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Foto: Frank Fronzek

Kanalprojekte auf der Zielgerade: Schonungen investiert massiv in den Tiefbau und alleine 15 Mio. Euro für ein leistungsfähiges Entwässerungssystem


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SCHONUNGEN – Viel ist in den letzten Jahren berichtet und geschrieben worden, über Schonungens ehrgeiziges Kanalprojekt. Stolze 15 Mio. Euro gibt die Gemeinde für ein hochleistungsfähiges Entwässerungssystem aus, das künftig auch extremen Starkregenereignissen gewachsen sein soll. Ein Maßnahmenbündel von mehr als einem Dutzend Kanal- und Infrastrukturgroßprojekte wurde geschnürt.

Damit war auch klar: Überall dort, wo in den Untergrund eingegriffen wird, werden in der Regel auch Wasserleitungen, Gas, Strom, Telekomunikation bis hin zur Straße, Gehsteige und Beleuchtung erneuert. Sozusagen eine Rundumerneuerung, die den Anliegern und Anwohnern über viele Jahre wieder Ruhe beschert. Denn: Tiefbau ist eine oft sehr undankbare Aufgabe, die Verkehrsbeeinträchtigungen, Lärm, Staub, Dreck, Vibrationen mit sich bringen. „Einen Orden gibt es für die Verantwortlichen der Gemeinde oft nicht, dabei ist ein funktionierendes Kanalnetz lebensnotwendig!“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann, der gemeinsam mit dem Gemeinderat in den vergangenen Jahren viel Überzeugungsarbeit leisten musste.


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Zig Kilometer Kanal wurden komplett neu errichtet in kürzester Zeit: Dazu zählen Kanalverbindungsleitungen zwischen Marktsteinach-Schonungen, Waldsachsen-Marksteinach oder Löffelsterz-Marksteinach. Dazu kommen allerhand Kanalerneuerungen in den Ortskernen, so z.B. am Dorfanger und der Unteren Straße in Forst, an den Haupt- und Nebensammlern in Marktsteinach, im Bereich Schonungens neuer Mitte. In kleineren Ortschaften, wie Rednerhof wurde gar das ganze Abwassersystem und Kläranlage neu errichtet.


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Vor allem in Schonungens Siedlungsgebieten wurden an ganzen Straßenzügen wie dem Schulweg, Kreuzbergring, Dachleite oder Mainblick noch vor wenigen Monaten umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. Wenn neue Baugebiete erschlossen wurden, sind die Kanalleitungen in der Vergangenheit unterhalb oft nicht mitgewachsen. Die Leitungen aus den 60er und 70er Jahren galten als Nadelöhr und hydraulisch unterdimensioniert, weil sie teilweise die Wassermassen bei Starkregenereignissen nicht mehr auffangen konnten. Bis zum 1000-fachen kann das Abwasser im Ernstfall anschwillen.

Auch deswegen baut die Gemeinde riesige unterirdische Sammelbecken, wie gerade das Regenrückhalte- und Überlaufbecken in Marktsteinach – um die Abwässer dosiert und geordnet an das zentrale Pumpwerk nach Schonungen abzugeben. Im Mittelpunkt aller Entscheidungen steht natürlich eine möglichst wirtschaftliche und ökologische Umsetzung, die für die Zukunft möglichst wenig Betriebs- und Wartungskosten erfordert.

Weil Schonungen als eine von ganz wenigen Kommunen in Bayern verhältnismäßig hohe Summen in den Kanal- und Infrastrukturbau investiert hat und somit einen „Schwellenwert“, also einen Invest von 2.500 Euro je Einwohner erreicht hat, wird die Gemeinde im Rahmen eines Härtefonds nun mit weit über 4 Mio. Euro Förderung belohnt. „Das hätten wir uns nie zu träumen gewagt: Wir sind überglücklich, dass unsere Bewerbung doch noch Erfolg hatte!“, zeigt sich Bürgermeister Stefan Rottmann zufrieden – schließlich komme jeder einzelne Euro den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute.

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Die beiden Planer Hans-Ullrich Hoßfeld und Christian Rossmann vom Büro Hossfeld/Fischer berichteten in der jüngsten Sitzung über Zeit- und Budgetplan. Erfreulicherweise konnten einige Kanalgroßprojekte günstiger abgewickelt werden als geschätzt, Sorgenkind bleibt einzig nur der Hauptsammler in Marktsteinach. Durch ungünstige und unvorhergesehene Leitungs- und Bodenverhältnisse kam es immer wieder zu Verzögerungen und Änderungen in der Bauabwicklung. Insgesamt befindet sich das Maßnahmenpaket aber finanziell im Rahmen.

Nachdem auch das nächste Großprojekt, nämlich die Vergabe der Nebensammler Marktsteinach etwas mehr als 100.000 Euro günstiger vergeben werden konnte als geschätzt, bleibt sogar die Hoffnung, dass die Bürger am Ende sogar Geld zurückbekommen. Der aktuelle Ausgabenstand liegt bei etwas mehr als 10 Mio. Euro wie Hans-Ulrich Hossfeld den Räten erklärt – einige Rechnungen sind noch in der Prüfung bzw. müssten noch gestellt werden.

Ausstehend in der Bauausführung ist allerdings noch die Kanalbaumaßnahme in der Hausener Hauptstraße, sowie ein großer Stauraumkanal mit Becken in Löffelsterz. Die Auftragsvergaben sind für die nächste Gemeinderatssitzung eingeplant. Es bleibt das Ziel bis Sommer kommenden Jahres alle Kanalbaumaßnahmen fertig zu stellen. Aber es braucht keine hellseherischen Kräfte um zu wissen, dass der Kanalbau Daueraufgabe bleiben wird. Wasserwirtschaftsamt, Planer und Gemeinde bleiben am Ball

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