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Foto: Holger Laschka

Geringes Fahrgastpotenzial der Steigerwaldbahn eröffnet für die CSU neue Chancen zur Modernisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region


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SCHWEINFURT / GEROLZHOFEN – Die von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) veröffentlichte Potenzialanalyse zur Reaktivierung der Steigerwaldbahn und die darin offengelegten Zahlen zeigen für die CSU, dass für die Reaktivierung einer stillgelegten Eisenbahnstrecke zwischen Schweinfurt und Großlangheim bei Kitzingen kein Verkehrsbedürfnis mehr besteht.

Die für eine Reaktivierung erforderlichen Fahrgastzahlen werden bei weitem nicht erreicht. Gleichzeitig eröffnet sich damit die Möglichkeit, auf der vorhandenen Trasse ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt für einen zeitgemäßen, modernen, flexiblen und ökologischen Öffentlichen Personennahverkehr zu verwirklichen, heißt es in einer Pressemeldung der CSU.


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Staatssekretär Gerhard Eck führt deshalb seit geraumer Zeit, gemeinsam mit seinen Abgeordnetenkolleginnen Dr. Anja Weisgerber und Barbara Becker intensive Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, der Deutschen Bahn und dem in Schweinfurt beheimateten Unternehmen ZF, um ein Verkehrskonzept auf der Bahntrasse der ehemaligen Steigerwaldbahn zu entwickeln, das all diesen Ansprüchen genügt.


Es beinhaltet auf der gesamten Strecke zwischen Schweinfurt und Kitzingen ein kombiniertes Verkehrssystem, bestehend aus einem gut ausgebauten Radweg und zusätzlich, durch einen Grünstreifen und Sicherheitseinrichtungen vom Radweg getrennt, einer Fahrbahn für autonom fahrende Busse. Die sogenannten People-Mover, die von ZF zur Marktreife entwickelten, autonom fahrenden Busse, beziehungsweise Fahrgastzellen, verrichten bereits erfolgreich auf Flugplätzen und Messegeländen in Europa ihren Dienst.

Durch ihre Flexibilität und Vielseitigkeit erfüllen sie alle Anforderungen an ein modernes und umweltfreundliches Verkehrssystem. Die People-Mover können den täglich wechselnden Transportkapazitäten bedarfsgerecht angepasst werden. Sie können mit Ökostrom betrieben werden und verursachen als gummibereifte Fahrzeuge nicht mehr Fahrgeräusche als beispielsweise ein E-Mobil. Mit dieser geringen Geräuschentwicklung vermeiden sie Lärmbelästigung der Anwohner, wie sie laut CSU beim Betrieb einer Eisenbahn entstehen würde.

Anders als bei einer reaktivierten Eisenbahnstrecke bietet der People-Mover als innovatives Verkehrsprojekt die Möglichkeit, die Anliegergemeinden direkt an die Strecke anzubinden und die Innenstädte von Schweinfurt und Kitzingen direkt zu erreichen. Ein gut ausgebauter Radweg ermöglicht es auf der vollkommen ebenen Strecke für Fahrradfahrer und E-Biker, schnell zwischen den Gemeinden zu pendeln oder Arbeitsplätze, Geschäfte und Schulen in Schweinfurt und Kitzingen zu erreichen.

Für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie kann mit der Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums und des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr gerechnet werden. „Wir wollen vorankommen und auch die zur Verfügung stehenden Fördermittel bei den Ministerien abrufen. Wichtig ist deshalb, dass dieses Pilotprojekt in der Region auch von den Anliegergemeinden und den Aufgabenträgern des Öffentlichen Personennahverkehrs unterstützt wird und alle Beteiligten finanzielle Verantwortung übernehmen“, schreibt Staatssekretär Eck. Deshalb wurden für Mitte März alle Anliegergemeinden entlang der Bahnstrecke zu einem Informationsgespräch eingeladen. Es soll das Verkehrsmodell vorgestellt und seine Vorteile für die Anliegergemeinden dargestellt werden.

Schon heute zeichne sich ab, dass die Beteiligung von ZF und Deutscher Bahn an der Verwirklichung dieses Projekts eine ideale Allianz bilden. Für dieses sehr komplexe Technologieprojekt brauche es starke Partner in der Region mit langjähriger Erfahrung mit Transportsystemen, technischem Know-how und Kapazitäten für Bau, Betrieb und Wartung eines solchen Systems, wie es in Deutschland selbst noch nicht realisiert wurde.

„Um die Kommunen der Region einzubinden, regen wir die Gründung einer Interessens-Gemeinschaft der Anliegergemeinden an. Mithilfe dieses Instruments sollen die Gemeinden entlang der Strecke, die schon lange die Entwidmung vom Eisenbahnverkehr fordern, ihre Vorstellungen zur Verbesserung des ÖPNV gegenüber Ministerien und den Landkreisen formulieren und durchsetzen“, so Eck.

Das zu geringe Fahrgastpotenzial auf der stillgelegten Bahnstrecke schaffe den Freiraum für die Gemeinden, im Rahmen der kommunalen Planungshoheit ihre eigenen planerischen Vorstellungen für das Bahngelände umzusetzen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Mobilitätskonzept der Zukunft zu entwickeln. Es gelte, jetzt Brücken zu bauen und alle mitzunehmen.

Die Region sollte laut CSU die Chance ergreifen, dieses in Deutschland einmalige Zukunftsprojekt zu verwirklichen. Der Einsatz modernster Technologie beschere der Region nicht nur einen großen Attraktivitätsgewinn, sondern sichert durch die Einbindung von ZF Arbeitsplätze in Schweinfurt.



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