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„Garanten für höchste Qualität“: Handwerkskammer überreicht in Schweinfurt 330 Meisterbriefe und an Altlandrat Harald Leitherer ein Goldenes Siegel


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SCHWEINFURT – Am 3. Dezember fand im Konferenzzentrum Maininsel in Schweinfurt die Meisterfeier der Handwerkskammer für Unterfranken statt. Insgesamt überreichte Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer 330 Meisterbriefe an die Jungmeisterinnen und -meister. 59 von ihnen erhielten zudem den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung und zählen damit zu den 20 % der Besten eines Jahrgangs.

In einer Podiumsdiskussion diskutierten die Teilnehmer die Frage „Handwerk im strukturschwachen Raum – Chance oder Wagnis?“. Der ehemalige Landrat des Landkreises Schweinfurt, Harald Leitherer, erhielt zudem für seinen langjährigen Einsatz für das unterfränkische Handwerk das Goldene Siegel der Handwerkskammer.


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„Wissen und Können sind im Handwerk untrennbar miteinander verbunden. Handwerk steht für fachliches Wissen und praktisches Können. Unsere Meister garantieren dies mit höchster Qualität“, sagte Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer den Jungmeisterinnen und -meistern zur Begrüßung bei der Meisterfeier in Schweinfurt. Zudem verwies er darauf, wie wichtig eine berufliche Bildung für unsere Gesellschaft ist: „Wo wären wir denn, wenn es keine Menschen gäbe, die sich in der Industrie, im Handel und eben auch im Handwerk engagieren? Ohne diese Menschen wäre ganz Deutschland nur ein riesiger Schreibtisch voll mit tollen Plänen. Auf die immer mehr weitere Pläne gelegt würden. Was wir aber brauchen sind Menschen, die aus Plänen Realität werden lassen.“


Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé präsentierte Schweinfurt als Stadt, die gut für die Zukunft gerüstet sei und ihren Einwohnern viel biete. Zwar sei Schweinfurt eine Stadt der Industrie, doch habe das Handwerk einen hohen Stellenwert. „Alle drei industriellen Großbetriebe in Schweinfurt wurden von Handwerkern gegründet“, richtete Sebastian Remelé seinen Blick auf die Industriegeschichte und versicherte den Jungen Meisterinnen und Meistern, dass sie in Schweinfurt als Handwerker „offene Türen einrennen“ werden.

Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Handwerk im ländlichen Raum – Chance oder Wagnis?“ diskutierten Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer sowie Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer, welches Potenzial Handwerk im ländlichen Raum hat. Dr. Paul Beinhofer gab einen Überblick über die Prognosen zum demographischen Wandel, der gerade in Unterfranken stärker ausgeprägt sei als in anderen bayerischen Regionen. Bis 2013 werde Unterfranken einen Bevölkerungsschwund von rund 6 % verzeichnen. „Aber“, so der Regierungspräsident, „Unterfranken befindet sich in einer zentralen Lage zwischen starken Metropolen. Wir werden auch weiterhin den peripheren Raum stärken.“ Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer sagte den Jungmeisterinnen und Jungmeistern, dass jetzt optimale Startbedingungen für eine Selbstständigkeit im Handwerk vorlägen: „In dem Maße, wie die Versorgungssicherheit der Bevölkerung im ländlichen Raum mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen zurückgeht, in dem Maße wird das Alleinstellungsmerkmal eines Handwerksbetriebs größer.

HWK Meisterpreise 2013 1Wer heute hier seinen Meisterbrief in die Hand bekommt und zudem Willens und in der Lage ist, einen Handwerksbetrieb zu leiten, der hat nahezu kein Wagnis zu befürchten. Der hat enorm gute Chancen für seine Karriere. Auch und gerade im ländlichen Raum.“ Hugo Neugebauer unterstrich diese Aussage mit der Beschreibung seiner derzeitigen Situation als Inhaber einer Metzgerei in der Rhön. „Heute gibt es in Unterfranken rund ein Viertel weniger Metzgereien als noch vor acht Jahren. Gerade in den ländlichen Regionen steckt viel Potenzial für eine Betriebsgründung.“

Die höchste Auszeichnung der Handwerkskammer für Unterfranken überreichten Hugo Neugebauer und Rolf Lauer an den ehemaligen Landrat des Landkreises Schweinfurt, Harald Leitherer. „Herrn Harald Leitherer wird in Würdigung der besonderen Verdienste um das Handwerk in Unterfranken als Dank und Anerkennung das Siegel in Gold der Handwerkskammer für Unterfranken verliehen.“, steht auf der Ehrenurkunde geschrieben. Harald Leitherer versicherte, sich auch zukünftig für das regionale Handwerk einzusetzen, denn „das Rückgrat unserer Gesellschaft ist und wird das Handwerk bleiben“.

Hugo Neugebauer übergab an jeden einzelnen der jungen Meisterinnen und Meister den Schmuckmeisterbrief der Handwerkskammer. Die 20 % der Besten erhielten zudem von Dr. Paul Beinhofer den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Hugo Neugebauer: „Die Meisterfeier ist etwas ganz Besonderes in der Karriere eines Handwerkers. Jetzt kann er sagen: Ich habe es geschafft.“

Unsere Bilder (Fotos: Rudi Merkl) zeigen:
* Die Meisterpreisträger der Bayerischen Staatsregierung, die während der Meisterfeier der Handwerkskammer für Unterfranken ausgezeichnet wurden.
* Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer (li.) und Hauptgeschäftsführer Rolf Lauer (re.) zeichneten den ehemaligen Landrat des Landkreises Schweinfurt, Harald Leitherer, für seine Verdienste um das Handwerk mit dem Goldenen Siegel der Handwerkskammer aus.


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