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Investitionsoffensive in den Kanal zahlt sich aus: Schonungen rutscht in Härtefallprogramm und darf sich über 4 Mio. Euro unerwarteten Zuschuss freuen


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SCHONUNGEN – Es passiert zu viel in zu kurzer Zeit, heißt es immer öfter aus der Bürgerschaft. Und tatsächlich laufen großgemeindeweit in Schonungen gerade Baustellen in einem nie da gewesenem Ausmaß und Investitionsvolumen. Alleine in den Tiefbau, insbesondere in den Kanalbau steckt die Gemeinde zweistellige Millionenbeträge.

Weite Teile der Entwässerungseinrichtung werden modernisiert, vergrößert und erweitert. Ein leistungsfähiges Kanalnetz soll den Unterhalt und damit die laufenden Kosten deutlich reduzieren, dem Umwelt- und Naturschutz, vor allem aber den extremer werdenden Starkregenereignissen Rechnung tragen. Hinzu kommen neben dem oft umfangreichen Kanalbau nicht selten noch der Austausch von Wasserleitungen, die Erneuerung von Gas, Strom, Telefon, Glasfaser bis hin zum Straßenneubau und das Setzen neuer Laternen.


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Trotz der dramatischen Bilder im Fernsehen durch Hochwasserschäden zählt der Kanalbau häufig zu den undankbarsten Aufgaben in der Kommunalpolitik. Kanäle werden oft als teuer, aber auch selbstverständlich angesehen und sind nicht sicht- bzw. wahrnehmbar unterirdisch vergraben. Während den Baumaßnahmen handelt sich die Gemeinde oft genug Ärger mit Verkehrsbeeinträchtigungen, problematischen Zufahrten, Parkplatznot, Lärm, Staub, Dreck und Schäden in Folge der Baustelle ein. „Der Kanalbau sorgt normalerweise nicht für Begeisterung und Beifall, trotzdem haben wir im Gemeinderat ein beispielloses Infrastrukturprojekt auf den Weg gebracht!“, weiß Bürgermeister Stefan Rottmann zu berichten.


Dazu zählt in den letzten etwa 6 Jahren die Neuausrichtung der Entwässerungsanlagen im neugestalteten städtebaulichen Wohnquartier „Neue Mitte Schonungen“, ebenso die Kanalverbindungsleitung Marktsteinach-Schonungen, die Kanalverbindungsleitung Waldsachsen-Marktsteinach und die Trasse Marktsteinach-Löffelsterz. Letzteres brachte der Gemeinde unverhofft einen Zuschuss von etwa 400.000 Euro ein. Auch am Forster Dorfanger wurden die Kanäle komplett erneuert – in Rednershof wurde gar die gesamte Kanalisation und eine Kläranlage neu gebaut.

Die neuen Enwässerungseinrichtungen im Gewerbegebiet Tiefer Graben oder am Neubaugebiet „Forster Weg“ wurden ebenfalls vom Bauamt der Gemeinde erfolgreich zur Umsetzung gebracht hat. Der Kanalbau am Schulweg/Finkenweg/Schaftrieb sowie am Mainblick/Kreuzbergring/Dachleite ist abgeschlossen und die Pumptechnik in Schonungens Hauptpumpwerk umfangreich erneuert worden. In der Umsetzung befindet sich aktuell der Hauptsammler im Ortsbereich Marktsteinachs, der komplett vergrößert und erweitert wird. Zusätzliche Entlastungen bei Starkregen- und Hochwasserereignissen verspricht sich die Gemeinde durch den Neubau eines großen Regenrückhalte- und Überlaufbeckens am Ortsausgang von Marktsteinach, was ebenfalls eine imposante Baustelle darstellt. Weitere Kanalprojekte befinden sich in der „Pipeline“ – so zum Beispiel die Erneuerung der Unteren Straße in Forst bis zur Einmündung am Steinberg. Auch hier wird die Gemeinde knapp 1 Mio. Euro investieren.

Der Fleiß und Mut scheint sich nun auszuzahlen. Durch die Investitionsoffensive gerade auch der jüngsten Vergangenheit, kann Schonungen jetzt den Nachweis erbringen, in einem definierten Zeitraum mehr als 2.500 Euro pro Bürger in den Kanal investiert zu haben. Gerade Kommunen, die seit 1992 große finanzielle Aufwendungen für Abwasserentsorgung / Wasserversorgung getätigt haben, werden durch die Härtefallförderung der RZWas2018 besonders unterstützt“, erklärt Abteilungsleiter Andreas Kirchner vom Wasserwirtschaftsamt.

