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Kirchweih vom 31.August bis 2.September: Sennfelder feiern Frieden- und Freudenfest und laden auch zum Grenzsteinfest ein


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SENNFELD – „Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten!“ Nach diesem Wahlspruch feiern die Sennfelder am ersten Septemberwochenende ihre Plankirchweih – die Kirm. Das Hochfest im örtlichen Terminkalender erinnert an die im Dreißigjährigen Krieg verlorene, 1649 wiedererlangte Reichsfreiheit und endgültige Religionsfreiheit. Die seit 370 Jahren währende Treue, lebendige Verbundenheit und Beständigkeit zahlloser Generationen zum Sennfelder

Friedens- und Freudenfest wurde 2016 mit der Eintragung in das bayerische und das bundedeutsche Verzeichnis für immaterielles Kulturerbe zur Erfüllung des UNESCO-Übereinkommens ausgezeichnet und gewürdigt.


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Die Kirm beginnt am Samstag, 31.August um 14 Uhr mit dem Einholen des Planbaums in der Hauptstraße, dessen Hochhieven sich auf dem Plan um 15.30 Uhr anschließt. Ab 19.30 Uhr spielen „Die Jungen Sennfelder“ bei der Vorstellung der Planpaare.


Bezogen auf das Versprechen des damaligen Reichsschultheißen Hans-Jörg Naß, ab sofort ein Friedensfest mit „Singen, Musizieren, Predigt und Tanz“ abzuhalten, findet auch dieses Jahr wieder am Sonntag, 1.September um 13 Uhr zum Beginn der großen Festlichkeiten der Plangottesdienst auf dem Plan, dem ehemaligen Dorfgerichtsplatz statt.

Eine weitere Besonderheit im 370sten Jahr der Restitution der Wiedererlangung der Reichsfreiheit ist, dass für den ursprünglich eingeladenen, aber leider verhinderten Landesbischof und Ratsvorsitzenden der EKD Heinrich Bedford-Strom, der frühere Nürnberger Regionalbischof und Oberkirchenrat Karl-Heinz Röhlin die Predigt zum Plangottesdienst halten wird. Auch hierdurch wird – so Altbürgermeister Emil Heinemann – der Beug Sennfelds zur freien Reichsstadt Nürnberg sichtbar.

Zur Durchsetzung des Friedensvertrages von Münster und Osnabrück gegenüber Fürstbischof und Kurfürst riefen die Sennfelder neben dem Thronfolger von Schweden sowie den evangelischen Reichsfürsten und -ständen auch die freie Reichsstadt Nürnberg als Unterstützer an. Unter anderem ist Röhlin aus Funk und Fernsehen durch seine beliebten Leseabende und Kabarettveranstaltungen bekannt.

Nach dem Plangottesdienst, den der Posaunenchor mitgestaltet, beginnt der Festbetrieb mit der Rede des Planburschen, der auch die Prominenz hochleben läßt, und dem „Aushätschen der Gänsdreckli“, dem Tanz der Planburschen mit den kleinen Sennfelderinnen in Tracht.

Nach den Ehrentouren der Planpaare erfolgt die Einführung, indem die Planpaare zunächst nur Ortsprominenz, Eltern, Verwandte und Freunde zum Tanz auffordern. Erst ab 16 Uhr ist dann der Plan für alle Kirchweihbesucher freigegeben.

Am Kirchweihmontag ab 14 Uhr tanzen die Planburschen in Gehrock und Zylinder, während die Planmädchen ihre Kirchweihkleider präsentieren. Um 17 Uhr sind die „Jubelplanpaare“ zu Ehrentouren auf dem Plan eingeladen. Am Sonntag, 8.September tanzen die Planpaare wieder in Tracht.

Am Kirchweihsonntag (1.September) bietet die Gemeinde in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr im Rathausfoyer anlässlich dem 370ten Jubiläum der Wiedererlangung der Reichs- und Glaubensfreiheit eine sehr schöne und aufwendig gestaltete große „Friedens-UNESCO-Plakette“ in Silber allen Sennfeldern und Gästen zum Kauf für 15 Euro an. Nach der Kirchweih ist die Plakette im Rathaus während der üblichen Öffnungszeiten käuflich zu erwerben. Bürgermeister Oliver Schulze weist auf die einmalige Gelegenheit hin, eine bleibende Erinnerung für sich und folgende Generationen zu erwerben.

