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Gochsheim „baut“ sich einen Landschaftssee: Doch es wird „kein Freizeitpark mit Booten“


Beständig

GOCHSHEIM – „Wenn ich den See seh´, brauch´ ich kein Meer mehr!“ Ganz so euphorisch dürften die Bürger aus Gochsheim nun vielleicht nicht denken, wenn ein gerade gestartetes Projekt womöglich bereits in diesem Herbst vollendet ist. Doch entsteht im Rahmen der ökologischen Flurbereinigung gleich neben der Flugplatz-Landebahn des Aero-Clubs immerhin ein zwei Hektar großer Landschaftssee mit dem Flurnamen Holzpointen mit einem angrenzenden Aussichtshügel. Spatenstich war an diesem Montagvormittag.

1997 begann die Gemeinde noch unter Alt-Bürgermeister Walter Korn mit der Flurbereinigung. Aus einst unzähligen Landwirten im Ort wurden heute gerade mal noch zwei, die hauptberuflich Felder bebauen. Das größte Projekt der „Bereinigung“ ist gleichzeitig der Abschluss der Maßnahme. In der niederschlagsarmen fränkischen Trockenplatte soll der bis zu drei Meter tiefe See, der sich rein aus dem Grundwasser speisen wird, als Speicher natürlich zur Wasserrückhaltung dienen, aber auch als Rückzugsraum für seltene Tiere, als Ort für Flora und Fauna.


AOK - Keine Kompromisse

22.000 Kubikmeter Boden wird die Baufirma Koch aus Veilsdorf in Thüringen zunächst abtragen und nach rund 1,5 Kilometer Transportweg damit den 4,5 Hektar großen Bereich „Hetzberg“ nördlich der Start- und Landebahn um maximal einen Meter auffüllen. „Das kostet das meiste Geld“, weiß Andreas Kaiser vom Amt für ländliche Entwicklung, der gleichzeitig Vorsitzender der Teilmehmergemeinschaft Gochsheim ist, dem Bauherren und Zusammenschluss von Grundstückseigentümern und Berechtigten. 165.000 Euro soll die Baumaßnahme kosten, zu 80 Prpzent bezahlt das Amt mit europäischen Mitteln. 20 Prozent trägt die Gemeinde um Bürgermeister Wolfgang Widmaier. Naturschutz, Wasserwirtschaftsamt, Bauenverband und Verband für ländliche Entwicklung sind ebenso an der Maßnahme beteiligt.

Begrünt wird die Umgebung des Landschaftssees, mit Hinweisschildern sollen auch Besucher dorthin gelenkt werden. Allerdings entsteht bewusst keine Freizeitanlage für sommerliches Grillen und kein Badesee.  „Das wird kein Freizeitpark mit Booten“, versichert Widmaier, „wobei wir da auf die Vernunft der Leute setzen. Wir werden es nicht verhindern können, dass einer mal reinhüpft“, weiß der Bürgermeister. „Wenn jemand sich vorher die Füße gewaschen hat, dann spricht aber sicher nichts dagegen, die mal reinzuhalten.“


Jedoch will Gochsheim nicht in Konkurrenz treten mit dem nicht weit entfernten Schweinfurter Baggersee und dem Beach-Café dort. Der neue See, der vielleicht schon bis Ende Oktober entstanden ist, soll in erster Linie ein stilles Rückzugsgebiet sein. Gerne freilich auch für die Bürger, die durch den angrenzenden Wald kommen können und die aus dem benachbarten Schwebheim ebenso willkommen sind. Und natürlich dürfen die Gäste auch aus der Luft anreisen. Die Landebahn liegt ja gleich nebenan.



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