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Näher ran an die Bürger: Die Schonunger CSU präsentierte ihre Jahresvorhaben erstmals bei einem Mediengespräch


Keiler

SCHONUNGEN – Freilich war 2012 für die Schonunger CSU-Ortsverbände kein sonderlich gutes Jahr. Denkbar knapp zwar unterlag der einstige 2. Bürgermeister Martin Osswald gegen Stefan Rottmann. Das Bürgermeisteramt in der Gemeinde aber hat nun ein SPD-Mann inne. Und im Landkreis „regiert“ mit Florian Töpper bald ebenso ein „Roter“. Doch weil die CSU „näher am Menschen“ sein will und die Schonunger Christsozialen scheinbar auch um die gute mediale Außendarstellung ihres Bürgermeisters wissen, lud der Lenkungs- und Koordinierungs-Ausschuss (LKA) als Dachverband der insgesamt sieben Ortsverbände nun erstmals zu einem Pressegespräch ein – und hatte mit der hochschwangeren Kreisvorsitzenden Dr. Anja Weisgerber prominenten Beistand.

„Sei aktiv und rede darüber!“ – das mag das Motto der Schonunger CSU sein, die sich freilich einige an öffentlichen Terminen schon für das erste Halbjahr 2013 ausdachte. Einen Stammtisch im Schweinfurter Restaurant Saxx, Fraktionssitzungen in den einzelnen Ortsteilen, einen Unternehmerstammtisch im Golf-Club in Löffelsterz, Ferienspaß im Schweinfurter Wildpark, ein Spargelessen, passend dazu ein Bürgerforum zu den Themen „Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“ oder ein Brunchen rund um die Alte Kirche im Juni mit dem Motto „Pizza – Pasta -Politik“. Georg Brückner weiß: „Die Basisarbeit ist wichtig, um an die Meinung der Leute heranzukommen.“ Martin Schramm ergänzt: „Wir wollen Transparenz darstellen, die Themen 2013 klopfen an der Türe.“ Einige gut besuchte Veranstaltungen führte die CSU ja schon 2013 durch.


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Die Schonunger „Schwarzen“ wissen, dass sie trotz Rottmann im Gemeinderat noch immer die Mehrheitsfraktion stellen, merken an, dass ihnen Sachpolitik wichtig ist und die Gemeinde im Vordergrund steht vor Parteidenken. „Wir werden den Bürgermeister sachlich und konsequent unterstützen“, betont die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Weger. Vor den anstehenden Haushaltsberatungen ist der CSU die finanzielle Disziplin wichtig. Wäre Geld ohne Ende vorhanden, hätte die durch die Sattler-Altlasten gebeutelte Gemeinde natürlich ein paar Sorgen weniger. Kanalbaumaßnahmen stehen an, Dorferneuerungen, der Neubau der Grundschule – das passt es gar nicht, dass mit dem Schloß Mainberg nun ein kulturell bedeutendes Bauwerk vor sich hin bröckelt. „Es ist leider in einem bedauernswerten Zustand“, weiß der 2. Bürgermeister Thomas Rösch. Für eine Sanierung hat Schonungen kein Geld, zumal das Schloß ja auch noch in Privatbesitz ist.


Nur gut, dass die lokale CSU gute Verbindungen hat so politischen Größen. Gerhard Eck setzt sich für Mainberg ein, kann aber natürlich auch keine Millionen herbei zaubern. „Wir müssen ausloten, wie wir helfen können“, spricht Dr. Anja Weisgerber da noch als Europaabgeordnete, denkt aber auch an vielleicht kommende Zeiten als Mitglied des Bundestages. Wer tags zuvor schon beim Neujahrsempfang der Kreis-CSU weilte, hörte ihre wichtigsten Anliegen für 2013 (neben privaten Dingen mit dem sich ankündigenden Nachwuchs). Der Abzug der Amerikaner aus der Region fordere den Landkreis heraus, beim Kernkraftwerk Grafenrheinfeld solle der sofortige Rückbau nach der Stilllegung wenigstens 150 Arbeitsplätze erhalten. Danach wäre ein Gaskraftwerk an selber Stelle vielleicht nicht die schlechteste Lösung.

An Gerhard Eck herantragen will Weisgerber das Schonunger Anliegen, bei rund 4 Millionen Euro an Kosten für die Instandsetzung der teils in die Jahre gekommenen Gemeindestraßen mit 64 Kilometer Länge zu helfen. Immerhin betreffen 13 Kilometer Verbindungsstraßen der Orte. 600.000 Euro mehr kostet für die Gemeinde der zusätzliche Ganztagszug der fünf Millionen teuren, neuen Grundschule. Die Ansiedlung von Hausärzten ist auch für die CSU ein Thema, ebenso die Vermarktung alter Gebäude, der linksmainische Radweg und Naherholung und Tourismus generell. Das neue Gewerbegebiet „Tiefer Graben“ Richtung Gädheim soll kommen. Ein Vollsortimenter, der laut Gutachten dort notwendig sein könnte, mag freilich die älteren Bürger im Ortskern nicht gerade heiß machen angesichts der unlängst gemeldeten, sich anbahnenden Schließung des Delta-Dorfladens gleich neben dem längst geschlossenen Schlecker.

Am Ende war Grafenrheinfeld nochmal ein Thema: 30 bis 40 Arbeitsplätze könne aktuell der Bau einer Mauer um das atomare Zwischenlager sichern, weiß der in der Baubranche beschäftigte Georg Brückner. Das sei einerseits gut, andererseits natürlich irgendwie auch Irrsinn. Doch es ist kein Image-Problem für die Schonunger CSU, die sich zeitgemäßer präsentieren möchte und beim nächsten Pressegespräch sicher auch die Zeit von 75 Minuten unterschreiten wird.

Unser Bild zigt von links die Schonunger CSU-Orstverbandsmitglieder Christina Westerhausen, Thomas Rösch (2. Bürgermeister), Elisabth Weger (Fraktionsvorsitzende), Martin Schramm (Sprecher), Gast Dr. Anja Weisgerber und Georg Brückner.


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