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Geschützter Radfahrstreifen für Schweinfurt soll für mehr Sicherheit sorgen


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SCHWEINFURT – „Damit mehr Menschen mit dem Rad fahren, müssen wir ihre Bedürfnisse erfüllen: Das Bedürfnis, sicher zu sein und sich sicher zu fühlen, das Bedürfnis, die Ziele bequem zu erreichen und am Wichtigsten, Spaß beim Fahrradfahren zu haben“. So die Aussage von Martin Dettmar, dem Vorsitzenden des ADFC Schweinfurt.

Viele Menschen empfinden das Fahren auf Radwegen oder Radfahrstreifen als sicherer, auch wenn das nicht unbedingt stimmt. Trotzdem spielt die empfundene Sicherheit bei der Verkehrsmittelwahl eine wichtige Rolle. Fühlt sich die angebotene Radinfrastruktur sicher an, steigen auch Menschen auf das Fahrrad, die das Radfahren bislang abgelehnt hatten, weil es ihnen zu unsicher erschien. Mehr als die Hälfte der Deutschen geben an, dass sie sich mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unsicher fühlen.


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Wie so etwas aussehen kann, zeigt der ADFC bei der Stadtrundfahrt mit dem Rad im Rahmen des Mobilitätstag der Europäischen Mobilitätswochen mit einem „geschützten Radfahrstreifen“. Dies ist ein Konzept mit dem Kommunen schnell und günstig Platz für komfortablen Radverkehr schaffen können. Grob gesagt: Man nimmt eine Fahrspur mehrspuriger Straßen, wie beispielsweise der Ernst-Sachs-Straße – und legt darauf einen mindestens zwei Meter breiten, geschützten Radfahrstreifen an.

Durch eine aufgemalte Pufferzone von mindestens 85 Zentimetern und eine schnell aufzubringende bauliche Barriere (Poller, Blumenkübel, Betonelemente o.ä.) schützt man die neue Radspur vor dem Überfahren und Zuparken durch den Autoverkehr. Vom Fußweg sind geschützte Radfahrstreifen meist durch die Bordsteinkante getrennt. In den USA werden die neuen Radspuren in der Regel zusätzlich durch eine Signalfarbe hervorgehoben. Diese Methode besticht dadurch, dass sie im Unterschied zu baulichen Radwegen günstig und schnell umzusetzen – und bei Bedarf schnell weiterentwickelbar ist.


Zwar war die Stadt Schweinfurt kurz vorher von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) als „fahrradfreundlich“ ausgezeichnet worden, die Wahrheit hinter der Auszeichnung sind aber eher die Bemühungen, weniger die Radfahrinfrastruktur. Denn die Handlungsschwerpunkte der Stadt hatten sich die letzten Jahre im Wesentlichen auf Markierungsarbeiten, Umbeschilderungen und die Öffnung von Einbahnstraßen beschränkt hatten. Dies wurde auch für die Bewertungskommission der AGFK offensichtlich.

Als einfach umzusetzende Maßnahmen wurden geradlinige Radwegführungen oder Randabsenkungen vermisst, Maßnahmen konzeptioneller Art oder bauliche Trennung verschiedener Verkehrsformen waren nicht vorhanden. Somit eine Auszeichnung unter der Auflage, dass in den nächsten Jahren ein großes Bündel an Maßnahmenpaketen Umsetzung finden muss. Dazu gehört in erster Linie ein vom Stadtrat beschlossenes Radverkehrskonzept, das mit einer öffentlich gemachten Prioritätenliste versehen sein muss. Konkrete Maßnahmen müssen umgesetzt werden, die die Eindeutigkeit und Durchgängigkeit der Radverkehrsführung zeigen.

Die Führung der Radfahrer an Baustellen muss sich an den AGFK Richtlinien orientieren, eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung und NGOs (u.a. dem ADFC), die sich vier bis fünf Mal im Jahr trifft, soll konkrete Vorschläge erarbeiten. Auf den Hauptrouten des Radverkehrs müssen die Ampelschaltungen die Flüssigkeit der Radverkehrsströme ermöglichen, der Winterdienst muss die Räumungspriorisierung veröffentlichen. Diese Themen diskutierten die Teilnehmer der Stadtrundfahrt am Mobilitätstag, allen voran Oberbürgermeister Sebastian Remelé zusammen mit Martin Dettmar vom ADFC.

Die Stadtrundfahrt beradelte die jüngsten Verbesserungen wie den Zebrastreifen an der Turngemeinde oder den Radfahrstreifen in der Stresemannstraße. Aber auch die vielen Brennpunkte wie die „Vossiek-„Kreuzung an der Deutschhöfer Straße, das Obertor oder die Niederwerrner Straße. Für Sebastian Remelé wurden die Defizite so offensichtlich, dass er die umgehende Einrichtung der Arbeitsgruppe zugesagt hat. Besonders beeindruckt hat Remelé der „geschützte Radfahrstreifen“, den er als äußert positiv und vorbildlich erlebt hat, der Sicherheitsgewinn für die Radfahrenden wurde spürbar erradelt.

Fotos: Ellen Wack
mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung

Foto: Ellen Wack


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