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Auf dem Bild: ÖPNV in Kombination mit autonomen Bus als Zubringer der letzten Meilen Urheberrecht: Fotomontage VCD

Einheitliches ÖPNV-Urlauberticket für Bayerische Landkreise: VCD-Bayern fordert Mehrtages- und Wochentickets nach dem Vorbild Südtirol


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BAYERN – „Wir brauchen ein attraktives Urlauberticket für Bus und Bahn, damit die Ferienregionen in Bayern nicht noch mehr von der Autolawine erdrückt werden“, erläutert Gerd Weibelzahl vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) anlässlich der ÖPNV-Rallye des VCD-Bayern, die in Kipfenberg startet und quer durch Bayern zu allen geografischen Mittelpunkten der sieben Regierungsbezirke von Bayern führt.

Die autonome Region Südtirol macht es vor: Dort gibt es für Urlauber*innen und Einheimische mit der Mobilcard eine attraktive Alternative zum Auto. Neben der Variante für einen Tag (vergleichbar mit dem Bayernticket) gibt es die Mobilcard auch für drei und sieben Tage. Gerade die Wochenkarte ist dabei sehr günstig und kostet mit 28 € für einen Erwachsenen weniger als zwei Tageskarten. Mit der Mobilcard können ohne Ausschlusszeiten Südtirol-weit alle Busse und Bahnen benutzt werden. Ausgenommen sind lediglich Fernverkehrszüge. Viele Tourismusvereine bieten zudem den Urlaubsgästen ihrer Mitgliedsbetriebe die Mobilcard kostenfrei an. Busse und Bahnen fahren in Südtirol in allen größeren Tälern stündlich, teilweise auch halbstündlich. Einem autofreien Urlaub steht dort nichts im Wege.


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Bayern gleicht da einem Flickenteppich. Die Verkehrsverbünde sind auf die großen Städte ausgerichtet und orientieren sich bei den Verbundgrenzen, beim Verkehrsangebot als auch bei der Preisgestaltung hauptsächlich an Pendlern*innen und Tagesausflügler*innen aus den Großstädten. In den Landkreisen an der bayerischen Alpenkette gibt es zwar eine Vielzahl von Gästekarten, die auch eine Nutzung von Bus und gelegentlich auch Regionalbahn mit einschließen. Teilweise ist der Gültigkeitsradius aber so klein, dass das bei einem mehrtägigen Aufenthalt keinen sinnvollen Ersatz für das eigene Auto bietet. In fast allen Fällen ist auch die Nutzung von Regionalexpresszügen, die eigentlich das Rückgrat des ÖPNV in dieser Region darstellen, ausgeschlossen (z.B. RE Rosenheim-Salzburg oder RE München-Garmisch). Da jeder Landkreis und teilweise auch Gemeinden eigene Regeln für die Gültigkeit des Tickets aufstellen, ist es für die Nutzer*innen sehr unübersichtlich.


Um dem weiter steigenden Autoverkehr in den Touristikregionen einzudämmen, ist neben der Ausweitung des Angebots bei Bus und Bahn auch ein übersichtliches, einheitliches und attraktives Ticketangebot für Urlaubsreisende wichtig. Dieses kann dann auch landesweit beworben werden.

Im Urlauberticket Bayern sollte Folgendes berücksichtigt werden:
• Varianten für einen Tag, drei Tage und sieben Tage
• sieben Tage sollen nicht mehr kosten als zwei einzelne Tage
• bei Orten mit Kurtaxe ist das Urlauberticket gleich inklusive
• gültig in allen Bussen und Regionalzügen der Region
• Urlaubsreisende können jeweils frei vier zusammenhängende Landkreise für ihr Urlaubsticket auswählen (entspricht in etwa dem Aktionsradius der Autotouristen)


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