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Kein Delegiertenmodell: Mitgliederversammlung der Lebenshilfe Schweinfurt lehnt Satzungsänderung ab Wilfried Glock tritt als Vorstandsvorsitzender ab


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SCHWEINFURT – In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 24. Januar 2013, ist ein vom Vorstand der Lebenshilfe Schweinfurt vorgeschlagenes Delegiertenmodell abgelehnt worden. In der Grafenrheinfelder Kulturhalle fand sich keine Dreiviertelmehrheit für die hierfür notwendige Satzungsänderung. Auch nicht in einem zweiten Wahlgang, in dem darüber abgestimmt wurde, die Delegierten mit weniger Rechten auszustatten. Die Einschränkung der Rechte hätte bedeutet, dass im Delegiertenmodell alle Mitglieder der Lebenshilfe Schweinfurt per Briefwahl über das Ergebnis von Vorstandswahlen und Satzungsänderungen abgestimmt hätten.

Das Delegiertenmodell war in den vergangenen 13 Monaten von einer Arbeitsgruppe aus Vorstandsmitgliedern und Einrichtungsleitern der Lebenshilfe Schweinfurt erarbeitet worden. Es sah eine Delegiertenversammlung vor, die die Mitgliederversammlung des Vereins mit allen Rechten in ihrer heutigen Form abgelöst hätte. Gewählt worden wären die Delegierten von sechs verschiedenen Regionalversammlungen in den Landkreisen, wo die Lebenshilfe Schweinfurt Einrichtungen unterhält. Zu den Regionalversammlungen wären neben den stimmberechtigten Vereinsmitgliedern alle Betreuten, deren Eltern und Mitarbeiter aus den entsprechenden Einrichtungen der Lebenshilfe Schweinfurt eingeladen worden. Vorstandsmitglieder hätten hier Rede und Antwort gestanden. Mit den von den Regionalversammlungen entsendeten Vertretern wäre zudem eine größere Meinungsvielfalt im neuen obersten Organ der Lebenshilfe Schweinfurt, der Delegiertenversammlung, vertreten gewesen, als dies heute der Fall ist. Für viele Mitglieder ist die Anfahrt zu den Mitgliederversammlungen zu weit oder sie nehmen aus anderen Gründen nicht an den einmal pro Jahr stattfindenden Sitzungen teil.


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„Mit dem Delegiertenmodell wären wir sehr nahe an der Basis gewesen, sehr nahe an dem, was in der Lebenshilfe Schweinfurt wichtig ist: dem Menschen“, fasste Vorstandsvorsitzender Wilfried Glock die Vorteile des Modells zusammen. Menschen mit Behinderung sollten in der Lebenshilfe Schweinfurt eine Heimat, Zuversicht und ein erfülltes Leben inmitten der Gesellschaft finden. Damit dies bestmöglich gelinge, seien eine produktive Zusammenarbeit und ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Betreuten, den Eltern, den Mitarbeitern, den Einrichtungsleitern, Geschäftsführern und dem Vorstand in der Lebenshilfe Schweinfurt unerlässlich. „Mit dem Delegiertenmodell wollten wir diese Zusammenarbeit, diesen Austausch stärken.“


Gleichzeitig kündigte Glock an, dass der Vorstand zukünftig dennoch zu regelmäßigen Versammlungen in den sechs Landkreisen der Lebenshilfe-Einrichtungen einladen werde. „Wir glauben fest daran, dass wir in der Lebenshilfe Schweinfurt von einem regeren Austausch über alle Einrichtungen und Personengruppen hinweg sehr profitieren.“ Diese Versammlungen sollen nach dem Willen des Vorstands Regionalversammlungen heißen, auch wenn sie keine Beschlussrechte oder sonstige offizielle Funktionen haben. Sie dienen lediglich dem Austausch von Betreuten, Eltern, Mitarbeitern, Einrichtungsleitern, Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern, was die Arbeit in der Lebenshilfe Schweinfurt bereichern soll.

Erste Regionalversammlungen werden bereits im Frühjahr 2013 stattfinden, also noch vor der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im Sommer 2013. Ab dieser wird Glock aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Verfügung stehen, wie er während der Mitgliederversammlung am Donnerstag ankündigte. „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, und der Abschied schmerzt. Für mich sind unsere Menschen mit Behinderung das höchste Gut, und der persönliche Einsatz für sie war und ist mir ein Herzensanliegen.“ Wilfried Glock ist 75 Jahre alt. Er stand der Lebenshilfe Schweinfurt vier Jahre als stellvertretender Vorsitzender, knapp ein Dreivierteljahr als Vorsitzender eines Übergangsvorstands und eineinhalb Jahre als Vorsitzender zur Verfügung. Er hoffe, dass er seinen Teil zum Gelingen der Vereinsziele habe beitragen können, sagte er. Überzeugt
sei er, dass die neuen Regionalversammlungen der Lebenshilfe Schweinfurt Impulse für ihren Weg in die Zukunft geben würden.

Auf dem Bild: Keine Zustimmung zum Delegiertenmodell: Die Mitgliederversammlung hat nach rund dreistündiger Diskussion eine entsprechende Satzungsänderung abgelehnt.


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