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Impulsvortrag in der Schweinfurter Rathausdiele: Es ging um erneuerbare Energien für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung


Pressebeck

SCHWEINFURT – Am 27. April konnten 48 Gäste dem mitreißenden Vortrag des Bertram Fleck, CDU und ehemals Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises, in der Schweinfurter Rathausdiele lauschen. Eingeladen und organisiert wurde der Abend von den Umweltorganisationen People for Future Schweinfurt, der Lokalen Agenda 2030 mit ihrer Arbeitsgruppe Klimafreundliche Mobilität, des BUND Naturschutz in Bayern e.V. und des ökologischen Verkehrsclub Deutschland.

In voller Begeisterung berichtet der 72-Jährige von seinem Lebenswerk, den Landkreis mit 103.000 Einwohnern bereits vor drei Jahren klimaneutral gestaltet zu haben, wofür er einen Preis bekam. Fleck erkannte früh die regionale Wertschöpfung als Impuls und Motor für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Er formte ein Netzwerk, das als „Heimat der Energiewende-Vormacher“ bekannt wurde. Zahlreiche Preise würdigten dieses Kooperationswerk, zuletzt 2018 die Auszeichnung als „Energiekommune des Jahrzehnts“ durch die Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin.





Wiederholt wies er darauf hin, wie wichtig es ist, dass die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik für dieses Thema brennen müssen, denn nur dann kann eine Kommune gewinnen. Fleck betonte, dass ein „Von-sich-Schieben“ der Aufgaben und Herausforderungen auf Bund und Land überhaupt nicht weiterhelfe. Es lenke nur von den eigenen, nicht ausgenutzten Chancen und auch Pflichten einer Kommune ab. Die Kommunen sind am dichtesten bei der Bevölkerung dran und ihre Aufgaben sind die direkte Förderung der Region.


Gerade im Kleinen kann so viel erreicht werden wie bei den beispielhaften LED-Tauschtagen, Zuschüssen zur Anschaffung von Energiespargeräten, aber auch im Großen durch die Vernetzung von Kommunen untereinander zur Erzeugung von regenerativer Energie, um die eigenen Bereiche unabhängig zu machen von Energiezufuhren aus kritischen Ländern.

Die Rathausdiele war gefüllt mit hochrangigen Vertretern aus Verwaltungen und Kommunalpolitik. Manager der Stadtwerke Schweinfurt, Klimamanger:innen aus Stadt und Landkreisen, stellvertretender Landrat, Politiker:innen aus dem Landkreis und Vertreter des Betriebsrates der ZF konnten die Veranstalter begrüßen.

Leider bestand seitens des Schweinfurter Stadtrates nahezu kein Interesse. Außer der zweiten Bürgermeisterin Sorya Lippert als Sprecherin der Lokalen Agenda 2030, waren nur vier weitere Stadträt:innen von B90/Die Grünen, der SPD und der Partei Zukunft./ÖDP vor Ort. Stadträt:innen der CSU zeigten kein Interesse.

„Dies ist aus unserer Sicht unerträglich und wirft daher viele Fragen auf: Besteht denn in Schweinfurts politischer Führungspartei kein Interesse, eine regionale Wertschöpfung – also einen finanziellen Gewinn für die Heimat – zu erzielen? Ist kein Bedürfnis vorhanden, eine langfristige Preisstabilität der Stromkosten zu sichern? Möchte die Stadt Schweinfurt sich nicht schnellstmöglich von der Abhängigkeit teurer fossiler Energieträger befreien? Gibt es keine ehrgeizige Bestrebung, die Klimaschutzziele bis 2035 zu erreichen?“, fragen sich die Veranstalter.

Bertram Fleck hat derart anschaulich vorgestellt, welche Hebel es braucht, um die Bevölkerung mitzunehmen und zu begeistern den Weg zur Klimaneutralität zu beschreiten. „Sehr bedauerlich, dass die Schweinfurter Rathausführung diese Informationsmöglichkeit nicht genutzt hat!“

Auf dem Bild: Bertram Fleck in der Rathausdiele Foto: Manfred Röder


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