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Marktanalyse der Sparkasse Schweinfurt und der LBS Bayern: Nachfrage nach Wohnimmobilien in Schweinfurt auf hohem Niveau


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SCHWEINFURT – Trotz Preissteigerungen in allen Regierungsbezirken nimmt die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Bayern weiter zu. Aufgrund historisch niedriger Zinsen bietet sich Bauherren und Immobilienkäufern ein besonders günstiges Umfeld. Das betonten Vertreter der Sparkasse Schweinfurt und der LBS Bayern bei einem Pressegespräch. In der Region Schweinfurt wurden 2012 im Vergleich zum Vorjahr mehr Häuser und Wohnungen vermittelt und mehr Finanzierungen sowie Bausparverträge abgeschlossen.

„Das eigene Haus oder die eigene Wohnung ist ein Lebensziel für immer mehr Menschen. Und Wohnimmobilien sind auch als Kapitalanlage gefragt“, erklärte Johannes Rieger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Schweinfurt. Die Nachfrage wird von zwei Faktoren besonders getrieben: der verbreiteten Verunsicherung in Folge der Staatsschuldenkrise in Europa sowie dem historisch niedrigen Zinsniveau, das die Anlagealternativen begrenzt und zugleich eine außergewöhnlich günstige Finanzierung ermöglicht.


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Vor diesem Hintergrund hat die Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-Gesellschaft, Maklerorganisation von LBS und Sparkassen in Bayern, 2012 ein neues Rekordergebnis erzielt. Die Makler von Sparkassen und LBS haben rund 12.500 Häuser, Wohnungen und Grundstücke in Bayern vermittelt. Die Makler der Sparkasse Schweinfurt haben 184 Objekte vermittelt, 33 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert der vermittelten Kaufobjekte stieg um 45 Prozent auf 24 Millionen Euro.

Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien spiegelt sich auch bei den Baufinanzierungen wider. Die bayerischen Sparkassen haben 2012 Wohnbaudarlehen in Höhe von fast zehn Milliarden Euro ausgezahlt. Damit wurde das Niveau des Vorjahres noch einmal deutlich überboten. Die Sparkassen leisten damit einen elementaren Beitrag dazu, dass Menschen in Bayern in die eigenen vier Wände kommen. „Die Sparkasse Schweinfurt erzielte ein Auszahlungsvolumen von 116 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung zum Vorjahr und ein hervorragendes Ergebnis bedeutet“, betonte Rieger.

In Bayern sind im vergangenen Jahr Bausparverträge mit einer Summe von 20,9 Milliarden Euro abgeschlossen worden – mehr als je zuvor und mehr als in jedem anderen Bundesland. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Vom gesamten Bausparneugeschäft im Freistaat entfällt ein Marktanteil von rund 40 Prozent auf die LBS. Sie ist damit klarer Marktführer unter den Bausparkassen in Bayern. „Es wurden fast 270.000 Bausparverträge mit einer Summe von 8,4 Milliarden Euro vermittelt. Damit hat die LBS Bayern zum dritten Mal in Folge einen Rekord in ihrem Neugeschäft erreicht“, sagte Paul Rausch, Regionaldirektor der LBS in Unterfranken. Auch im Raum Schweinfurt ist das Interesse am Bausparen sehr hoch. Die Sparkasse Schweinfurt und der LBS-Außendienst vor Ort erzielten im Neugeschäft 2012 eine Bausparsumme von 114 Millionen Euro – ein Plus gegenüber dem ohnehin schon sehr starken Vorjahr von 4,4 Prozent.

Viele Kunden nutzen einen Bausparvertrag nicht nur auf dem klassischen Weg zum Ansparen von Eigenkapital für einen späteren Immobilienerwerb, sondern auch für die Sofortfinanzierung eines Hauses oder einer Wohnung. Dabei wird  ein Bausparvertrag mit einer Sofortfinanzierung von der LBS oder der Sparkasse kombiniert. So lassen sich die Darlehenszinsen bis zur letzten Rate festschreiben. Bei einer Untersuchung der Verbraucherzeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 4/2013) wurden Angebote verschiedener Bausparkassen in vier Kategorien verglichen. In allen vier Kategorien ist die LBS Bayern Testsieger im Freistaat. Aufgrund des günstigen Umfelds und des anhaltend großen Interesses an Wohnimmobilien und am Bausparen erwartet die LBS Bayern für 2013 wieder ein starkes Bausparneugeschäft auf dem Niveau der vergangenen Rekordjahre von etwa acht Milliarden Euro.

