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Gespaltene Gemeinde: Kommt nun doch ein großflächiger Vollsortimenter nach Dittelbrunn? Und macht dann in Hambach der Tegut zu?


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DITTELBRUNN – „Die Bürger haben Ihre Möglichkeit genutzt, ihren Willen zu bekunden. Diese Entscheidung ist durch die Bürger, den Gemeinderat und den 1. Bürgermeister zu akzeptieren.“ So äußerte sich Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth nach dem Bürgerentscheid gegen die Ansiedlung eines neuen Einzelhandels/ Vollsortimenter.

Peter Strzezyk, Udo Jablonski, Martin Pfeiffer von der CDW Dittelbrunn äußerten sich nun entsetzt darüber, weil Warmuth und die ihn unterstützenden Gemeinderäte ein Jahr nach dem bindenden Entscheid nun schon wieder einen Vollsortimenter nach Dittelbrunn holen wollen.


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In ihrer Stellungnahme heißt es: „Wir, die Initiatoren des Bürgerentscheids vom August 2017, bei dem sich die Bürger im Ergebnis gegen den Vollsortimenter ausgesprochen haben, sind entsetzt darüber, mit welcher Hartnäckigkeit und Ignoranz der Bürgermeister und die ihn unterstützenden Gemeinderäte das Votum und den erklärten Willen der Gemeindebürger übergehen.

In der Gemeinderatssitzung vom 28.01.2019 wurde mit einer Mehrheit von 14 : 3 die erneute Aufnahme des Vollsortimenters in den Flächennutzungsplan beschlossen. Dies wurde damit begründet, dass sich die Rahmenbedingungen „durch die Aussage der Firma Tegut, eine Schließung ihres Lebensmittelmarktes in Hambach in Erwägung zu ziehen […]“ (Amtsblatt der Gemeinde Dittelbrunn, 07.02.2019), geändert hätten.



Aus unserer Sicht werden Tatsachen gezielt zur Stimmungsmache verschwiegen. Fakt ist nämlich, dass die Firma Tegut den Markt in Hambach in erster Linie modernisieren möchte. Da dies eine Investition von ca. 1 Mio € bedeutet, bittet sie um schriftliche Zusicherung seitens der Gemeinde, dass für 10 Jahre im Gemeindegebiet kein weiterer Konkurrenzmarkt zugelassen wird. Das unternehmerische Risiko sei andernfalls zu hoch. Die Gemeinde fühlt sich erpresst und bevorzugt einen neuen Vollsortimenter anstelle einer Modernisierung und Erhaltung des bestehenden Tegut Markts.

Fakt ist auch nach wie vor, dass die Firma Tegut den Markt in Hambach schließen wird, sobald der Bau eines Konkurrenzmarktes beschlossen wird.

Was bedeutet das?

1. Welchen demokratischen Wert haben ein Bürgerentscheid und das Engagement der Bürger in der Gemeinde Dittelbrunn? Keinen! Der Bürgermeister und der Gemeinderat machen letztlich was und wie sie es wollen.

2. Wessen Interessen werden in diesem Fall tatsächlich durch die gewählten Gemeinderäte vertreten? Nicht die des Gemeindebürgers.

3. Warum unterstützt die Gemeinde nicht die Modernisierung des Tegut? In der Gemeinde Nüdlingen z.B. geht es auch. Dort hat der Bürgermeister zugesichert, keinen Konkurrenzmarkt zuzulassen

4. Der Tegut in Hambach wird samt neuem Metzger geschlossen. Dies führt zu einer Unterversorgung aller Hambacher und einer Überversorgung aller Dittelbrunner mit dann 9 Supermärkten im Umkreis von 4 km. Zudem kommt es zu weiterem Leerstand und einer Bedrohung vieler ortsansässiger Gewerbebetriebe.

5. Europaweit protestieren unsere Kinder gegen Umweltzerstörung, während Dittelbrunner Politiker sich den Bau eines Vollsortimenters schönreden und damit für unwiederbringliche Zerstörung von Natur, Umwelt und Naherholung entscheiden. Ein enorm hoher Preis für die reine Bequemlichkeit, sich dann auch mitten in Dittelbrunn mit Unterhemd und Bügeleisen versorgen zu können.

6. Wollen wir täglich eine Unzahl zusätzlicher Autos und Lkws in der ohnehin überlasteten Hauptstraße? Ein massives zusätzliches Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Gefährdung von Kindern, Fußgängern und Radfahrern ist unumgänglich. Denken Sie an den Vollsortimenter Marktkauf im Hafen und den dortigen Verkehr. 2018 war das hohe Verkehrsaufkommen in Dittelbrunn noch ein großes Thema.

7. 2017 waren ein fehlender Metzger und die Schließung der Post Hauptargumente für den Vollsortimenter. Sowohl Post als auch Metzger konnten in der Gemeinde etabliert werden.“

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