Auf den Bildern: Die Planpaare 2019 (von links) Bürgermeister Oliver Schulze, Laura Eichhorn und Sebastian Geb, Lina Spiegel und Felix Ebert, Faye Gill und Jan Felix, Lena Beck und Markus Schlenz, Rica Engel und Justin Gill, Lena Pröstler und Florian Zinnheimer, Luisa Beck und Daniele Martines (fehlt), Leonie Eichhorn und Markus Goldstein, Marie Lunz und Steffen Faulstich, Sabrina Engel und Christian Blumenau sowie Tanzleiterin Susanne Rieß.

20 Jahre Grenzsteinfest mit Musik und Tanz: Sennfelder und Gochsheimer feiern wieder gemeinsam

Zu 20 Jahren Grenzsteinfest am Mittwoch, 4.September, ab 15 Uhr laden die Bürgermeister von Gochsheim und Sennfeld, Helga Fleischer und Oliver Schulze, ein. Für Unterhaltung sorgen „Die Gochsheimer Musikanten“ sowie die Planpaare aus beiden Dörfern, die ihre Tänze aufführen. Bei der Tombola gibt es beispielsweise als Hauptpreis einen 20-minütigen Rundflug zu gewinnen.

Besonders stolz sind die Verantwortlichen auf das Ambiente: Platz und Wiese, von den Mitarbeitern beider Bauhöfe zum rechten Zeitpunkt gepflegt sowie von Hecken und Bäumen umgeben, laden zum Gedankenaustausch der Bürger aus beiden Gemeinden ein, der das Zusammengehörigkeitsgefühl fördert.

1999 feierten die ehemals freien Reichsdörfer Gochsheim und Sennfeld die Wiedererlangung der Reichsfreiheit vor 350 Jahren. Als Erinnerung an dieses gemeinsame Friedensfest weihten sie einen Grenzstein an der Gemarkungsgrenze am Sennfelder Weg ein. Er zeigt eine Abbildung mit Planpaaren, Planbaum, Kirchen sowie den Wappen beider Gemeinden. Aufgrund der großen Resonanz bei den Bürgern entschieden die damaligen Bürgermeister Walter Korn und Emil Heinemann spontan, dieses Grenzsteinfest am Mittwoch zwischen Kirchweih und Nachkirchweih auf Dauer zu etablieren.

Der damals neu gebildete Geschichtliche Arbeitskreis Sennfeld/Gochsheim mit seinen Sprechern Willi Hartling und Gerd Spitzner übernahm mit den Gemeinden die Durchführung. Er förderte die Verbundenheit in beiden Gemeinden, auch durch die Herausgabe der Broschüre „rüber und nüber“, die die Hochzeiten dokumentierten, bei denen sich Sennfelder und Gochsheimer – mittlerweile 160 Paare – das Jawort gaben. Hinzu kamen Fahrten nach Münster und Osnabrück, die Orte des Friedensschlusses von 1649, mit Gegenbesuch der Bürgermeisterin von Osnabrück. Großen Anklang fanden auch die Vorträge „Die Reformation in Sennfeld und Gochsheim“ von Hans-Friedel Ott und Johannes Strauß sowie „Die Tracht in Sennfeld und Gochsheim“ von Klaus Reeder.

Gegenseitiges Kennenlernen stand im Vordergrund bei den Führungen in Gochsheim und Sennfeld wie auch beim Besuch der Ausstellung „Friedrich Rückert der Weltpoet“ in der Schweinfurter Kunsthalle oder die Bandkeramik in Schwanfeld.

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Auf dem Bild: Zu 20 Jahre Grenzsteinfest am Mittwoch, 4.September, ab 15 Uhr laden die Bürgermeister von Gochsheim und Sennfeld, Helga Fleischer und Oliver Schulze, am Grenz- und Gedenkstein ein. Für Unterhaltung sorgen „Die Gochsheimer Musikanten“ sowie die Planpaare aus den beiden Dörfern Gochsheim und Sennfeld, die beim Grenzsteinfest ihre Tänze aufführen.



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