Das Angebot von Grundstücken, Häusern und Wohnungen kann vielerorts nicht mit der deutlich gestiegenen Nachfrage mithalten. Nach einem dramatischen Rückgang der Neubautätigkeit seit Ende der 90er-Jahre ist seit 2010 wieder eine Aufwärtstendenz festzustellen. Diese hat sich aber zuletzt abgeschwächt. Während die Baugenehmigungen in Bayern 2011 um über 20 Prozent anstiegen, war 2012 nur noch ein Plus von 2,6 Prozent auf rund 47.000 Wohneinheiten zu verzeichnen. Nach Einschätzung von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann müssten dagegen jährlich mindestens 70.000 neue Wohnungen entstehen, um den Bedarf zu decken. Dies liegt nicht nur an der verstärkten Nachfrage, sondern auch an gewachsenen Ansprüchen an Größe und Ausstattungsqualität der Häuser und Wohnungen, die bestehende Gebäude oftmals nicht mehr erfüllen.

In der Stadt Schweinfurt ist die Zahl der Baugenehmigungen gegenüber dem Vorjahr um gut die Hälfte auf 70 angestiegen. Im Landkreis war es ein Plus von einem Viertel auf 428 Einheiten. Bei der Zahl der Baufertigstellungen war in der Stadt ein Rückgang um 70 Prozent auf 31 Objekte festzustellen und im Landkreis ein Anstieg um 3,5 Prozent auf 269 Einheiten.

Die große Nachfrage nach Wohnimmobilien, die auf ein begrenztes Angebot trifft, hat im vergangenen Jahr zu steigenden Preisen in allen bayerischen Regierungsbezirken geführt, wie aus den Zahlen der von LBS und Sparkassen vermittelten Objekte hervorgeht. In Unterfranken kostete ein gebrauchtes Haus im Durchschnitt 6,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Raum Schweinfurt kosten neue Doppel- und Reihenhäuser zwischen 240.000 und 290.000 Euro sowie neue Eigentumswohnungen zwischen 1900 und 3200 Euro pro Quadratmeter. Gebrauchte Doppel- und Reihenhäuser sind zwischen 80.000 und 220.000 Euro zu haben, gebrauchte Eigentumswohnungen zwischen 500 und 1400 Euro pro Quadratmeter.

„Nachdem sich im vergangenen Jahr pro Monat rund 15.000 neue Interessenten bei einer Sparkasse oder LBS-Vertriebsdirektion in Bayern mit ihrem konkreten Immobiliengesuch gemeldet haben, rechnen wir nicht mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage“, erklärte Egid Schlessing, Leiter des Immobilienzentrums der Sparkasse Schweinfurt. „Für die Region Schweinfurt erwarten wir tendenziell leicht steigende Preise.“

Das Thema Wohnen ist auch in das Blickfeld der Politik gerückt. Steigende Mieten und Wohnraumknappheit betreffen nicht nur München, sondern viele städtische Gebiete und strahlen auch auf deren Umland aus. „Um das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage im bayerischen Wohnimmobilienmarkt auszugleichen, ist mehr Neubau erforderlich. Dazu sind vor allem lokale Bündnisse für den Wohnungsbau nötig. Denn die Herausforderungen sind regional unterschiedlich stark ausgeprägt“, betonte Dominik Müller, stellvertretender Pressesprecher der LBS Bayern. Zusätzlich könne die Förderung von Wohneigentum dazu beitragen, die Situation auf Wohnungsmärkten zu entspannen und die Altersvorsorge der Bevölkerung zu verbessern. „Aus Studien wissen wir, dass Eigentümer gegen Ende ihres Berufslebens neben dem Wohneigentum auch über deutlich höhere Geldvermögen verfügen als Mieter der gleichen Alters- und Einkommensklasse. Eigene vier Wände stärken die Bereitschaft zum systematischen Sparen. Und sie machen unabhängig von Mietsteigerungen“, so Müller.

Das Pressefoto zeigt von links: Dominik Müller, stellvertretender Pressesprecher der LBS Bayern, Johannes Rieger, Vorstandvorsitzender Sparkasse Schweinfurt, Paul Rausch, Regionaldirektor der LBS in Unterfranken, Egid Schlessing, Leiter Immobilienzentrum Sparkasse Schweinfurt.



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