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Ein wichtiger Motor im Zusammenwachsen des offenen Europas: Auszeichnung für die Städtepartnerschaft Gerolzhofen-Mamers


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GEROLZHOFEN – Tolle Auszeichnung für die Aktiven der Städtepartnerschaft zwischen Mamers (Frankreich) und dem unterfränkischen Gerolzhofen: Gemeinsam mit dem Partnerschaftskomitee Randersacker erhielt das Komitee der Städtepartnerschaft Gerolzhofen-Mamers den ersten Preis des Partnerschaftspreises 2018 des Bezirks Unterfranken.

Dieser Partnerschaftspreis ist insgesamt mit 5.000 Euro dotiert. Die Erstplatzierten erhielten jeweils 2000 Euro. Ausgezeichnet werden besondere Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene.





Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel ehrte die drei Preisträger in Anwesenheit des französischen Generalkonsuls Pierre Lanapats. Alle Projekte, bei denen regelmäßig auch die Zielgruppe „Jugend“ im Fokus steht, seien so überzeugend gewesen, dass sich die Jury entschlossen habe, zwei erste Plätze, einen zweiten, aber keinen dritten Platz zu vergeben, sagte Dotzel. Der zweite Preis ging an die Gemeinde Haibach (Landkreis Aschaffenburg), die beiden ersten Preise an das Partnerschaftskomitee Randersacker (Landkreis Würzburg) sowie an die Städtepartnerschaft Mamers-Gerolzhofen (Landkreis Schweinfurt).


Die Städtepartnerschaft Mamers-Gerolzhofen besteht seit 1972 und gewinnt ihren Schwung „nicht zuletzt dadurch, dass die städtischen Verwaltungen, aber auch die Vereine, die Feuerwehren oder die Schulen miteinander sehr gut vernetzt und verbunden sind“, lobte Dotzel. Die Städtepartnerschaft zeichne sich deshalb auch durch vielfältige Projekte im Jugendbereich aus, die die Zusammenarbeit der Jugendlichen fördere, Einblick in das Berufsleben gebe oder auch Jugendbegegnungen ermögliche.

Als Beispiele dafür verwies Dotzel auf den hervorragenden Schüleraustausch, auf die Aktivitäten der Fußballer oder Handballer beider Städte, das Denkmalcamp, aber auch den Austausch von Praktikanten seit dem Jahr 2009: So bieten städtische Einrichtungen wie Tourist-Information oder Stadtbibliothek mehrwöchigen Praktika für junge Menschen in der Partnerstadt an. Dies soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Daneben gab es auch heuer wieder mehrwöchige Praktika für Jugendliche aus Mamers in Gerolzhöfer Unternehmen: „Die Städtepartnerschaft zwischen Mamers und Gerolzhofen mit ihren Jugendprogrammen verdient daher den ersten Preis“, zitierte Dotzel die Jury.

Die Urkunden durften u.a. Gerolzhofens Bürgermeister Thorsten Wozniak und Komitee-Vorsitzende Anja Hümpfner entgegen nehmen.

Bürgermeister Wozniak betonte, dass die Städtepartnerschaften ein wichtiger Motor im Zusammenwachsen des offenen und befreundeten Europas waren und sind. Europa sei Vorbild für viele Regionen der Welt, das Fundament hierfür war und ist die deutsch-französische Freundschaft. Über sieben Jahrzehnte Frieden und Freiheit ist auch die Leistung der Politik, aber insbesondere ein Erfolg der Menschen, die sich bei Städtepartnerschaften und internationalen Freundschaften engagieren. Er dankte allen, die sich für ein gemeinsames Europa einbringen.

In seiner Ansprache hatte der Bezirkstagspräsident an die Hintergründe erinnert, die 1951 zur Gründung der so genannten Montan-Union und dann 1957 zu den Römischen Verträgen führten. „Seither haben wir es weit gebracht“, sagte Dotzel. Aber das müsse man hin und wieder deutlich machen, denn ausgerechnet die Europäer selbst hätten oft den Blick dafür verloren, im wahrscheinlich friedlichsten, stabilsten und wohlhabendsten Teil dieser Welt zu leben. „Nationale Eitelkeiten, unverantwortliche Egoismen und immer häufiger die Ansicht, es gehe auch ohne die europäische Solidarität, stehen seit etlichen Jahren auf der politischen Agenda“, so Dotzel. „Für mich – das sage ich ganz offen – ist das ein Spiel mit dem Feuer!“

Der französische Generalkonsul in Bayern, Pierre Lanapats, appellierte an die Preisträger, die Tradition des gegenseitigen Austausches „mit dem gleichen Engagement und der gleichen Großzügigkeit auch in Zukunft fortzuführen“, denn es seien insbesondere diese Partnerschaften, zwischen den Bürgern, die die deutsch-französischen Beziehungen so lebendig machten. Der Diplomat erinnerte in diesem Zusammenhang an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Marcron, die sich zu Beginn des Jahres für eine Fortschreibung des Elysée-Vertrages stark gemacht hatten: „Dabei soll dieser Gründungstext der deutsch-französischen Freundschaft an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden“, sagte Lanapats. Der Vertrag solle unter dem Motto der europäischen Solidarität stehen. Deutschland und Frankreich wollten somit gemeinsam neue Impulse geben, hin zu einer Freundschaft im Dienste Europas, sagte Lanapats.

Im Bild (v.l.): Siegfried Brendel (Vorsitzender der Städtepartnerschaft Gerolzhofen-Elek), Anja Hümpfner (Vorsitzende der Städtepartnerschaft Gerolzhofen-Mamers), Hannelore Hippeli (langjährige Vorsitzende der Städtepartnerschaft Gerolzhofen-Mamers), Bürgermeister Thorsten Wozniak, Beate Glotzmann (Leiterin der Tourist-Info Gerolzhofen), Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, Pierre Lanapats (französischer Generalkonsul in Bayern) und Bezirksrat Dr. Peter Motsch.

Foto: Dr. Mauritz, Bezirk Unterfranken


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