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„Maria Immaculata“ eingeweiht: Zur Erinnerung an die „Bombennacht“ vor 75 Jahren


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GRAFENRHEINFELD – Grafenrheinfeld erlebte vor 75 Jahren die „Bombennacht“. Der damals zerstörte Bildstock „Maria Immaculata“ wurde rekonstuiert.

Die Gemeinde Grafenrheinfeld hat den im Krieg zerstörten Bildstock der „Maria Immaculata“ rekonstruieren lassen. Das ist in der heutigen Zeit etwas Außergewöhnliches.


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In der Bombennacht vom 24. auf den 25. Februar 1944 wurde Grafenrheinfeld durch alliierte Bombenangriffe fast komplett in Schutt und Asche gelegt.


Am frühen Nachmittag des 24. Februar 1944 griffen bei klarem Wetter 300 Bomber der amerikanischen Luftflotte die Stadt Schweinfurt an. In der Nacht folgten zwei weitere verheerende Angriffe durch britische Bomberverbände, die nicht nur schwerste Schäden in der Stadt verursachten, sondern zahlreiche Dörfer in der Umgebung trafen und Grafenrheinfeld fast vollständig zerstört haben. Tagelang stand der Ort in Flammen nachdem Phosphorbomben, Sprengbomben, Luftminen und eine Unzahl von Stabbrandbomben den größten Teil des Ortes verwüstet und unbewohnbar gemacht hatten.

32 Einwohner haben in der „Bombennacht“ am 24.02.1944 ihr Leben verloren. Drei Personen kamen bereits 1943 beim Luftangriff auf Schweinfurt an Ihrer Arbeitsstelle in der Fabrik ums Leben, drei weitere beim Beschuss am 08.04.1945 am Kirchplatzeingang in unmittelbarer Nähe zur heuigen Pizzeria.

Auch der mehr als drei Meter große Bildstock „Maria Immaculata“ in der Bühlstrasse vor dem Haus der Familie Weth wurde völlig zerstört

2019 hat der Gemeinderat beschlossen, zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Zerstörung Grafenrheinfelds die Rekonstruktion des Bildstocks in Auftrag gegeben.

„Dieses Werk soll uns und unsere nachfolgenden Generationen für immer an die Zerstörung unserer Gemeinde erinnern aber auch und vor allem an den Wiederaufbau. Wir sollen und wir dürfen uns an dieser „maria Immaculata“ erfreuen. Schauen wir nachdenklich zurück, seien wir dankbar für das, was wir haben und schauen wir zuversichtlich nach vorne“, so Bürgermeister Christian Keller in seiner Rede bei der Enweihung am vergangenen Sonntag.

Mit den Arbeiten wurde der Künstler und Bildhauer Petro Schiller aus Königsberg beauftragt.

Als Vorlage stand lediglich eine Aufnahme des Denkmals aus der Dorfchronik des Kaplans Michael Selig in bescheidener Qualität zur Verfügung. Durch maximale Vergrößerung und bildtechnischer Bearbeitung wurde eine, für die Rekonstruktion ausreichende Basis geschaffen.
Mehr als 5 Tonnen Sandstein bester Qualität und hunderte Stunden Arbeit stecken in dem detailreichen Werk mit filigranster Ornamentik.

Die 1,63 Meter große Madonnenfigur steht auf einer Weltkugel. Sie umrahmt von christlichen Symbolen und wird gekrönt von einem vergoldetem Sternenkranz und einer ebenfalls vergoldeten Lilie.

Im sogenannten „Rosengärtchen“ in zentraler Lage neben der Pfarrkirche hat die steinerne Erinnerung an die Schrecken des zweiten Weltkrieges ihren Platz gefunden.

„Die Zerstörung Grafenrheinfelds in der „Bombennacht“ steht auch immer in enger Verbindung zur Zerstörung unserer Pfarrkirche. Hier wird die Erinnerung an die Zerstörung aber besonders auch an den Wiederaufbau so greifbar wie an kaum einem anderen Platz in unserer Gemeinde“, erläutert Bürgermeister Christian Keller die Wahl des Standortes.

Auf den Bildern:

⦁ Erster Bürgermeister Christian Keller bei seiner Rede anlässlich der Einweihung durch Domkapitular Jürgen Lenssen
⦁ Vollbild der Maria Immaculata
⦁ Gemeinderatsmitglieder mit Bildhauer Petro Schiller und dem Mitarbeiter Andreas Klesse
⦁ Bürgermeister Keller zusammen mit Elisabeth Weth, vor deren Anwesen die im Krieg völlig zerstörte „Maria Immaculata“ stand



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