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„Hanami“: Eine japanische Tradition kehrt im Wildpark ein


Keiler

SCHWEINFURT – Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens veranstaltete der Karateverein Budokan 72 e.V. Schweinfurt am Samstagnachmittag, 23. April 2022, ein traditionelles japanisches Kirschblütenfest „Hanami“ am Kneippbecken im Wildpark an den Eichen.

Der Verein selbst wurde 1972 durch den heute 79-jährigen Udo Hofer gegründet. Die Ü50-Jukuren-Gruppe startete im Jahr 2019 eine Vereinsspendenaktion mit dem Ziel, dem Wildpark Schweinfurt einen japanischen Kirschblütenbaum zu stiften. Thomas Leier, Leiter des Wildparks, nahm die Idee mit Begeisterung auf und kaufte von den Spendengeldern drei wunderschöne Kirschbäumchen. Diese blühen heuer erstmals, was in Japan traditionell im Frühjahr gefeiert wird. Die Übertragung des „Hanami“-Begriffs ins Deutsche bedeutet „Blüten betrachten“, die Tradition zelebriert demnach die Freude über die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume. Der Einfall, dieses Fest auch hier bei uns zu gestalten, stammte von selbiger Seniorengruppe, die auch die Sammelaktion ins Leben rief.


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Udo Hofer ist seit 50 Jahren dabei
Foto: Charlotte Götz

Nach einer kurzen Dankesrede und allgemeinen Willkommenheißung beendete ein Schluck Sake für die Initiatoren die Begrüßungszeremonie, so ist es in Japan üblich. Pünktlich um 15 Uhr leiteten die Karate-Kids das Event mit einer einstudierten Show ein, die ihr Können unter Beweis stellte. Anschließend durfte das Publikum die kunstvolle Darbietung der Ü50-Gruppe bewundern. Der Karate-Großmeister Hofer rundete mit der Darbietung einiger hochklassiger Karatestellungen und einer Erläuterung zum rot-weißen Gürtel, den er nur zu besonderen Anlässen trägt, den ersten Teil der Vorstellung ab.


Das besondere Highlight der Festlichkeit war die Vorführung eines Kodo-Ensembles. Im Japanischen bedeutet „Kodo“ so viel wie „Kinder der Trommeln“, die sinngemäße Übersetzung spielt aber auch auf die gleichlautenden Termini „Herzschlag“ oder „Puls“ an. Spätestens das Ertönen des ersten Trommelschlages führte dem Publikum diese Assoziation vor Augen. Der Auftritt der Taiko-Trommelgruppe aus Güntersleben unter der Leitung von Gerd Finger faszinierte durch kraftvolle Rhythmen, fließende Bewegungen und einer ansteckenden Hingabe. Der Klang der Trommeln ergriff mit seiner Energie und Wucht alles in seiner näheren Umgebung. Tai-Chi-Showeinlagen ergänzten den Sound teils parallel und lösten am Ende einen tobenden Applaus bei den Zuschauern aus.

Detaillierte Informationen zur Geschichte des Budokan 72 e.V. Schweinfurt sowie der beeindruckenden Karriere des Gründers, Udo Hofer, liefert unsere Redakteurin Sandra Grätsch in einem Exklusiv-Interview als Videobeitrag bei SW-N-TV. Ebenso dort zu finden ist weiteres Videomaterial und ein Gespräch mit dem Leiter der besonderen Taiko-Trommelgruppe, welches interessante Hintergrundinformationen rund um die Gruppe und deren Auftritte liefert.

„Ich mache es gern, ich mache es mit Liebe, sonst könnte man es wahrscheinlich gar nicht über 50 Jahre lang machen“, so verabschiedete sich Udo Höfer. Gratulation!

Charlotte Götz für SW1.News


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