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„Junior Helfer“ am Bergl: Schulsanitätsdienst an der Albert-Schweitzer-Grundschule gegründet


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SCHWEINFURT – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde am vergangenen Montag der Startschuss für den neuen Schulsanitätsdienst in der Albert-Schweitzer -Grundschule gegeben. Der Vorsitzende des BRK Kreisverbandes Schweinfurt, Hartmut Bräuer gratulierte den 15 Schulsanitätern und bedankte sich bei ihnen für ihr großes ehrenamtliches Engagement in der Schule und für die über 550 Schüler der Albert Schweitzer Grund- und Mittelschule.

Ein Dank ging auch an die Lehrerin der Klasse, Frau Daniela Girwidz, die sowohl den Kontakt zum Roten Kreuz geknüpft, als auch den Ablauf der Ausbildung abgesprochen hat. Auch den BRK-Ausbildern Petra Hilbert und Jürgen Dietz galt ein besonderer Dank. Sie haben die Schülerinnen und Schuler auf Ihren Dienst vorbereitet und zum Juniorhelfer ausgebildet.


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Es gab Erste Hilfe Unterricht in insgesamt Schulstunden mit folgenden Themen:

Pflasterverband
Notruf
Bauchschmerzen
Kopfverletzung
Bewusstlosigkeit
Verbrennung
Knochenbruch
Bedrohliche Blutung


Die Kinder wurden in einem Zeitraum über 2 Monate ausgebildet. Die Ausbildung erfolgte nach dem Konzept des Jugendrotkreuzes für den Kurs „Junior Helfer“ für die entsprechende Altersklasse in der Grundschule.

Holger Brätz, Ausbildungsleiter im BRK-Kreisverband überreichte den Schlulsanitätern einen neuen Verbandskasten für den Sanitätsraum sowie 2 Einsatztaschen und gelbe Einsatzwesten für den Dienst in den Schulpausen. Ebenfalls wurde ein Plüschteddy als Maskottchen und zum Trösten im Einsatz an die Schulsanitäter übergeben. BRK-Vorsitzender Hartmut Bräuer wünschte den neuen Schulsanitätern viel Erfolg und immer die nötige Ruhe im Einsatz.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Schulsanitätsdienst ist nach dem ersten Kurs an der Schule so groß, dass im Januar 2020 der nächste Kurs starten wird. Gerne steht der BRK-Kreisverband Schweinfurt auch anderen Schulen und Einrichtungen zur Seite bei der Erreichtung weiterer Gruppen des Schulsanitätsdienstes.

Die Schule ist neben der Familie das zweite wesentliche Erziehungsumfeld für junge Menschen, an dem sie lernen, sich und ihre Umwelt zu erkennen und zu verstehen. Dort kommen sie mit anderen jungen Menschen zusammen und lernen soziale und kommunikative Bindungen über die Familie hinaus einzugehen. Für die Schulen steht mit dem Jugendrotkreuz ein kompetenter und gesellschaftlich anerkannter Partner zur Verfügung.Das Jugendrotkreuz will Kindern und Jugendlichen helfen, mit Vernunft und Zuversicht ihren Alltag in der Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Es möchte Hilfen zur Entwicklung einer mündigen Persönlichkeit geben und Kinder und Jugendliche praxisnah und exemplarisch lehren, sozial verantwortlich zu urteilen, zu entscheiden und zu handeln. Der Schulsanitätsdienst bietet hier die Möglichkeit zur Erfüllung der Aufgaben und gesellschaftlichen Ziele.

Schulsanitätsdienst bringt das „Abenteuer Menschlichkeit“ in die Schule. Schüler lernen zu helfen. Helfen bedeutet, die eigene Betroffenheit in richtiger Weise für den Mitmenschen verantwortlich handelnd umzusetzen.

Schulsanitätsdienst – warum?

Jeder Mensch kann verunglücken, überall und jederzeit. Dass es immer wieder passiert, weisen die Unfallstatistiken aus: Jedes Jahr verunglücken allein bei Unfällen zu Hause und in der Freizeit ca. 3,5 Millionen Menschen; Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren sind mit etwa 650.000 Unfällen beteiligt, 400 davon mit tödlichem Ausgang.

In den Schulen erleidet im Bundesdurchschnitt jede/r 11. Schüler/in einen anzeigepflichtigen Schulunfall, der in der Regel eine ärztliche Versorgung notwendig macht.

