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„Er ist ein Macher mit Herzblut, er brennt für seine Heimat!“ Wieso Lothar Zachmann 2020 Schweinfurter Landrat werden will


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BERGRHEINFELD / DINGOLSHAUSEN / LANDKREIS SCHWEINFURT – Der Ort war gut gewählt: Im Haus der Begegnung in Bergrheinfeld stellte die CSU ihren Mann vor, der im März 2020, also erst in etwas mehr als einem Jahr, möglichst – aus Sicht der Partei – dafür sorgen soll, dass die Landkreis-Regentschaft des SPD-Mannes Florian Töpper nur ein knapp siebenjähriges Intermezzo war. Lothar Zachmann soll´s richten.

Für die Medien war das natürlich nicht die erste Begegnung mit dem 51-Jährigen, der seit 23 Jahren schon Bürgermeister in Dingolshausen ist, der kleinen 1300 Einwohner-Gemeinde im südöstlichen Zipfel des Landkreises Schweinfurt, das neben dem Ort Bischwind auch noch die beiden Einöden Mittelmühle und Volkachsmühle zu bieten hat. Zachmann, gelernter Sozialversicherungsfachangestellter und Krankenkassenfachwirt, ist bei der AOK schon länger für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Und obwohl er beides liebt – Bürgermeisteramt wie Job – will er es nun wissen und sagt: „Ich brenne für dieses Amt!“


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Der Kreisvorstand der CSU Schweinfurt-Land hatte sich zuvor natürlich in einer Klausurtagung mit der bevorstehenden Kommunalwahl im März 2020 befasst. Einstimmig wurde Zachmann für die Aufstellung des CSU-Landratskandidaten nominiert. Am 3. Mai wird das offiziell über die Bühne gehen. Doch vorher schon wollte die Spitze der Partei den neuen starken Mann vorstellen: Die CSU-Kreisvorsitzende Dr. Anja Weisgerber, der CSU-Bezirksvorsitzende Gerhard Eck sowie der CSU-Fraktionsvorsitzende Friedel Heckenlauer. Sie alle fanden nur Lob für den Mann, der mit 22 in dem Gemeinderat gewählt wurde, mit 28 zum Bürgermeister, kurze Zeit später auch in den Kreistag.


„Er ist ein ´Macher´, der anpackt mit viel Erfahrung in der Kommunalpolitik, hat Herzblut und den Willen, den Landkreis weiter zu entwickeln. Er brennt für seine Heimat. Wir stehen als Mannschaft voll hinter ihm“, schwärmte Weisgerber. „Ich schätze seine Dynamik sehr. Großer Respekt vor seinem Einsatz als Bürgermeister“, so Heckenlauer, das Marktgemeinde-Oberhaupt von Stadtlauringen. „Mit Leidenschaft, Herzblut und Liebe zur Ortschaft hat er phantastische Arbeit geleistet. Er brennt lichterloh. Wir haben einen ausgezeichneten Kandidaten“, denkt Innenstaatssekretär Eck.

Lothar Zachmann stellte natürlich kurz „seinen“ Ort Dingolshausen vor. Zehn Prozent mehr Einwohner als 1996 habe man, den jüngsten Altersschnitt im Landkreis. Ein Neubaugebiet, ein kleines Gewerbegebiet, zwei Elektroladestationen, Glasfaserkabel, eine Photovoltaikanlage und mit dem FREI:RAUM ein modernes Veranstaltungs-, Bildungs- und Kommunikationshaus auf dem Gelände der einstigen Brauerei Hümmer – gebaut für 3,5 Millionen Euro Investitionskosten. 2 Millionen kamen davon aus Fördertöpfen. Solche staatlichen Unterstützungsgelder an Land zu ziehen – die Verbindungen dafür habe Zachmann, so seine CSU-Kollegen.

„Idealismus, Tatkraft, Mut, Erfahrungsschatz, visionäre Vorstellungen“ – mit diesen Gründen als sein Eigen will der 51-Jährige punkten, spricht vom „Modell-Charakter“, will „Taktgeber“ werden mit dem Landkreis Schweinfurt, dafür sorgen, dass „nicht nur die jungen Leute bleiben, sondern dass auch neue kommen“. Er will „Vertreter der Heimat bleiben, nur halt ab 2020 für eine größere Fläche“. Als seine Dingolshäuser von den Plänen erfuhren, sei man dort traurig gewesen. „Aber besser sie sagen ´schade, dass er geht´ als ´Gott sei Dank´!“ Mit 51 sieht Lothar Zachmann sich im passenden Alter, aber nicht nur für eine (sechsjährige) Amtszeit. Die würden nicht reichen, um etwas nachhaltig zu bewegen.

Fast gar nicht gesprochen wurde über Florian Töpper. Den amtierenden Landrat, gerade mal 40 Jahre alt und 2020 dann fast acht Jahre im Amt, SPD-Mann ohne Fehl und Tadel, beliebt, aber nie im Vordergrund drängend, wurde namentlich gar nicht genannt. Obwohl er der große Gegenspieler von Zachmann im Wahlkampf sein wird. Nein, falsches Wort: „Der Kampfmodus wäre der falsche Ansatz“, sagt der CSU-Kandidat. „Wertschätzung und gegenseitige Achtung stehen im Vordergrund!“ Eine Strategie, um ins Amt zu kommen, wollen er und die Partei erst später entwickeln, wenn Zachmann erfahren hat, welche Meinung die Basis hat, was der Bürger von einem Landrat erwartet, wenn man ihn kennt, auch um Schweinfurt herum und vor allem im Norden des Landkreises. Zachmann sagt: „Verbale Kämpfe sind nicht das Ziel, sondern zu überzeugen!“ Eine gute Herangehensweise!

Nur zwischen den Zeilen (überwiegend ausgesprochen von Heckenlauer und Eck) wurde deutlich, dass man bei den Themen Innenentwicklung, Konversion, Bildung oder ÖPNV vielleicht punkten könne gegen Florian Töpper. In vielen Fällen sieht die CSU den amtierenden Landrat nicht schnell genug im Entscheiden und Handeln. Beispiel Conn Barracks: Heckenlauer sieht bei den einstigen Ledward Barracks an der Niederwerrner Straße schon die Kräne stehen, auf der Weiterfahrt Richtung Euerbach sieht er von der B303 aus dann aber auf dem noch größeren einstigen Ami-Gelände noch nicht viel passieren…

30 von 60 Sitzen im Kreistag hat die CSU, nur 11 die SPD. Die aber stellt seit 2013 den Landrat. Nach zuvor 18 Jahren Harald Leitherer, 18 Jahren Karl Beck und gar 19 Jahren Georg Burghard. Alles CSU-Männer. Der Landkreis Schweinfurt ist an sich tief schwarz. Sicher keine schlechten Voraussetzungen für Lothar Zachmann.



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