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Experimenteller Wohnungsbau? Städtebaulicher Entwurf für das Areal Kessler Field/Yorktown Village wird im Stadtrat vorgestellt


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SCHWEINFURT – In seiner Sitzung am kommenden Dienstagnachmittag befasst sich der Stadtrat im Schweinfurter Rathaus mit dem städtebaulichen Entwurf für das Areal Kessler Field/Yorktown Village. Beim folgenden Text handelt es sich um die Beschlussvorlage der Verwaltung.

Nach einem Beschluss des Bau- und Umweltausschusses vom 09.11.2017 war die Verwaltung beauftragt, für das Areal Kessler Field und Yorktown Village die Arrondierung der vorhandenen Wohnbebauung zu entwickeln. Diese Flächen waren bereits im Handlungskonzept der ISEKFortschreibung als Potentialfläche vorgesehen. Teile der im Flächennutzungsplan als Gemeinbedarfsflächen ausgewiesenen Bereiche können als Wohnbauland entwickelt werden. Mit einer solchen Qualifizierung als Wohnstandort würde die bestehende Wohnbebauung der Doppelhaushälften besser in den Stadtraum integriert werden können.


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Wesentliche Zielstellung für den vorliegenden städtebaulichen Entwurf ist neben den übergeordneten Planungen zur städtebaulichen Einbindung des neuen Wohnstandortes das Aufzeigen eines Strukturkonzeptes für Erschließung, Freiraumausbildung, Bebauungstypologie und Nutzungsverteilung im Plangebiet. Bei der Ausarbeitung des Strukturkonzeptes ist zudem die teilweise Nutzung der südlichen Flächen des Plangebietes für Ausstellungsbereiche der Landesgartenschau (LGS) im Jahr 2026 zu berücksichtigen. Zugleich ergibt sich mit der LGS die Möglichkeit, eine besondere Qualität in der freiraumplanerischen Anbindung und Gestaltung des Plangebietes als Daueranlage zu entwickeln und zu sichern.


Das Plangebiet umfasst neben den Konversionsflächen des Kessler Fields auch den jetzigen Standort des Reitvereins sowie die südlich an die Willi-Kaidel-Straße angrenzenden Grundstücksflächen. Das Plangebiet hat eine Größe von 9,3 Hektar.

Um eine mögliche Erschließung weiterer Wohnbauflächen im nördlichen Stadtgebiet bereits strategisch vorzubereiten und um auf eine der beiden parallel verlaufenden Straßen (Heeresstraße und Floridastraße) verzichten zu können und damit zur Entsiegelung von Flächen beizutragen, wird die Heeresstraße im vorliegenden Entwurf zur Haupterschließung des Kessler Fields und Yorktown Village ausgebaut. Es ergibt sich im nördlichen Geländeteil somit eine ringförmige Erschließung, die an der heutigen Heeresstraße beginnt und endet. Auf diese Weise können 60 Grundstücke für Einfamilienhäuser in Einzel-, Doppel- oder Reihenbauweise errichtet werden.

Der südliche Geländeteil wird in Teilbereichen im Rahmen der Landesgartenschau als Ausstellungsfläche benötigt. Auf den Flächen des heute dort ansässigen Reitvereins kann jedoch bereits in den nächsten Jahren ein gemischt genutztes Quartier entwickelt werden, das unterschiedliche Wohnmodelle zulässt. Es ist in diesem Bereich experimenteller Wohnungsbau vorstellbar, der vor dem Hintergrund demografischer und gesellschaftlicher Veränderungen richtungweisende und innovative Konzepte umsetzen kann.

Bereits im Jahr 2026 können experimentelle Wohnformen einen Beitrag zu ökologischem und energiesparendem Bauen im Rahmen der Landesgartenschau leisten und Themen wie Barrierefreiheit, generationsübergreifendes Wohnen und architektonische Qualität aufnehmen und umsetzen. Die Eigenschaft als Daueranlage der LGS sichert die Freiraumqualität langfristig. Die Bewerbung für ein neu aufgelegtes Modellvorhaben „Klimaanpassung im Wohnungsbau“ im Rahmen des Experimentellen Wohnungsbaus ist vorgesehen. Die genutzten Hallen im Süden sind im vorliegenden Entwurf erhalten und in das städtebauliche Konzept integriert.

Ein erstes Gutachten zum Immissionsschutz hat ergeben, dass die durch den benachbarten Schützenverein verursachten Lärmbelastungen in einem Mischgebiet verträglich wären. In weiteren Gutachten werden im Rahmen der Bauleitplanung die Vorbelastungen durch Gewerbe-, Sport- und Verkehrsanlagen überprüft.

Ziel bei der Entwicklung einer Bebauungsstruktur insgesamt ist die Sicherstellung einer sozial und demografisch gemischten Bewohnerschaft. Hierfür ist ein breites Angebot verschiedener Bebauungs- und Wohntypologien vorgesehen. Diese reichen vom Geschosswohnungsbau in Block- und Solitärstruktur, bei dem sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen möglich sind, über Reihenhäuser bis hin zu Doppelhaushälften und dem freistehenden Einfamilienhaus. Die Bebauungsdichte ist im südlichen Geländeteil höher und nimmt nach Norden ab. Auf diese Weise wird eine Verbindung zur Bestandsbebauung in Yorktown Village hergestellt.

Die Wohnnutzung der Neubebauung im Kessler Field steht im Vordergrund. Dennoch soll in Teilbereichen eine gemischt genutzte Bebauungsstruktur ermöglicht werden. Dies betrifft in erster Linie die Erdgeschosszonen und auch Obergeschosse im südlichen Geländeteil. Eine Aktivierung der Erdgeschosse für gewerbliche und öffentliche Nutzungen schafft Anlaufpunkte im Quartier und belebt den öffentlichen Raum.

Der vorliegende Entwurf bedingt eine Verlagerung der Skateanlage und des Baseballfeldes. Der Bau- und Umweltausschuss hatte in seiner Sitzung vom 14.06.2018 bereits über eine Verlagerung der Skateanlage beraten. Hierfür wird es einen Alternativstandort im Bereich der Ledward Barracks geben.

Das Baseballfeld im Kessler Field wird bis zur Neuordnung der Flächen durch die Baseballabteilung des DJK Schweinfurt e.V. genutzt. Alternativstandorte für die Errichtung eines Baseballfeldes werden derzeit in Zusammenarbeit mit der SWG und eines Fachplaners untersucht.

Die geplante Wohnbebauung sowie die geplanten Stellplatzflächen sehen auch Flächen der Flurnummern 5380/1, 5380/2 und 5380/3 vor, die derzeit vom Reitverein Schweinfurt e.V. als Vereinsfläche genutzt werden. Nachdem der Reitverein über seinen Vorsitzenden bereits vor Beginn der städtebaulichen Planungen seinen Wunsch nach einer alternativen Vereinsfläche vorgebracht hat, wurden hierzu verschiedene Gespräche zwischen der Verwaltung und dem Vereinsvorsitzenden geführt. Der Reitverein hat zwischenzeitlich den Reitbetrieb aus finanziellen Gründen eingestellt. Das weitere Vorgehen wird zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung abgestimmt.



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