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Dringlichkeitsstufe eins: Gibt´s bald einen Schonunger Kreisverkehr am Ortsausgang B26 Richtung Haßfurt?


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SCHONUNGEN – Prall gefüllt ist die Akte „Kreisverkehr Buchental“: Bis 1999 lässt sich der Schriftverkehr und diverse Beschlussfassungen des Gemeinderats zurückverfolgen. Der Wunsch am Ortsausgang von Schonungen Richtung Hassfurt einen Kreisverkehr zu errichten ist kein Neuer. In einem Schreiben vom 14.02.2010 des Straßenbauamtes Schweinfurt wurde der Kreisverkehr im Bereich „Buchental“ als positiv angesehen. Jedoch wurde seiner Zeit nur eine ideelle Unterstützung seitens des Baulastträgers in Aussicht gestellt, sollten sich keine neuen Erkenntnisse ergeben. Die Gemeinde hätte den Bau des neuen Kreuzungsverlaufs komplett aus eigener Tasche stemmen müssen, obwohl die Trasse zwischen Schweinfurt und Haßfurt als Bundesstraße eingestuft ist und nicht in den Verantwortungsbereich der Großgemeinde fällt.

Das Thema „Kreisverkehr Buchental“ wird in nahezu jeder Bürgerversammlung von Anwohnern aber auch von Bürgerinnen und Bürgern aller Ortsteile thematisiert, wie aus den Protokollen zu lesen ist. Da rund herum in anderen Gemeinden in den letzten 13 Jahren etliche Kreuzungsneugestaltungen bei gefühlsmäßig weniger frequentierten Straßen vorgenommen wurden, zeigen die Bürgerinnen und Bürger unverständnis, so Bürgermeister Stefan Rottmann.


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Der Bereich „Buchental“ ist als besonders sensibel einzustufen: Er liegt im unmittelbaren Kreuzungsbereich zweier Bundesstraßen (B26/B303), sowie einer Autobahnauffahrt, was eine hohe Frequentierung der Straße zur Folge hat. Auch deswegen wagt Bürgermeister Stefan Rottmann einen neuen Vorstoß, um den Kreisverkehr nun endlich zu realisieren. In einem Schreiben an das staatliche Bauamt weist der Bürgermeister mit Nachdruck auf die Notwendigkeit eines Kreisels hin. Zwischenzeitlich wurde die Ortsverbindungsstraße Forst/Schonungen fertig gestellt, die ebenfalls in den Kreuzungsbereich „Buchental“ bzw. den dann zukünftigen Kreisverkehr mündet. Die letzte Stichstraße des Baugebietes „Forster Weg“ bzw. „Am Esel“ steht kurz vor Vollendung: Mehrere dutzend Einfamilienhäuser sind dort bereits entstanden und sorgen für zusätzliches Verkehrsaufkommen, was zum damaligen Zeitpunkt nicht kalkulierbar war. Als einzige Entwicklungsmöglichkeit für die Erschließung neuer Baugebiete im Gemeindebereich Schonungen/Forst bleibt das Gebiet Richtung Forst. Für die Zukunft gesehen werden, bei entsprechender Nachfrage, dort weitere Bauplätze entstehen.


Durch die besondere Breite und den geradlinigen Fahrbahnverlauf sind Geschwindigkeitsüberschreitungen am Ortseingang Schonungen aus Richtung Haßfurt kommend die Regel, sodass die Ein- und Ausfahrt von den Seitenstraßen erschwert wird. Die Gemeinde Schonungen wird kurzfristig eine Änderung des Flächennutzungsplanes für das geplante Gewerbegebiet „Tiefer Graben“ herbeiführen, um Märkte mit größeren Verkaufsflächen dort zu realisieren. Der Gemeinderat hat sich kürzlich für einen Investor entschieden, der Straße und Infrastruktur finanziert und das Areal von zunächst 30.000qm erschließt. Dort entsteht ein weiteres Einzelhandelszentrum und Handwerksbetriebe: Bewerbungen entsprechender Unternehmer liegen bereits vor.

„Wir sind entschlossen im Bereich ´Ortsausgang Schonungen´ Richtung Haßfurt einen Kreisverkehr zu errichten“, sagt Rottmann. Die Problematik ist leider, dass die Kommune aufgrund der Altlastkatastrophe Bedarfszuweisungen von rund 13 Mio. Euro für die Bewältigung der Sanierung erhält. Sollte der Kreisverkehr von der Fachbehörde nicht für notwendig erachtet werden, ist es für die Gemeinde schier unmöglich, selbst einen Kreisverkehr zu bauen. Zum einen fehlen Schonungen aufgrund der katastrophalen Haushaltslage die finanziellen Mittel, zum anderen würde Bürgermeister und Gemeinderat die Bedarfszuweisungen fahrlässig gefährden. So lange der Kreisverkehr durch den Straßenbaulastträger selbst für nicht notwendig erachtet wird, gibt es keine Chance der Realisierung.

Mit dem weitläufigen Wohngebiet Buchental, mit dem neu erschlossenen Wohnquartier „Am Esel“ bzw. „Forster Weg“, mit der neu geschaffenen Ortsverbindungsstraße Schonungen/Forst, dem bestehenden Gewerbegebiet „Goldellern“, dem nun absehbar entstehenden Gewerbepark „Tiefer Graben“ und den Verkehr vieler Pendler auf der B26 zwischen Schweinfurt und Haßfurt gibt es das Potenzial für einen Kreisverkehr, schreibt Bürgermeister Stefan Rottmann in einem Brief an das Straßenbauamt.

Rottmann sieht den richtigen Zeitpunkt für die Entstehung eines Kreisverkehrs für gekommen, da sich die Planer ohnehin mit dem Zufahrtsbereich zum neuen Gewerbegebiet „Tiefer Graben“ beschäftigen. Im Zuge der Erschließung der Flächen wäre es sinnvoll den Kreuzungsbereich gleich mit zu verändern. Für die Gemeinde geht es um ein ganzheitliches Konzept und somit um eine endgültige Lösung.

„Uns brennt das Thema Kreisverkehr unter den Nägeln: Im Jahre 1999 hat die Gemeinde Schonungen per Gemeinderatsbeschluss erstmals den Wunsch geäußert und sich seither in Geduld geübt“, analysiert Bürgermeister Stefan Rottmann. Zwischenzeitlich hat sich die Situation durch weitere Bebauungen und Erschließungen verschärft, weswegen er nun um ein positives Zeichen hofft.


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