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Geplante Stromtrasse P44 kommt nicht: Landrat Töpper sieht darin nur einen Zwischenschritt zur Entlastung der Region


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LANDKREIS SCHWEINFURT – Am Dienstag, 4. Juni 2019, hat den Landkreis Schweinfurt die Mitteilung erreicht, dass die bayerische Staatsregierung in Verhandlungen mit dem Bund sowie den ebenfalls betroffenen Ländern Hessen und Thüringen für die in der Region umstrittenen Netzausbauprojekte beim Stromleitungsbau eine Vereinbarung erzielt hat.

Demnach wird weder die gesetzlich noch nicht verankerte Trasse P44 (von Altenfeld in Thüringen nach Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld) noch eine der Alternativen umgesetzt. Eine seit Jahren bestehende Forderung der Bayerischen Staatsregierung sowie der Mandatsträger und der Bevölkerung aus der Region wird somit erfüllt.


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Die ebenfalls geplante und bereits gesetzlich bestätigte Trasse P43 wird in ihrer ursprünglich geplanten Form (von Mecklar in Hessen nach Bergrheinfeld/ Grafenrheinfeld) gebaut, wobei die Umsetzung so weit wie möglich als Erdkabel erfolgt. Die Umsetzung einer alternativen Trassenführung, die gemäß dem Regierungskompromiss mit dem Freistaat Bayern vom 1. Juli 2015 erarbeitet werden sollte, konnte nach massiven Widerständen in Hessen aber auch seitens der Netzbetreiber in den Verhandlungen auf Bundes- und Landesebene nicht durchgesetzt werden.

Landrat Florian Töpper zeigt sich bezüglich der Entscheidung zur Trasse P44 zufrieden, dass seitens der Bundespolitik die Proteste der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gehört und andere Möglichkeiten gefunden wurden. Insbesondere kann das bislang unberührte Schweinfurter Oberland aufatmen und muss keine Durchschneidung durch eine Stromtrasse mehr befürchten.


Andererseits sieht der Landrat im Wegfall der Trasse P44 nur eine Zwischenlösung. „Nach bisheriger Lesart wurde im Rahmen der Netzentwicklungsplanung stets argumentiert, dass die Trassen P43 und P44 nur als gemeinsames Vorhaben verwirklicht werden können, um netzdienlich zu sein. Für mich stellt sich nun die Frage, warum dann, der bisherigen Argumentation folgend, nicht auch P43 wegfällt, wenn, wie es stets geheißen hatte, eine Trasse ohne die andere nicht kann“, so Landrat Töpper.

Der Landrat weist weiterhin darauf hin, dass eine langlaufende erdverkabelte Wechselstromleitung P43 genau wie der SuedLink die geplante Form der zukünftigen Energieerzeugung zementiert und eine weitergehende Dezentralisierung der Energieerzeugung, wie sie der Landkreis Schweinfurt stets gefordert hat, verhindert.

Schlussendlich weist Landrat Töpper darauf hin, dass aus der vielzitierten Einigung der Regierungskoalition aus dem Jahr 2015, der eine weitestgehend Entlastung des Netzverknüpfungspunktes Bergrheinfeld/Grafenrheinfeld vorgesehen hat, gerade mal eine Trasse weniger als geplant errichtet wird. „Die damals von bundespolitischen Mandatsträgern getroffenen Aussagen, dass von fünf Leitungen vier Leitungen nicht kommen werden, haben sich nicht bestätigt und damit die Glaubwürdigkeit der Politik in diesem Bereich weiter geschädigt“, sagt Töpper.

Der Landrat sagt der hauptbetroffenen Gemeinde Bergrheinfeld aber auch allen anderen Gemeinden sowie den Bürgerinnen und Bürgern weiter die Unterstützung des Landkreises zu.



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