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Immer wieder Silvaner: Der Wein-„Klassiker“ ist auch 2021 ganz vorn – vor Müller-Thurgau und Bacchus


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UNTERFRANKEN – Das Jahr 2021 ist vorüber, und trotz der schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie für alle Beteiligten, blickt die Weinprüfstelle der Regierung von Unterfranken auf ein erfolgreich absolviertes Prüfjahr zurück.

Im abgelaufenen Prüfjahr 2021 wurden in der Weinprüfstelle in erster Linie die Weine des Jahrgangs 2020 zur Qualitätsprüfung angestellt. Von diesem Jahrgang hatten am Ende des Jahres 2021 mit knapp 22 Millionen Litern rund 82 % der gesamten Erntemenge von ca. 28 Millionen Liter das amtliche Prüfverfahren durchlaufen.


Hartmann



Der Jahrgang 2020 war im Berichtszeitraum mit 75 % der angestellten Weinmenge vertreten, 7 % entfielen auf 2019er Weine, 13 % auf Weine des neuen Jahrgangs 2021, der Rest auf ältere Jahrgänge bzw. auf Weine, die ohne Jahrgangsangabe zur Prüfung kamen.


Die Weißweine stellten auch 2021 mit 77 % der geprüften Weinmenge die Majorität, danach folgen mit 12 % die Rotweine und mit 8 % der Rotling. 5,6 Millionen Liter Wein (21 % der geprüften Menge) waren im Prüfjahr 2021 „fränkisch trocken“ ausgebaut, d.h. die Weine enthielten maximal 4 Gramm „Restzucker“ pro Liter.

Hier ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Weitere 11,7 Millionen Liter Wein (ca. 42 % der geprüften Menge) wiesen einen Restzuckergehalt zwischen 4 und 9 Gramm pro Liter auf. Diese Zahlen belegen erneut, dass „Franken“ insbesondere für hervorragende trockene Weine steht.

Die Quote der Bocksbeutelfüllungen erhöhte sich erneut leicht auf ca. 28 % der geprüften Weinmenge. Eine höhere Quote wäre ohne weiteres möglich, da die meisten Weine, die für die Bocksbeutelfüllung gesteigerten Anforderungen in der Qualitätsprüfung ohne Weiteres erfüllen würden. Die überwiegende Mehrzahl der Weine wurde allerdings in 1-Liter-Flaschen abgefüllt (43 %).

Die Weine wurden mit 49 verschiedenen Rebsorten angestellt. Das Hauptkontingent stellte zum nunmehr 11. Mal in Folge der Silvaner, dieses Mal mit einer weiteren Steigerung auf 37 % der angestellten Weine, wiederum gefolgt vom Müller-Thurgau, der mit 21 % etwas weniger angestellt wurde. Auf Platz 3 landete auch im Prüfjahr 2021 der Bacchus mit beständigen 15 %, gefolgt vom Riesling mit 5 % und der mengenmäßig bedeutendsten Rotweinsorte auf der Liste der wichtigsten Rebsorten in Franken, der Domina mit einem Anteil von 4 %.

In 152 Sitzungen der Prüfungskommissionen absolvierten 78 % der Weinmenge die Qualitätsprüfungen als Qualitätsweine und 22 % als Prädikatsweine. Der Wein-Jahrgang 2020 brachte insgesamt nahezu die gesamte Bandbreite der Qualitäten. So wurden von ansprechenden Schoppenweinen bis hin zu edelsüßen Raritäten Weine aller Qualitätsstufen geprüft. Sogar der Eiswein war dieses Jahr vertreten. Insgesamt ist festzuhalten, dass aus dem Jahrgang 2020 überwiegend hochwertige Weine erzeugt werden konnten. Dokumentiert ist dies in der Tatsache, dass 98 % der Antragsverfahren die begehrte amtliche Prüfnummer, die Voraussetzung für die Vermarktung der Weine als Qualitäts- bzw. Prädikatsweine ist, zugeteilt werden konnte. Ein für den Frankenwein absolut herausragendes Ergebnis.

Die Anträge und angestellten Mengen für den Sekt b.A. Franken blieben gegenüber dem Prüfjahr 2020 nahezu unverändert. Die Gesamtmenge betrug wie im Jahr zuvor ca. 170.000 Liter. Aufgrund der guten Qualität der Franken-Sekte ist dies sicherlich noch steigerungsfähig.

Sorgen macht hingegen der Rückgang der anstellenden Betriebe. Im Prüfjahr 2021 haben 666 Betriebe ihre Weine und Sekte bei der Weinprüfstelle der Regierung von Unterfranken angestellt. Gegenüber dem Jahr 2020 bedeutet dies einen Rückgang von 8 %. Nachdem bereits im Jahr 2019 ein Rückgang von 6 % zu verzeichnen war, findet der Konzentrationsprozess hier seine Fortsetzung.

Der Ausblick auf das Jahr 2022 stimmt allerdings optimistisch. Nach der historischen niedrigen Ernte 2020 füllen sich die Weinkeller in Franken wieder. Die geerntete Traubenmenge 2021 wird zumindest im fränkischen Durchschnitt liegen, während im Europa-Durchschnitt die Ernte um 13 % geringer sein wird. Insgesamt konnten die fränkischen Winzerinnen und Winzer 2021 rund 48 Millionen Liter Traubenmost gewinnen.


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