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Kernkraftwerk Grafenrheinfeld sponsert Softshelljacken für die Integrierte Leitstelle Schweinfurt – für die Bündnisgrünen ist das völlig unakzeptabel


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GRAFENRHEINFELD / SCHWEINFURT – Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt (ILS) als alarmierende Stelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in der Region Main-Rhön ist seit dem 24.07.2012 in Betrieb. Nachdem für Dienststellen dieser Art seitens der Kostenträger keine Gelder für Dienstkleidung zur Verfügung gestellt werden, ist die ILS mit einer Sponsoringanfrage an das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld herangetreten. Dieser Bitte kam das KKG gerne nach und hat den hauptamtlichen Mitarbeitern Softshelljacken mit dem Logo der ILS gesponsert.

Die offizielle Übergabe im Informationszentrum des KKG fand am 19. Dezember 2012 statt. Anwesend waren Oliver Kelly, Schichtführer der ILS und vom KKG Reinhold Scheuring, Technischer Leiter und Bernd Gulich, Leiter der Standortkommunikation. Die ILS Schweinfurt ist mit augenblicklich 26 Mitarbeitern zuständig für die Entgegennahme der Notrufe unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 und die Disposition und Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdienst (für mehr als 440 000 Einwohner auf einer Fläche von rund 4000 Quadratkilometern). Mit dem Versorgungsgebiet Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge und Rhön-Grabfeld ist sie die drittgrößte ihrer Art in Bayern.


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Näheres zur ILS Schweinfurt finden Interessierte unter dem folgenden Link: www.ils-schweinfurt.brk.de


Auf dem Bild von links: Reinhold Scheuring, Technischer Leiter KKG; Oliver Kelly, Schichtführer der ILS; Bernd Gulich, Leiter der Standortkommunikation KKG.

Entsetzt reagieren die Grünen Stadträte Marc-Dominic Boberg und Roland Schwab auf die Werbetätigkeit der integrierten Leitstelle für das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld und erklärten das Sponsoring für absolut unakzeptabel. Boberg nennt es unerträglich, wenn die Verantwortlichen der Leitstelle für Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste sich mit einer Sponsoringanfrage für ihre Dienstkleidung an das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld wenden müssten. Außerdem stelle sich für Schwab die Frage, warum das Rote Kreuz als Betreiber der Leitstelle anscheinend nicht in der Lage oder willens sei, die Dienstkleidung seiner MitarbeiterInnen selbst zu finanzieren, bzw. ob und wenn ja wie viele Spenden in welcher Höhe es schon zuvor von e-on oder auch dessen Rechtsvorgänger Bayernwerk an das Rote Kreuz gab.

Zur Wahrung der Glaubwürdigkeit und des Vertrauens der Bürger in die Leitstelle sei so etwas völlig ausgeschlossen. Eine Einrichtung wie die Leitstelle riskiere durch diesen Vorfall mangelnder Distanz und Neutralität zu diesem gesellschaftlich umstrittenen Konzern einen guten Ruf. Schließlich müsse im Falle einer nuklearen Katastrophe im AKW genau von dieser Leitstelle der Einsatz zur Rettung zigtausender Bürger geleitet werden.

Sie ständen schließlich stellvertretend für sämtliche Hilfs- und Rettungsdienste aus Schweinfurt und das AKW stünde doch seit Jahren und bis heute unter dem schweren Verdacht für unzählige Krebserkrankungen und Missbildungen in der Stadt und im Umkreis von Schweinfurt mit verantwortlich zu sein.

Die beide Bündnisgrünen erwarteten nun von den Verantwortlichen der Stadt Schweinfurt die notwendigen Distanzierungen von diesem Vorfall und das Garantieren von der für einen ordentlichen Dienst nötigen und unverzichtbaren Unabhängigkeit der Leitstelle. Namentlich zu nennen seien hier der Feuerwehrchef Östreich, der zuständige Referent Montag und dessen Leiter des Amtes für Öffentliche Ordnung sowie der Oberbürgermeister selbst.


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