Unfallstatistik der Schulunfälle aus dem Jahr 2004:

Unfälle im Bereich der Einrichtungen: 119.576
Wegeunfälle 15.108
Berufskrankheiten 2
Sonstige Meldungen 3710
Gesamt 138.396

(Quelle: GUVV, Geschäftsbericht 2004)

Oftmals sind Kinder beim Spielen und auf dem Schulweg unter sich. Dort können Schüler durchaus als Ersthelfer in Betracht kommen. Unsicherheit bei der Erste Hilfe Leistung führen nicht selten zu Verzögerungen und Fehleinschätzungen und als Folge zu einer Verschlimmerung des Verletzungszustandes. Für die Betroffenen ist es sehr wertvoll, dass schnell geholfen wird; im Bedarfsfall auch ein Notruf korrekt abgesetzt werden kann. Die Schüler des Schulsanitätsdienstes sind in der Lage, durch eine sachgerechte Versorgung die Unfallfolgen für die verletzten Personen zu mindern. Nur ständiges Wiederholen und Üben festigt die erlernten Fähigkeiten. Der Schulsanitätsdienst bietet die beste Möglichkeit dazu. Hier können die Schüler ihre Hilfsbereitschaft in konkretes Handeln umsetzen. Ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wird gestärkt. Sie lernen, ohne Angst und Scheu auf einen Verletzten zuzugehen und so gut sie können zu helfen. Dadurch entwickeln die Kinder eine positive Grundeinstellung zum Helfen und die Erste-Hilfe-Leistung wird zur Normalität.

Teilweise erfolgt die Erstversorgung vor Ort durch einen ausgebildeten Lehrer, die Schulsekretärin oder den Hausmeister. Hier wird oft die Unsicherheit deutlich, die viele Erwachsene auf dem Gebiet der Ersten Hilfe verspüren. Eine einmalige Erste-Hilfe-Ausbildung, die eventuell vor Jahren erfolgt ist, wird ohne wiederholtes Üben und ständiges Anwenden keine sichere Grundlage für richtige Hilfe im Notfall sein.

Ziele

Förderung des sozialen Engagements und Handeln von Kindern und Jugendlichen

Soziales Handeln zu praktizieren, zu stärken, dieses für später und außerhalb der Schule einzuüben

Schüler lernen gegenseitige Verantwortung zu praktizieren, sie lernen durch ihre Mitarbeit reale Aufgaben kennen und die Möglichkeit, Mitverantwortung zu übernehmen

Altersgerechte und fachkompetente Betreuung von Verletzten und Kranken•Inhalte des Erste-Hilfe-Unterrichts in praktisches Handeln umzusetzen und somit durch direkten Praxisbezug und Anerkennung im Schulbereich eine zusätzliche Motivation für das Lernen zu schaffen.

Das Bay. Kultusministerium hat mit dem Schreiben vom 24.6.1993 die generelle Durchführung des „Juniorhelfers“ an bayerischen Grundschulen genehmigt. Die neueste Überarbeitung stammt aus dem Jahr 2007.Über 40.000 mittlerweile kindgerecht ausgebildete „Juniorhelfer“ zeigen, dass Grundschüler nach einer entsprechenden Schulung dazu in der Lage sind. Die Beobachtungen und Erfahrungen bei der Ausbildung „Juniorhelfer“ ließen die Idee entstehen, den SSD schon ab der Grundschule beginnen zu lassen. Hierdurch kann eine längerfristige und regelmäßige Wiederholung und Anwendung des Erste-Hilfe-Wissens erreicht werden. Soziale Kompetenz des Helfens muss sich von Kindheit an entwickeln können. Ebenso wird die bei Kindern oft deutlich ausgeprägte spontane Bereitschaft zur Hilfe bestärkt und aufrechterhalten, sowie die Kompetenz zur richtigen Hilfeleistung gefördert.

Nicht zuletzt wird damit auch der Grundstein für eine Mitarbeit im Schulsanitätsdienst der weiterführenden Schulen gelegt. Der Juniorhelfer ist auf insgesamt 8 Unterrichtseinheiten in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 angelegt. Über die Aufteilung auf die einzelnen Jahrgangsstufen entscheidet der jeweilige Lehrer. Durch die Einführung des neuen Lehrplans 2000 für die Grundschulen kann der „Juniorhelfer“ in viele Lehrplanthemen und Fächer eingebunden werden. In den Unterlagen zur Ausbildung sind zu jeder Unterrichtseinheit die entsprechenden Lehrplanziele angegeben. Der „Juniorhelfer“ kann auch außerhalb der Stundentafel z. B. als AG oder im Rahmen besonderer schulischer Veranstaltungen wie Schullandheimaufenthalten, Projekten oder Bundesjugendspielen angeboten werden.



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