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Eilantrag: SPD-Stadtrat Peter Hofmann will die Fällung der Pappel am Spitalseebunker verhindern


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SCHWEINFURT – Seitens des SPD-Stadtrats Peter Hofmann wird die Durchführung einer Schalltomographie an der Pappel am Spitalseebunker beantragt, um weitere Erkenntnisse über die Beseitigung oder andere erforderliche Maßnahmen an dem Baum zu erhalten. Um diesen Eilantrag geht es kommenden Dienstag im Stadtrat.

Gleichzeitig wird seitens Hofmann dargestellt, dass es sich nach eigenem Vortrag des Eigentümers des Spitalseebunkers lediglich um einen Astabbruch gehandelt habe, welcher nach einem Sturm auf dem Dach zu liegen kam. Die Schwarz-Pappel am Bunker des Spitalseeplatzes wird laut Stadtverwaltung, wie alle städtischen Bäume, jährlich durch den Servicebetrieb Bau und Stadtgrün kontrolliert. Ergeben sich bei dieser Kontrolle Mängel oder Auffälligkeiten, welche die Sicherheit der Bäume beeinträchtigen, werden notwendige Pflegemaßnahmen durchgeführt. Falls die visuelle Kontrolle nicht ausreichend sein sollte, werden im Einzelfall eingehende Untersuchungen veranlasst.


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Bei den durchgeführten Kontrollen, schreibt nun die Stadt in einer Beschlussvorlage, wurde seit 2015 an der Pappel der Befall durch den Hornissenglasflügler beobachtet. Bei der letzten Kontrolle des Baumes im Dezember 2019 konnte eine massive Zunahme des Befalls festgestellt werden. Derzeit sind ca. 45 Ausbohrlöcher am Stammfuß der Pappel vorhanden. Die Fraßgänge führen zu einer physiologischen Schwächung der befallenen Pappel und die Ausbohrlöcher sind Eintrittspforten für Fäulepilze. Nach einem Befall des Stammes durch mehrere Raupen wird der Stamm schnell durch Fäulnis befallen, wodurch die Bruchsicherheit beeinträchtigt wird. Da die Bohrgänge meist in den Wurzelbereich führen, verliert der Baum insbesondere seine Standsicherheit, die ermittelt wie gut ein Baum verankert ist. Erfahrungen des Sachgebiets Stadtgrün mit weiteren, bislang durch den Hornissenglasflügler befallenen Pappeln haben gezeigt, dass das Insekt sehr große Schäden an den Bäumen hervorruft.

Schalltomographische Verfahren ermitteln ein Querschnittsbild des Baumes in der Untersuchungsebene, sie können damit Aussagen zur Bruchsicherheit treffen. Durch eine Schalltomografie kann jedoch nicht die Standsicherheit, also wie gut ein Baum verankert ist, überprüft werden. Dies ist nicht möglich, da die Untersuchungsebene in diesem Fall im Wurzelbereich liegen müsste, was technisch nicht möglich ist.


Neben der Beeinträchtigung durch den Befall des Hornissenglasflüglers treten Grünastabbrüche an der Pappel auf. Unter dem Begriff „Grünastbruch“ versteht man das „Abbrechen einzelner gesunder und vollbelaubter Äste bei Windstille – nach Perioden längerer Trockenheit und/oder starker Hitze“. Synonyme für den Begriff „Grünastbruch“ sind „Grünastabbruch“, „Spontanbruch“, oder „Sommerbruch“. Der Abbruch des Grünastes erfolgt vorwiegend in der zweiten Tageshälfte an heißen Tagen. An den Ästen sind vor dem Abbruch äußerlich keine Schäden erkennbar. Auch die Bruchstelle zeigt in der Regel keine Anzeichen von Fäule oder anderer Defekte im Innern. Der Grünastbruch ist somit „unvorhersehbar“.

Grünastbrüche sind insbesondere an älteren Hybrid-Pappeln bekannt. Pappeln sind mit den artspezifisch geringen Elastizitäts- und Festigkeitseigenschaften ihres Holzes bei gleichzeitig hohem Frischgewicht in besonderem Maße für Grünastbrüche prädisponiert. In den vergangenen Jahren hatte der Baum, außer von dem Eigentümer genanntem Astabbruch, welcher auf dem Dach zu liegen kam, noch drei weitere Astabbrüche von armdicken Ästen. Diese Astbrüche geschahen nicht in Folge von Unwetterereignissen.

Da eine Schalltomografie weder die Standsicherheit durch den Hornissenglasflüglerbefall ermitteln, noch die Gefahr durch Grünastbrüche vorhersehen kann, ist das Verfahren nicht geeignet um Aussagen zur Erhaltungsfähigkeit der Pappel zu treffen. Finanzielle Auswirkungen wären bei Durchführung einer Schalltomographie Koten von ca. 500 €.

Der Antrag von Peter Hofmann vom 07.02.2020 wird also mutmaßlich am Dienstag abgelehnt. An der Pappel des Spitalseebunkers wird wohl keine Schalltomographie durchgeführt.

Hier noch der Eilantrag der SPD-Fraktion zur Fällung Pappel am Spitalseebunker

An Oberbürgermeister Sebastian Remelé Rathaus 97421 Schweinfurt

„Hiermit stelle ich folgenden ANTRAG:

Vor Beseitigung der oben genannten Pappel ist eine Schalltomographie einzuholen und dann über eine evtl. Beseitigung bzw. andere erforderliche Maßnahmen zu entscheiden,

Kosten: ca. € 500.-

Begründung: Der Schweinfurter Tageszeitung war zu entnehmen, dass die Fällung der Pappel beabsichtigt ist, was in der Bau- und Umweltausschusssitzung vom 06.02.2020 ausdrücklich bestätigt wurde. Dies wurde begründet mit erfolgtem Astabwurf und einem Befall durch Hornissenglasflügler. Dabei wurde besonders hervorgehoben, dass im letzten Jahr ein großer Ast ohne Unwettereinwirkung abgebrochen sei.

Zu letzterem ist zunächst zu bemerken, dass dies so nicht der Richtigkeit entspricht. Der Eigentümer des Spitalseebunkers hatte nach eigenem Vortrag das Dach des Bunkers nach einem Sturm inspiziert und festgestellt, dass der große Ast, um den es hier geht, vom Sturm auf das Dach geweht wurde und dort lag. Es war der Eigentümer, der diesen Ast dann vom Dach hinuntergeworfen hat. Dies war einige Tage nach dem Sturmereignis. Weiter teilt der Eigentümer mit, dass er, obwohl er das Gelände regelmäßig kontrolliere, keine Häufung von Astabfall feststellen konnte.

Es ist auch einschlägiger Literatur zu entnehmen, dass Hornissenflüglerbefall bei älteren Pappeln in der Regel bei entsprechender Behandlung keine Vollschädigung eines solchen Baumes mit sich bringt.

Wir sollten uns dahingehend einig sein, dass das Fällen eines solchen großen und örtlichkeitsprägenden Baumes immer nur das allerletzte Mittel sein darf. Es ist zu prüfen, ob hier nicht, falls ein Schaden vorhanden ist, eine Kronenkürzung nicht ein evtl. statisches Problem beheben kann.

Klarheit bringt hier die Durchführung einer Schalltomographie, die kostenmäßig sich mit einem Aufwand von ca. € 500.- in einem absolut vertretbaren Rahmen hält. „



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