Alleine in den letzten sechs Jahren wurden zwölf Kanalprojekte abgewickelt bzw. stehen vor dem Abschluss. Mit exakt 2.506 Euro wurde der Schwellenwert nachweislich überschritten und durch das Wasserwirtschaftsamt geprüft und bestätigt. Damit wird ab sofort jedes Bauwerk, jeder Meter sanierter Kanal bezuschusst und gefördert. Schonungen kommt unterfrankenweit als eine von wenigen Kommunen in den Genuss der so genannten RZWas-Härtefallförderung. Die Großgemeinde hat einen Zuschuss von insgesamt 4.049.150,- Mio. Euro beantragt und nun ganz offiziell den Förderbescheid erhalten. Alleine für das im Bau befindliche 2.200-Kubikmeter große Regenüberlaufbecken in Marktsteinach wird ein Zuschuss in Höhe von 1,897 Mio. erwartet.

In den etwa 4 Mio. Euro Zuschuss steckt aber auch die Sanierung von insgesamt 1.909 Meter Ortskanäle sowie 1.002 Meter Hausanschlüsse in öffentlicher Trägerschaft, die sich die Gemeinde in naher Zukunft vorgenommen hat. Bis 31. Dezember 2021 muss die Verwendungsbestätigung erfolgt und die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Insgesamt konnte sich Schonungen in jüngster Vergangenheit über neue Förderprogramme 4,463 Mio. Euro sichern, wie Manfred Keller vom Wasserwirtschaftsamt vorrechnet. Erst kürzlich machte Schonungen mit einer positiven Bewerbung um die Stabilisierungshilfe mit 1 Mio. Euro von sich reden. Geld, das weder geplant noch einkalkuliert war: „All die Zuschüsse und Förderungen, die wir jetzt noch im Nachhinein generieren können, werden sich auf Gemeinde und Bürger positiv auswirken!“, verspricht Bürgermeister Stefan Rottmann. Jetzt muss allerdings der Abschluss und damit die Abrechnung der vielen Baumaßnahmen abgewartet werden. Bis dahin werde man weiterhin Ausschau halten nach neuen Fördermillionen, verspricht Bürgermeister Rottmann.

Auf den Bildern:

* Eines der größten Entwässerungs-Projekte der Region wird gerade im Ortsteil Marktsteinach umgesetzt. Mit 2.200 Kubikmeter Nutzvolumen entsteht dort ein modernes Regenüberlaufbecken. Alleine in die Bodenplatte werden gerade über 140 Tonnen Stahl verbaut. Später nach Abschluss der Baumaßnahme, wird man von dem Becken nicht mehr viel sehen. Das Foto zeigt von links den Leiter der Bauverwaltung Sebastian Heurich, Bautechniker Lutz Brückner (Gemeinde), Hubert Büchner (Planungsbüro H&F), Dominik Schmitt (H&F), Christian Rossmann (H&F), Frank Maiberger (Geschäftsführer Brand Bau), Hans-Ulrich Hossfeld (H&F), Alexander Brand (Brand Bau), Manfred Keller (Wasserwirtschaftsamt), Bürgermeister Stefan Rottmann, Bauingenieur Frank Fronzek (Gemeinde) und Abteilungsleiter Andreas Kirchner (Wasserwirtschaftsamt)

* Eines der größten Entwässerungs-Projekte der Region wird gerade im Ortsteil Marktsteinach umgesetzt. Mit 2.200 Kubikmeter Nutzvolumen entsteht dort ein modernes Regenüberlaufbecken. Alleine in die Bodenplatte werden gerade über 140 Tonnen Stahl verbaut. Später nach Abschluss der Baumaßnahme, wird man von dem Becken nicht mehr viel sehen. Das Foto zeigt von links den Leiter der Bauverwaltung Sebastian Heurich, Bautechniker Lutz Brückner (Gemeinde), Hubert Büchner (Planungsbüro H&F), Frank Maiberger (Geschäftsführer Brand Bau), Alexander Brand (Brand Bau), Hans-Ulrich Hossfeld (H&F), Dominik Schmitt (H&F), Manfred Keller (Wasserwirtschaftsamt), Abteilungsleiter Andreas Kirchner (Wasserwirtschaftsamt), Christian Rossmann (H&F), Bauingenieur Frank Fronzek (Gemeinde) und Bürgermeister Stefan Rottmann.

Fotos: Milena Hammer



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