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„Herausragende, städtebauliche Akzente“…. soll später mal das Ensemble setzen – doch nun ist zunächst mal das Parkhaus Kunsthalle an der Hadergasse fertig


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SCHWEINFURT – Selten hat das bloße Befahren einer Tiefgarage mehr mediale Aufmerksamkeit erzeugt als an diesem Freitagmittag auf dem Schweinfurter Messeplatz. Mit einem Bürgerfest feierte die Stadt die Einweihung ihrer ersten Baumaßnehme im Gesamtkomplex Hadergasse. Wobei „Tiefgarage“ nun auf einmal nicht mehr zu stimmen scheint: Denn über der Einfahrt steht „Parkhaus“…

Oberbürgermeister Sebastian Remelé machte sich auf Jungfernfahrt ein paar Etagen tiefer und eröffnete mit dem symbolischen Scherenschnitt durch ein rotes Band zuvor den ersten Teil eines „ambitionierten Bauvorhabens und ehrgeizigen Projektes“, wie es Klaus Glöckle ausdrückte. Die Arbeitsgemeinschaft seiner Baufirma hat zusammen mit Riedel Bau die Pläne des Architekturbüros Ropertz & Partner umgesetzt. Was aufgrund der außergewöhnlichen Form der Tiefgarage genauso nicht einfach war wie aufgrund des strengen Winters. Zahlreiche Zusatzmaßnahmen waren notwendig, informierte Glöckle. Eine Bauheizung für 13.000 Quadratmeter Beschichtung beispielsweise. 500 Euro wurden so am Tag in etwa verheizt. Mehr als 50 Mann arbeiteten gleichzeitig auf der Baustelle. Denn die Tiefgarage – oder eben das Parkhaus – musste ja bis 8. Mai und zum Start der Landesausstellung „Main und Meer“ fertig sein.


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Im Juli 2011 starteten die Baumaßnahmen. OB Remelé präsentierte nochmals schöne Zahlen: 7000 Tonnen Recyclingmaterial mussten nach dem Abbruch des alten Parkhauses sortiert werden. 50.000 Kubikmeter Erdreich wurden aus der 15 Meter tiefen Baugrube ausgehoben. 13.000 Kubikmeter Beton mussten an die Baustelle gebracht werden. Rund 1300 Pläne wurden gezeichnet und von den Handwerkern umgesetzt. Das alles, um für ziemlich genau 15 Millionen Euro insgesamt 470 neue Stellplätze zu schaffen und damit 125 mehr, als sie früher im Hadergassen-Bereich zur Verfügung standen. Maximal 120 Plätze gehen an Dauerparker, 350 verbleiben für Kurzzeitparker. Weil die Tiefgarage als „Betrieb gewerblicher Art“ steuerlich behandelt wird, bekommt die Stadt die Mehrwertsteuer zurück. Netto kostet das Projekt somit rund 12,5 Millionen. Und jeder einzelne Stellplatz damit exakt 26.944 Euro.


Interessant auch „und für Nicht-Naturwissenschaftler faszinierend“ (Remelé): Um ein Aufschwimmen der Tiefgarage zu vermeiden, ist das nötige Gegengewicht von 25.000 Tonnen erst mit der Fertigstellung der dritten Obergeschossdecke der Wohngebäude erreicht. Genau: Die Wohngebäude: Bis Anfang 2014 sollen zwei Wohn- und Geschäftshäuser über der Tiefgarage fertig sein – mit Büros, Läden und 27 zu 94 Prozent bereits verkauften Wohnungen. Noch 2013 startet dann der Bau von Gebäude drei mit 21 Wohnungen, Platz für Praxisflächen und einem REWE-Frischemarkt. Und dann wird es daneben auch noch ein Business-Hotel geben, für das nun ein Investor und Betreiber (die aus Frankreich stammende Kette B&B Hotels) gefunden wurde.

Selbst Klaus Glöcke gab zu, dass er anfangs glaubte, das Bauvorhaben Neue Hadergasse sei „vielleicht eine Nummer zu groß für Schweinfurt“. Nun glaubt er, dass „das Ensemble herausragende, städtebauliche Akzente setzen“ wird. Dazu passt, dass Architekt Dr. Peter Ropertz im Beisein der Schweinfurter Ehrenbürger und einstigen Oberbürgermeister(innen) Gudrun Grieser und Kurt Petzold die Stadtverwaltung im Rathaus für „unbürokratische Zusammenarbeit, Schnelligkeit, Freundlichkeit und persönliches Engagement“ lobte. Seit Dezember 1988 realisierte er in Schweinfurt so manches Projekt. „Und ich muss es wissen, denn ich habe in 50 Berufsjahren zwischen Kiel und Mailand viel gebaut“.

Die Stadt Schweinfurt gibt den Benutzern der neuen Tiefgarage Kunsthalle folgende Hinweise:
· Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolgt ausschließlich über die Einfahrt auf dem Messeplatz. Eine Zufahrt über die Hadergasse ist nicht möglich.
· Der Messeplatz selbst ist weiterhin mit Parkscheinautomaten bewirtschaftet.
· Die Garage kann über zwei Ausgänge verlassen werden. Der Hauptausgang hat zwei Fahrstühle, über die barrierefrei alle Ebenen der Tiefgarage, der Messeplatz/Theater und der Ausgang zur Hadergasse/Innenstadt erreicht werden. Aufgrund der anhaltenden Hochbauarbeiten mussten die Wege als Provisorium errichtet und mit einem Holzdach geschützt werden.
Ein 2. Ausgang führt zum Zeughaus, er ist nicht barrierefrei. Über eine steile Holztreppe, ebenfalls ein Provisorium wegen anhaltender Hochbauarbeiten, erreicht man den Bereich Neutorstraße/Wolfsgasse/Zeughaus.
· Im Haupttreppenhaus befinden sich freundlich gestaltete WC-Anlagen, darunter auch ein Behinderten-WC.
· In beiden Treppenhäusern befinden sich auf der Ebene 0 die Kassenautomaten.
· Im 1. UG befinden sich rechts neben der Einfahrt zwei Elektrotankstellen.

Unser Bild beim Durchschneiden des Bandes zeigt von links: Carolin Glöckle, OB Sebastian Remele, Stefanie Riedel und Dr. Peter Ropertz.



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