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MdL Ursula Sowa bei geo-net-Veranstaltung: „Nützelbachaue ist eine einzigartige Natur- und Erholungsfläche!“


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GEROLZHOFEN – Auch nach den Informationsveranstaltungen in der vergangenen Woche zum Bürgerentscheid über das neue Baugebiet „Nützelbach 2“ bleibt die geo-net-Fraktion bei Ihrer ablehnenden Haltung zum Baugebiet.

Fraktionsvorsitzender Thomas Vizl: „Unsere Veranstaltung mit der Architektin und Landtagsabgeordneten Ursula Sowa (Bamberg) hat bestätigt, dass die Lage des Baugebiets südlich der Naherholungszone Nützelbach städtebaulich falsch ist. Das sehen auch die meisten Fachbehörden so!“. Der geo-net-Stadtrat bezieht sich bei dieser Aussage auf die vorliegenden Stellungnahmen des Landratsamtes Schweinfurt.


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Das Umweltamt im Landratsamt Schweinfurt bezeichnet auch die damals im Vergleich zum ersten Entwurf verkleinerte Fläche ein „Baugebietssatellit“ in der Landschaft und beurteilt die Baugebietsausweisung nach wie vor nicht positiv. Das Bauamt im Landratsamt spricht von einem Baugebiet außerhalb der „bisher natürlichen Stadtgrenze“ und begrüßt die Erweiterung in Richtung Süden auch „weiterhin nicht“. Der Bayerische Bauernverband verweist auf die wachsende Weltbevölkerung und die daraus sich ergebende Verantwortung für die Welternährung.

„Der zu erwartende Rückgang der Bevölkerung (in Gerolzhofen) und immer mehr innerörtlicher Leerstand lassen generell am Bedarf neuer Baugebiete zweifeln.“ Weiterhin, so der Bauernverband, liege der Anteil der Siedlungsfläche an der Gebietsfläche in Gerolzhofen bei 14,5%. Dies wäre 7,4% mehr als der bayerische Durchschnitt und 8,5% höher als im Landkreis Schweinfurt. Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken bekräftigt seine kritische Haltung zum Baugebiet und bittet „die Notwendigkeit bzw. zumindest die Größe der beabsichtigten Neuausweisung von Wohnbauflächen nochmals zu prüfen“.


Lediglich die Regierung von Unterfranken hat nach der Verkleinerung des Baugebiets im Flächennutzungsplan ihre Einwendungen zurückgenommen. Sollte aber, nach einer Fertigstellung des Baugebiets eine „Fortführung des Baugebiets in Ringform wie Berliner Straße“ (Zitat aus der Internetseite der Interessengemeinschaft Pro Nützelbach II) kommen, so wird, da ist sich Stadtrat Thomas Vizl sicher, die ablehnende Kritik der Regierung von Unterfranken erneut kommen. Nur die Verkleinerung im Entwurf des Flächennutzungsplans hat die Regierung zur Änderung ihrer Stellungnahme bewogen.

Vizl kritisiert die Interessengemeinschaft und auch die CSU: „Der ständige Hinweis, die von der Bürgerinitiative zitierten Stellungnahmen der Behörden wären veraltet, soll nur die Bevölkerung verunsichern. Der Tenor der neuen Stellungnahmen ist der gleiche wie in den Stellungnahmen von 2013.“ Es ist für ihn unredlich zunächst von einem kleinen Baugebiet zu sprechen, um die Bevölkerung und auch Fachbehörden zu beruhigen, und dann in Presseberichten (wie die SPD) oder auf der Internetseite der Interessengemeinschaft einen neuen „Ring“ oder „Baugebietsgürtel“ zwischen Schallfelder Straße (Tennisclub) und Nikolaus-Fey-Straße zu fordern.

Stadträtin Birgid Röder möchte die Prioritäten in der Stadtentwicklung anders setzen: „Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum für Mittel- und Geringverdiener, insbesondere Mietwohnungen, statt weiterer Einfamilienhaussiedlungen. Diese Bevölkerungsgruppen kommen in Gerolzhofen zu kurz.“ Stadtrat Toni Niedermeier sieht vor allem in dem aufgrund der maximalen Entfernung zwischen dem neuen Baugebiet im Süden und dem Stadtzentrum, sowie den Einkaufsmärkten und Arbeitsplätzen im Norden der Stadt  unvermeidlich steigenden Verkehrsaufkommen ein Problem. Unsere engen Straßen werden weiter mit Verkehr belastet. Wohnen, einkaufen und arbeiten müssen wieder näher zusammen gebracht werden, um Verkehr und Schadstoffbelastung zu reduzieren.

Die Landtagsabgeordnete Ursula Sowa (Bündnis 90/Die Grünen) ist die Baupolitische Sprecherin der Fraktion und hat vor der Veranstaltung im Gasthaus Tor zum Steigerwald das Naherholungsgebiet Nützelbachaue und die geplante Bebauungsfläche besichtigt. Sie war überrascht über die Größe und Schönheit der Nützelbachaue. Sowa: „Hier hat die Stadt eine einzigartige Natur- und Erholungsfläche.“ Diese Naturzone, die inzwischen vom Biber auf natürliche Weise umgestaltet wird, bildet eine vorbildliche Trennung zwischen Wohnbebauung und landwirtschaftlichen Flächen und sollte deshalb als Grenze der Bebauung erhalten bleiben.

Auf dem Bild: Die geplante Baugebietsfläche am südlichen Stadtrat von Gerolzhofen liegt in maximaler Entfernung zum Stadtzentrum und zu den Einkaufsmärkten in Gerolzhofen, die sich hauptsächlich im Norden und Westen befinden. geo-net setzt sich für „natürliche Bebauungsgrenzen“ durch Volkachbach und Nützelbach ein.

Foto: Ursula Sowa (MdL), Fotograf Joachim Sator
Anlage: Auszug aus Bayernatlas, bearbeitet von Thomas Vizl



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