Imagefilm für den Uhrenhersteller Grand Pinot sowie ein weiterer Imagefilm für den FC Schweinfurt 05 beweisen das Können. Oder „Schwarz Weiß“, mit dem man am 99 Fire Films Award 2017 teilnahm und der an Ostern bei den Kurzfilmtagen im KuK gezeigt wurde.

Und auch der Trailer zu „Stundenglas“, einer Drama-Komödie verspricht einiges. Am Freitag, den 10. November, kommt dieser neue Film ins Weltbio. „Er ist zehn Mal besser, was Licht und Ton betrifft. Das wird ein cooles Ding“, verspricht Patrick Melber. Der große Saal des Kinos ist bereits ausverkauft, ein weiterer soll für die Premiere dazu kommen.

Mit rund 13.000 Euro ist „Stundenglas“ natürlich wieder ein Low Budget-Film. „Soviel Geld gibt ein Quentin Tarantino für sein Klopapier aus“, lacht Melber. Doch der Inhalt (viel mehr dazu vor dem Start auf diesem Portal!) verspricht einiges. Nicht nur das eine Mal, sondern vielleicht für eine ganze Woche soll der Film in Schweinfurt gezeigt werden. Dazu frankenweit in einiges Kinos der Region, vor allem in Bad Brückenau, wo viele der Szenen gedreht wurden. Es gibt sogar einen Soundtrack einer Band aus Baden-Württemberg („Sonic Insight“) mit Gesang der regional bekannten Franziska Fasel. Aufgenommen hat man in Hirschfeld im Tonstudio von Ted Garner alias Jürgen Gerner.

Sogar eine Popcornmaschine haben sich die Jungs für die Geschäftsräume in der Krummen Gasse ausgeliehen. Und zwar vom Rohbau, einem Modeladen in der Innenstadt. Popcorn und die Tüten dazu stammen aus dem Weltbio, die aufgestellten Kinostühle machen aus dem Raum einen kleinen Filmsaal. Alles sieht ein bisschen wie Kino im Kleinen aus bei Laurenz Films. Klar können die Macher von ihrer Leidenschaft (noch) nicht leben. Doch dafür wollen sie eben die Werbe- und Imagefilme für Firmen machen, drehen auch auf Hochzeiten und auf anderen Events, bieten Luftaufnahmen an. Ganz aktuell ist ein Imagefilm für die Firma Dorn-Bau in Poppenhausen entstanden. Für relativ kleines Geld (Melber: „Je nach Aufwand!“) kann man ihn und sein Team engagieren.

„Wir wollen Geld verdienen, aber natürlich auch Spaß haben“, sagt der leidenschaftliche Regisseur, der schon wieder Ideen hat „für drei weitere Kinofilme“. Einer ist bereits abgedreht. Im Herbst 2018 soll „Alone“ in die Kino kommen. „Es ist ein Psycho-Drama ohne Blut, das mit den Ur-Ängsten der Menschen spielt“, erzählt Melber. Der 29-Jährige lernte einst mal den Beruf des Kochs und wechselte dann in den Einzelhandel als Verkäufer.

Sein Traum: „Irgendwann wollen wir mal nur noch Kinofilme drehen!“ Aktuell ist das nicht realisierbar, doch der Fünf-Jahres-Plan sieht viele Auftragsarbeiten vor und zumindest einen großen Streifen nebenbei pro Jahr. Dabei würde Laurenz Film gerne raus kommen aus der Independent-Schiene, in der man als kleine Produktionsfirma natürlich steckt. Noch.

Mehr:
www.laurenz-films.de

Und hier der FC 05-Imagefilm:

Und hier der Trailer zu „Stundenglas“:


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