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„Ich liebe Schweinfurt“: Tassilo Leitherer über fränkische Gefühle, Orte der Ruhe und einen bayerischen Herzog – Teil 1 von 3


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SCHWEINFURT / DONNERSDORF / MÜNCHEN – Vor etwas mehr als einem Jahr sorgte Tassilo Leitherer für einen Paukenschlag. Der heute 27-Jährige trat aus der CSU aus – just am dem Tag, an dem sein Vater Harald als Schweinfurter Landrat abgewählt wurde. Leitherer junior ist politisch tätig, hauptberuflich Kommunikationsberater, Mediator, Autor und freier Redner. In Teil 1 des dreiteiligen Beitrags auf inundumsw.de spricht der in Donnersdorf und München lebende Leitherer über seine Heimat, seinen Namen und über Lieblingsecken in der Region.

„Absolut fränkische Gefühle“ hat der in Schwebheim aufgewachsene Leitherer. Auch wenn er mittlerweile 50 Prozent seines Lebens in München an seinem Zweitwohnsitz verbringt. „Ich versuche den Leuten, die Bayerisch reden, die richtige Sprache beizubringen. Auch mit weichen Buchstaben“, lacht er. Und wenn er dann wieder in der Heimat weilt, „dann muss ich an keiner Straße überlegen, wie ich zu einem Punkt komme“, sagt er.

Die Heimat im Fränkischen hat er mittlerweile in Donnersdorf. Im Süden des Freistaates ist Tassilo Leitherers aus Erding stammende Freundin ein Anlaufpunkt. Zuhause ist das natürlich seine Mutter Jutta. Und die Großmutter, die in Marktheidenfeld lebt. Oder die jüngere Schwester Idilko. Die bekam einen in Ungarn höchst populären Namen. Tassilo ist nach einem bayerischen Herzog benannt. Seine ältere Schwester heißt relativ schlicht Patricia. „Meine Eltern hatten damals noch nicht den Mut zu ungewöhnlichen Namen“, lacht der 27-Jährige wieder. Seine Augen blitzen dabei.


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Wenn man das Gegenteil von Oberflächlichkeit beschreiben will, dann muss man Tassilo Leitherer portraitieren. Medienmanagement studierte er nach dem Abitur 2005 im Celtis-Gymnasium. Schon mit 13 Jahren trat er in die Schülerunion ein. 2008 zog er für die CSU in den Kreisrat ein. Beruf und Politik aber sind die großen Themen in Teil 2 und 3 dieses Portraits.

In Teil 1 geht es um die Heimat. Leitherers Lieblingsecken hier? „Das Schönste war immer früher, mit meinem Hund in Schwebheim hinten auf die Felder zu gehen“, schwärmt er. Auch Schweinfurt gefällt ihm und da gerade der Bereich der wieder hergestellten Stadtmauer. „In Schweinfurt hat sich unheimlich viel verändert, die Stadt ist richtig schön geworden.“ Unlängst erst traf sich Tassilo Leitherer mit einem ihm nahestehenden Freund aus gemeinsamen JU- und CSU-Zeiten, der einige Monate vor ihm aus der Partei ausgetreten ist. Beide wählten das Grafenrheinfelder Lokal „Ai Due Galli“ zum Speisen und kehrten danach noch auf ein Bier in der benachbarten Alten Amtsvogtei ein.

Die Geschichte über die Person Tassilo Leitherer entstand nicht ohne Grund auf dem Schweinfurter Hauptfriedhof. Dazu viel mehr in Teil 3. „Ich mag Friedhöfe“, sagt er. „In großen Städten sind sie ein Ort der Ruhe. Wenn wann weiter hinein läuft, dann hört man nicht mal mehr den Verkehr.“ In Schweinfurter mit den benachbarten Straßen schon. Und man hört die plötzlich läutenden Glocken. Eine Trauergemeinschaft nimmt langsam schweigend den Weg auf zu einer Grabesstätte und läuft auf der Bank vorbei, auf der Leitherer und der Reporter sitzen. Der 27-Jährige weiß genau, wann ein Schweigen Sinn macht.

So wie er sich zu seiner politischen Zukunft nicht exakt festlegen kann und will. „Bis nächsten März sitze ich noch im Kreistag. Alleine werde ich dann nicht mehr kandidieren können. Aber eine feste Mitgliedschaft in einer Partei kommt nicht mehr in Frage“, sagt er nach dem Austritt aus der CSU.

Bald auf dieser Seite: Der Politiker Tassilo Leitherer über seinen Austritt aus der CSU, seinen Vater Harald und seinen Blick nach Berlin.

Tassilo Leitherer sagt: „Ich liebe Schweinfurt…, weil ich hier aufgewachsen bin, viele Menschen kenne und weil mein komplettes politisches und soziales Engagement hier geboren wurde“.







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