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Geplanter Aufmarsch am 1. Mai in Würzburg: DGB-Regionsvorsitzender Frank Firsching fordert Nazi-Verbot


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SCHWEINFURT / WÜRZBURG – DGB Regionsvorsitzender Frank Firsching fordert das Verbot der Nazi-Kameradschaft „Freies Netz Süd“ und damit auch das Verbot des angemeldeten Nazi-Aufmarsches am 01.Mai in Würzburg. Firsching begründet seinen Vorstoß mit der „neuen Gewalttätigkeit“ der rechtsextremen Szene. So gingen erst in der letzten Woche Drohanrufe Rechtsradikaler bei der Vorsitzenden des Kreisjugendrings Tina Belotti wegen einer Veranstaltung des Aschaffenburger Jugendrings ein, die den Anti- Nazi- Streifen „Blut muss fließen“ öffentlich zeigte: „Es werden Eier auf meinen Balkon geworfen, es gibt Klingel-Terror an der Haustüre und meinem Sohn rufen sie hinterher: Deine Mutter kriegen wir auch noch.“

Gleichzeitig beobachtet der DGB enge Kontakte des „Freien Netzes Süd“ mit der rassistischen griechischen Parte „Goldene Morgenröte“, deren Parteisymbol an ein Hakenkreuz erinnert. Einem Bericht der Nürnberger Nachrichten zufolge, posierten die Aktivisten des Freien Netzes Süd Sebastian Schmaus und Matthias Fischer auf Fotos mit Abgeordneten der Neonazi Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte). Für den DGB-Regionschef ein weiterer Hinweis auf die Radikalisierung im Nachgang der Mordserie des Netzwerkes Nationalsozialistischer Untergrund, das wohl über Kontakte zum „Freien Netz Süd“ verfügte. Immerhin wurden fünf der zehn Morde in Bayern verübt.


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Unverständlich ist es für den DGB, dass die gewaltbereite, rassistische Organisation des „Freien Netz Süd“ in Bayern nicht verboten ist. „Innenminister Joachim Herrmann befindet sich im Tiefschlaf, was die Bekämpfung rechten Terrors in Bayern betrifft.“ Ein Verbot der Neonazi- Organisation sei schon längst überfällig.  Überaus ärgerlich sei es, wenn als Konsequenz der politischen Untätigkeit, die bayrischen Nazis jedes Jahr am 1. Mai, dem „Tag der Arbeit“ ihr Unwesen in einer bayrischen Stadt treiben dürften. „Der 1. Mai steht inhaltlich für genaue Gegenteil der Nazi- Ideologie, nämlich für Solidarität, Demokratie und Toleranz.“, so Firsching.


Für den 1. Mai in Würzburg kündigt der DGB große Anstrengungen zu Gegenmaßnahmen des breiten gesellschaftlichen Bündnisses „Würzburg ist bunt, nicht braun“ an, das sich vor exakt drei Jahren gründete. Ein Treffen der über 90 Mitgliedsorganisationen wird in Kürze stattfinden. Am 1. Mai 2010 marschierte die Nazi-Kameradschaft „Freies Netz Süd“ durch Schweinfurt (Foto).



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