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Kreativ statt Schmieröl in Halle 237: Erstes Netzwerktreffen der Schweinfurter Kreativwirtschaft


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SCHWEINFURT – Fahrzeuge der US-Army reihten sich bis vergangenes Jahr in der Halle 237 der Ledward-Kaserne aneinander. Jetzt trafen sich dort 30 kreative Unternehmen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt zum ersten Netzwerktreffen. Dort wurde auch die Gründung des Vereins „UKW – urbane Kreativwerkstatt“ für den Raum Schweinfurt weiter verfolgt.

Kultur- und Kreativwirtschaft: Hinter diesem Begriff steht ein breites Branchenspektrum, von Autoren über Künstler bis zu Designern und den Entwicklern von Computerspielen. Für Oberbürgermeister Sebastian Remelé stellte sich zwangsläufig die Frage, ob und wie diese Branchen voneinander profitieren können. Deshalb hatte das Gründer- und Technologiezentrum GRIBS für Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie IHK Würzburg-Schweinfurt ein Netzwerktreffen zunächst für die Kreativwirtschaft gestartet, um deren Anforderungen an den Wirtschaftsstandort kennen zu lernen.


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Die Resonanz ist für ihn ein klares Zeichen, dass die kreative Szene im Raum Schweinfurt wächst und Schweinfurt hier Potentiale hat. Für die engere Kulturwirtschaft gebe es mit dem Kulturforum Schweinfurt und dem Kulturpackt Schweinfurt seit längerem bereits Plattformen in Schweinfurt.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft sind bundesweit stark wachsende Wirtschaftszweige und werden inzwischen mit der Automobilindustrie und dem Maschinenbau auf eine Stufe gestellt. Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH, belegte dies anhand der Studie zur mainfränkischen Wirtschaft. In Mainfranken selbst seien diese Branchen bisher weniger greifbar und vernetzt, heißt es dort. Dennoch bergen sie mit über 2200 Selbstständigen vielfältige Potentiale. Denkbar wären etwa lokale Netzwerke, die über Landkreise und Städte hinweg in Mainfranken kooperieren könnten.

Auch die bayerische Landespolitik ist dieses Thema jüngst intensiver angegangen und hat vor kurzem mit der Eröffnung des Bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg einen besonderen Fokus auf diese Branchen gelegt. Stephanie Hock unterstützt hier die unterfränkischen Kreativen in betriebswirtschaftlichen Fragen und bietet einen bayernweiten Austausch an. Immerhin sind 20 Prozent der deutschen Unternehmen aus der Kreativwirtschaft in Bayern angesiedelt.

Die Designer, Blogger, Eventmanager, DJs und Producer zeigten Interesse an einem stärkeren Austausch untereinander. Diese meist kleineren Firmen suchen andere unternehmerische Partner, um ihr Angebotsprofil zu erweitern. Auch eine flexible, gemeinsame Infrastruktur mit Coworking-Spaces, gemeinsam genutzten Büro- oder Eventräumen, fragen Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft stärker nach als andere Unternehmen.

Ob das Treffen in Halle 237 Impulse für ein Netzwerk der „creative class“ im Raum Schweinfurt geben konnte, muss sich noch zeigen. Während der Vorbereitung dieses Treffens hat die Kreativ-Szene in Stadt und Landkreis Schweinfurt schon ein Zeichen der Vernetzung gesetzt und die Gründung des Vereins UKW-urbane Kreativwirtschaft vorbereitet. Mit dem Verein soll eine Plattform für den Austausch unter den Kreativen und für die Entwicklung neuer Ideen entstehen. Die Initiatoren dieses Vereins wollen nun weitere Mitstreiter in der Szene finden, um die Vereinsgründung auf eine breite Basis zu stellen.

GRIBS KuK 23.6.2015 (2)

Auf dem Bild: Die Förderer der Kreativwirtschaft beim ersten Netzwerktreffen in Halle 237 der ehem. Ledward-Kaserne (von links): Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Åsa Petersson (Region Mainfranken GmbH), Simon Suffa (IHK-Würzburg-Schweinfurt), stellv. Landrat Peter Seifert, Stephanie Hock (Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft), GRIBS Geschäftsführer Reinhold Karl.



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