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Im Herbst zeigt sich ein robuster Arbeitsmarkt – Rückgang der Arbeitslosigkeit hauptsächlich bei den Jugendlichen


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SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Die Herbstbelebung bewirkte positive Arbeitsmarktzahlen: Die Arbeitslosigkeit war im Oktober im Agenturbezirk Schweinfurt im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen. Wie zu dieser Jahreszeit üblich, wurde im Oktober mit einer Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent, der bisher niedrigste Stand der Arbeitslosigkeit des Jahres 2016 erreicht.

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Main-Rhön ist auf 8.174 gesunken, ein deutliches Minus von 952 im Vergleich zum September 2016. Im Vorjahresvergleich blieb die Arbeitslosigkeit nahezu unverändert. Im Oktober 2015 waren lediglich 75 Arbeitnehmer weniger arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosenquote minimal um 0,1 Prozentpunkte.


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1.013 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit im Oktober durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Dies waren 97 mehr als im Oktober 2015. Erneut arbeitslos meldeten sich 1.012 Personen nach einer Beschäftigung, das waren 25 weniger als vor einem Jahr. Alle Personengruppen, darunter auch die der Menschen mit Behinderung, die der Langzeitarbeitslosen, die der älteren Menschen, wie auch die der Ausländer, profitierten von der aktuellen Entwicklung. Den höchsten Rückgang verzeichnete die Personengruppe der Arbeitslosen unter 25 Jahren. Im Vergleich zum Vormonat waren es rund 37 Prozent weniger, während die Arbeitslosigkeit insgesamt um rund zehn Prozent zurückging. Mit 3,0 Prozent lag die Arbeitslosenquote der Jugendlichen im Oktober wieder im üblichen Bereich. „Ausschlaggebend für den deutlichen Rückgang bei den jungen Menschen waren hauptsächlich zwei Gründe“, erläutert der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, Thomas Stelzer die Entwicklung. „Zum einen nahmen Jugendliche, die sich nach Beendigung ihrer Ausbildung zunächst arbeitslos melden mussten, eine Beschäftigung auf“, so Stelzer weiter. „Zum anderen besuchten auch Jugendliche mit dem Beginn des neuen Schuljahres weiterführende Schulen.“

Ungebrochen ist der hohe Einstellungsbedarf der Unternehmen in der Region. Die Betriebe meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter im Oktober 927 neue Arbeitsstellen. Dies waren 38 Stellen mehr als im Vormonat und 205 mehr als im Vorjahresmonat. Erstmals wurde bei dem Stellenbestand mit 4.012 offenen Stellen, die 4.000er-Marke durchbrochen.


Hohe Personalnachfrage zeichnet sich insbesondere in Produktions- und Fertigungsberufen ab (1.320 Stellen), im Gewerbe Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (712 Stellen), in Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (655 Stellen), sowie in der Baubranche (419 Stellen). „Die regionale Wirtschaft wird getragen von der guten Konsumkonjunktur, niedrigen Zinsen und noch günstigen Energiepreisen“, erläutert Stelzer diese erfreuliche Entwicklung.

Die Industrie benötigt kaum zusätzliche Arbeitskräfte. Einstellungen erfolgen in der Regel befristet, kaum mit Chance auf Übernahme. In den kaufmännischen Berufen, also im Bürobereich, kann das Stellenangebot die Nachfrage seitens der arbeitsuchenden Menschen insgesamt nicht befriedigen. Das Handwerk hat erhebliche Probleme, qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Die Situation im Gesundheits- und Pflegebereich ist aufgrund der stetig steigenden Anzahl der Pflegebedürftigen ebenso angespannt. Für alle Berufsbereiche gilt grundsätzlich, dass die Nachfrage nach ungelernten Kräften relativ gering ist. „Zeitnahe Qualifizierungsmaßnahmen bieten für Arbeitgeber und unsere Kunden eine große Chance. Arbeitsmarktpolitische Instrumente, unter anderem Umschulungen oder Weiterbildungen, spielen eine zentrale Rolle, um Stellenangebot und Arbeitsuchende erfolgreich zusammenzuführen. Dass diese Maßnahmen notwendig sind, zeigt die ungebrochen hohe Nachfrage nach Fachkräften“, resümiert Stelzer.

Inzwischen haben rund zehn Prozent aller arbeitslosen Menschen in der Region Main-Rhön einen Fluchthintergrund. „Diese Menschen möchte so schnell wie möglich in Arbeit kommen. Leider stehen derzeit noch Wollen und Können im Missverhältnis“, so Stelzer. „Fehlende Sprachkenntnisse, abweichende Arbeitsstandards in den Herkunftsländern, sowie Probleme die angebotenen Arbeitsstellen zu erreichen, sind häufig Hinderungsgründe für eine Arbeitsaufnahme.“

Es zeichnete sich keine wesentliche Veränderung der Kurzarbeit im Vergleich zum Vormonat ab. Aktuell melden vorsorglich 35 Betriebe für 789 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Im Schwerpunkt meldeten die Branchen Produktion und Fertigung sowie das Herstellende Gewerbe wie z.B. für elektrische Ausrüstungen und Geräte, Kurzarbeit an.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, erwartet in seiner aktuellsten Prognose ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent im Jahr 2016 und von 1,3 Prozent im Jahr 2017. Während dies für eine gute Wirtschaftsentwicklung steht, sehen die Arbeitsmarktforscher auch einige Unsicherheitsfaktoren: Risiken bestehen vor allem im Hinblick auf die Folgen der Brexit-Entscheidung, die Stabilität des europäischen Bankensektors und die Finanzmarkt- und Wirtschaftsprobleme in einigen Schwellenländern. „Diese Einflussfaktoren könnten sich auf unseren regionalen Arbeitsmarkt, mit dem wichtigsten Industriestandort Nordbayerns, ebenso auswirken“, kommentiert Stelzer die aktuelle Situation. „Angesichtes der beiden positiven Frühindikatoren, geringe Kurzarbeit und hohe Stellenzugänge in der Region Main-Rhön, bin ich aber zuversichtlich, dass unser Arbeitsmarkt weiterhin stabil bleiben wird.“



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