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Mitunter ist es ein Wunder, dass sie noch leben: Gesprächsrunde mit Menschen, denen Gerolzhofen zur neuen Heimat wurde


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GEROLZHOFEN – Freiheit, wie sie der Sänger Marius Müller-Westernhagen einst so prominent besungen hat, ist für uns in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg zur Selbstverständlichkeit geworden. Sie ist aber nicht selbstverständlich.

Immer wieder müssen Menschen auf der ganzen Welt dafür ihre Heimat verlassen und fliehen, sei es wegen Krieg, Vertreibung, Verfolgung, Unterdrückung oder auch aus wirtschaftlichen Gründen mit der Aussicht auf ein besseres Leben, um die häufigsten Beispiele zu nennen.


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So sind über die Jahrzehnte hinweg immer wieder ihrer Heimat beraubte Menschen auch in Gerolzhofen angekommen, so wie gerade jetzt Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Im Gegenzug haben aber auch Gerolzhöfer in der Vergangenheit aus religiösen, wirtschaftlichen oder politischen Gründen die Stadt verlassen oder verlassen müssen.


Flucht und Vertreibung verändern nicht nur das Leben der Entwurzelten und Weggegangenen, sondern auch das Leben der sie Aufnehmenden, indem die hier Angekommenen zum Teil für immer hierbleiben und sich auch immer wieder in das öffentliche Leben einbringen und so die Stadt mit prägen, angefangen von kulturellen und kulinarischen Einflüssen bis hin zur Übernahme des Bürgermeisterpostens.

Darum geht es bei einer Gesprächsrunde mit sechs Betroffenen am Donnerstag, 23. Juni, um 19 Uhr im Bürgerspital. Angesagt sind Infos aus erster Hand von Menschen aus unserer Mitte, die seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute auf der Suche nach Freiheit, Sicherheit oder auch Arbeit nach Gerolzhofen gekommen und hiergeblieben sind. Mitunter ist es ein Wunder, dass sie noch am Leben sind. Von alledem werden sie dem Publikum und den Moderatoren in der ihnen angeborenen oder von ihnen erlernten deutschen Sprache erzählen.

Passend zum Thema des Abends „Woher? Wohin? Neue Heimat Gerolzhofen“ gibt es eine kleine Ausstellung mit Bildern einer jungen Frau aus Oberschwarzach, die mit ihren Zeichnungen Flüchtlingen ein Gesicht gibt.

Veranstalter dieser Gesprächsrunde ist der Historische Verein Gerolzhofen.
Der Eintritt zu der Veranstaltung im Bürgerspital, zu der alle Interessierten eingeladen sind, ist frei.

Ausgangspunkt für diesen Abend war die im Herbst 2021 im Alten Rathaus aufgebaute Wanderausstellung des Bezirks Unterfranken „Woher? Wohin?“ vom Weggehen und Ankommen.


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