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Initiative pro Stadtwald und gegen die Landesgartenschau vermisst Ehrlichkeit und Klimabewusstsein seitens der SPD


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SCHWEUNFURT – Es sei schon bemerkenswert, wie wenig Fakten am Ende zählen. Die Initiative pro Stadtwald und gegen die Landesgartenschau sieht das Konzept des Stadtwaldes durch eine Reihe von Unwahrheiten bedroht, die nun auch noch ungeprüft von der SPD übernommen werden.

Statt sich ordentlich in die Materie einzuarbeiten, kommt die neue SPD-Vorsitzende mit völlig falschen Aussagen daher“, so Stefan Bretscher. Die Stadt Schweinfurt verfüge auf Stadtgebiet keineswegs über 1.850 Hektar Wald, wie von Frau Stürmer-Hawlitschek behauptet, sondern gerade mal über 500. Der Rest des Gebietes liege in den Landkreisen Bad Kissingen und Schweinfurt. Förster hätten zudem das Gebiet im Süden und Westen Schweinfurts zu den waldärmsten in ganz Bayern zählen. Und das für den Stadtwald vorgesehene Areal ist 10 ha groß und nicht 7 ha, also etwa zwei Drittel der Fläche des Stadtwalds an den Eichen und damit durchaus ein „Wald“ und kein „Wäldchen“.





Die Carus-Allee ist geplant und das ist gut so, schreiben die Initiatoren. Dass die SPD nun aber erneut mit dem Plan aufwartet, den Rest des Konversionsgeländes zu bebauen und damit zu versiegeln, ist ein Zeichen dafür, dass sie offensichtlich die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt hat. „Wenn jede Kommune versucht, so viele Bürger wie möglich durch neue Baugebiete anzulocken, entziehen wir uns Schritt für Schritt die eigene Lebensgrundlage“, so Ulrike Schneider. Der Flächenverbrauch in Bayern beträgt 11,7 Hektar pro Tag (Stand 2017), das entspricht in etwa 17 Fußballfeldern, pro Jahr werden rund 43 Quadratkilometer Freifläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. „Das Ergebnis von Kirchturmpolitik“, so Schneider und wenig zukunftsorientiert.


Im Übrigen kritisiert die Initiative die Vorgehensweise der SPD. Diese hatte zwar gegen die LGS gestimmt, dann aber die Hände in den Schoß gelegt und andere Veto einlegen lassen. Nachdem sich dank des Bürgerbegehrens langsam herauskristallisierte, wie groß die Vorbehalte gegen eine LGS in der Bevölkerung tatsächlich sind, springt sie auf den Zug auf und möchte ihn zu einer Vollbremsung zwingen. „Das ist weder fair noch klimabewusst“, so die Initiative abschließend. Eine Klage gegen eine Reihe unwahrer Aussagen ist in Vorbereitung.

Dazu passt auch das:

Initiative Stadtwald statt Landesgartenschau lädt zur Exkursion in den Stadtwald An den Eichen


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Ein Kommentar

  1. „Wenn jede Kommune versucht, so viele Bürger wie möglich durch neue Baugebiete anzulocken, entziehen wir uns Schritt für Schritt die eigene Lebensgrundlage“, so Ulrike Schneider.

    Schweinfurt lockt seit Jahrzehnten fast gar keine Bürger mehr an! Dadurch kam eine Überalterung der Bevölkerung, ein schlechtes Stadtimage bei jungen Leuten, weniger Schlüsselzuweisungen, Gefährdung von Schulen (Rathenau Gymnasium) und Jugendeinrichtungen, weniger Kunden für den Einzelhandel, Leerstände, etc., etc. Ein Teufelskreis. SW ist schließlich ein Obertzentrum mit sehr vielen Arbeitsplätzen. Wenn die Arbeitnehmer nahe wohnen können, ist das am besten für die Umwelt und die Landschaft (gegen Zersiedelung).

    Obendrein fehlt eine Uni, mit vielen jungen Leuten. Die könnte ja vielleicht mal als Ableger von WÜ oder der neu gegründeten TU in Nürnberg kommen, für die MP Markus Söder (seine Heimatstadt) eine Milliarde Euro investiert!! Das Ledward Areal eignet sich hingegen nicht für ein Wohngebiet, i. Ggs. zu den Pfannäckern, wo die Stadt ein unbedingt benötigtes Wohngebiet nicht zu Wege bringt.

    In SW wird in der Zeit nach Grieser viel zu klein gedacht, mit einem Rückfall in die Provinzialität. Die Stadt eignet sich auf Grund der Topografie und Wirtschaftsgeografie, als neuer Autobahnknoten in der deutschen Mitte, mit immer bessserer Bahnanbindung, ungeachtet der engen (nicht unveränderlichen!) politischen Grenzen zu einer Metropole in Bayerns Deutscher Mitte. Zu einem Zentrum für Großindustrie, Forschung, Hochschule und Universität – strukturell gesehen zu einem kleinen München. Einem München II oder München-Nord.

    Ohne Vision und ohne Gesamtidee läuft in der Stadtentwicklung nichts. G. Grieser hat es vorgemacht, als die Stadt am Boden lag, mit „Industrie und Kunst“. Heute sind die Voraussetzungen viel besser, deshalb könnte heute noch (viel) mehr gehen. Die Chance sollte man unbedingt nutzen – wer weiß wann und ob sie überhaupt wiederkommt. Die nächste Krise in der Großindustrie kommt irgendwann, in der heutigen globalisierten, unruhig gewordenen Welt. Dann ist ganz entscheidend, ob man diesen Unterbau geschaffen hat (statt sich gegenseitig zu verklagen) und die Stadt auf breiteren Füßen steht. Ein Stadtentwickler sagte: „Die Städte machen keine Fehler wenn es ihnen schlecht geht, sondern [zuvor] wenn es ihnen gut geht.“

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