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Das geplante Kulturforum am Martin-Luther-Platz.

Kulturforum: SPD beharrt auf einem Saal für 300 Menschen und bringt den Friedrich-Rückert-Bau ins Spiel


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SCHWEINFURT – „Wieder einmal sind Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Co. mit ganz großen Bildern gestartet und enden verzagt im bekannten Kleinklein“. Mit diesen deutlichen Worten kommentiert die SPD-Fraktion in einer Pressemitteilung den am Dienstag im Stadtrat gefassten Beschluss, sich von den eigentlich schon eingetüteten Plänen für das Kulturforum am Martin-Luther-Platz plötzlich doch wieder zu verabschieden.

Beschlossen wurde aus Kostengründen statt eines multifunktionalen Saals für 300 Personen eine Variante mit Platz für lediglich 150 Menschen. „Da wurde wieder einmal eine große Chance nicht genutzt“, macht SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Hofmann keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Die SPD macht gleichwohl zur Rettung der „Kernforderung“ einen neuen Vorschlag und bringt dabei den nahen Friedrich-Rückert-Bau ins Spiel.


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Ein großer Saal sei „die zentrale Erkenntnis eines langen Diskussionsprozesses auch mit den Kulturschaffenden und lokalen Veranstalter“ gewesen, erinnert die SPD. Warum? Weil es diese Größenordnung für Chor- und Kabarettauftritte, Rockkonzerte oder Podiumsdiskussionen derzeit nicht gibt. Die nicht nachvollziehbare aktuelle Entscheidung nennt Hofmann deshalb „sehr schade für die Kultur in Schweinfurt und für alle, die sich so intensiv bei der Erstellung des Kulturprofils engagiert haben“. Das Verhalten von CSU und Remelé im Sinne des Slogans „Was stört mich mein Geschwätz von gestern“ werde vor allem bei der ohnehin vernachlässigten alternativen Kultur in Schweinfurt Spuren hinterlassen, so Hofmann.

Um die Idee zu retten und den als Publikumsmagneten so immens wichtigen großen Saal doch noch realisieren zu können, schielen die Sozialdemokraten weiterhin auf den Friedrich-Rückert-Bau. Sie hatten zwar im Stadtrat am Dienstag erfolglos den Antrag gestellt, Altes Gymnasium, Stadtschreiberhaus und Reichsvogtei – also das Kulturforum – entsprechend der ursprünglichen Ausschreibung als Museum, Aktionshaus und Veranstaltungssaal mit soziokulturellem Anspruch zu planen. Neu zu berücksichtigen sei „bei den Überlegungen hinsichtlich Saalplanung“ der im Rückert-Bau vorhandene Leopoldina-Veranstaltungsraum. „Vielleicht ist es doch machbar und auch günstiger, den Saal für 300 Leute umzubauen und inhaltlich mit dem Kulturforum zu verbinden“, legt Hofmann nun nach.


Für die aus heiterem Himmel gefallene „plötzliche Feststellung“, dass man „alles gar nicht so bauen kann und wenn doch, dann aber nur für 18 statt der vormaligen 13 Millionenen“, zeigt die SPD laut ihrer Mitteilung gleichwohl weiterhin keinerlei Verständnis. Die SPD-Fraktion fordert deshalb desweiteren, die Planungen sofort zu stoppen und unter Einbeziehung der Idee Rückert-Bau komplett neu zu überlegen, „wie wir die Ziele doch noch erreichen können“, mit dem wichtigste Element – ein großer Saal.

Denn: Einen „Vortragssaal mit Platz für 150 Personen haben wir in Schweinfurt so ähnlich mehrfach, ein Magnet für die Innenstadt ist das – auch mit einem originellen Stadtmuseum – jedenfalls nicht“, meint Hofmann und stellt abschließend fest: „Ob das Geld mit der falschen Dienstags-Entscheidung sinnvoll angelegt ist, darf man aus fachlicher Sicht sicher fragen.“



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