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Eine runde Sache? Die Schweinfurter Grünen-Stadträte regen ein Colani-Museum auf den Konversionsflächen an


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SCHWEINFURT – Sachlich und konstruktiv sei ihr Antrag gemeint, ein Colani-Museum auf Schweinfurts Konversionsflächen zu erstellen, so die beiden Grünen-Stadträte Marc-Dominic Boberg und Roland Schwab. Die herabsetzenden Bemerkungen in der Zeitung („wer war doch nochmal Colani?“) zeugten leider entweder von unvorstellbarer Unwissenheit oder gezielter Destruktivität, als Glosse seien sie grandios daneben. Das gäbe es leider immer wieder in Schweinfurts Politik- und Medienwelt. Es sei nur an die ersten Reaktionen auf Kurt Vogels Kreisverkehrsinitiativen oder diverse Fahrradwege oder die Fußgängerzone erinnert, schreiben die Grünen in einer Pressemeldung.

Erst jüngst am 02.08.2013 berichtete die Tageszeitung über das bemerkenswerte und für die Wissenschaft und das Industriedesign bedeutende Lebenswerk des Designers Luigi Colani. Dessen von organischen Formen geprägten Erfindungen seien ihrer Zeit oft weit voraus gewesen. Dies hätten seine zahlreichen Auftraggeber im In- und Ausland in den vergangenen Jahrzehnten wohl auch zu schätzen gewusst.  Obwohl die Vorteile nachweisbar gewesen wären, hätten wohl oft die optisch ungewöhnliche Formgebung eine vollständige Umsetzung in Serie verhindert.  Es gebe jedoch auch bereits viele positive Umsetzungsbeispiele. So beschäftige sich Colani seit langem damit, wie in der Wissenschaft der Bionik das Übertragen von Phänomenen der Natur auf die Technik möglich sei.



Laut Zeitung suche Colani nun einen Museums-Standort für sein Lebenswerk, denn ein zuerst in Karlsruhe geplantes Projekt sei gescheitert. Inzwischen bemühe sich auch eine italienische Insel – dank eines wohlhabenden Förderers – ernsthaft darum, Museumsstandort zu werden.


Für den Bündnisgrünen Marc-Dominic Boberg wäre es eine große Chance, Colani für Schweinfurt als Standort für sein Museum zu gewinnen. Wie so oft im Leben gelte es, eine Chance zu erkennen und mit Mut und eigenen Ideen ein derartiges Projekt anzugehen. Würde Colani selbst auch an dem Museumskonzept und dessen Architektur mitgestalten, sei es eine – für Colani typisch – „runde Sache“.

Seit Jahren bemühe sich Schweinfurt mit allen „Kunst“-Mitteln darum, das Image der reinen  Industriearbeiterstadt loszuwerden. Für Boberg wäre es nun schlichtweg einfach logisch, mit Colanis Museum eine sinnvolle Verbindung zwischen Industrie, Design und Kunst herzustellen. Der Standort Schweinfurt sei ideal. Die örtliche Industrie sei von Mobilität geprägt, wie Colanis Werk auch.

Das Museum Schäfer widme sich der deutschsprachigen Kunst des 19. Jahrhunderts. Die neue Kunsthalle präsentiere Kunst des 20. Jahrhunderts und mit einem Colani–Museum könnte die Brücke zur seit Generationen prägenden Schweinfurter Industrie geschlagen werden.

Eine eventuelle Kombination mit dem in dieser Stadt seit Jahren gewünschten und überfälligen Industriemuseum sei eine ebenso logische wie glückliche Kombination. Der Kultur- und Industriestandort Schweinfurt würde entscheidend gestärkt und weiter entwickelt. Es entstünden Impulse für die neue FH und eine Sogwirkung auf Schweinfurt für Touristen, Forschung und Industrie. Darum sei auch eine wissenschaftliche Abteilung an dem Museum sinnvoll. Nicht umsonst arbeitete Colani für BMW, VW, Boeing, Ford, Thyssen/Henschel, Citizen, Airbus, Adidas, Zeiss, Olympia und Harley. So entstanden Flugzeuge, PKW, LKW, Uhren, Porzellan, Züge, Motorräder, Schiffe und sogar die Polizei-Uniform der Hansestadt Hamburg.

Auch der Zeitpunkt scheine genau richtig. Denn gerade hätten sich Stadt, Fachhochschule und das Land Bayern für Erweiterung und Neuansiedlung eines i-Campus auf den Konversionsflächen an der Niederwerrner Straße entschieden. Dieses neue Projekt nun mit einem Colani-Museum zu verbinden sei eine ideale und logische Idee. Schließlich stünde alles für neue Ideen, Freiheit der Gedanken und Zukunft!  Die Stadt Schweinfurt und ihr Rat, das Land Bayern und die örtliche Wirtschaft seien nun gefordert, diese großartige Chance zu erkennen, zu wagen und zu realisieren.



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